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10 Tipps für alle Barnim-Stipendium Bewerber

Letztens habe ich darüber berichtet, wie die Bewerbung für das Barnim-Stipendium an sich abläuft und welche Schwächen sie hat. Heute möchte ich allen Bewerbern nützliche Tipps basierend auf meinen Erfahrungen weitergeben. Hier gibts die ultimative Top10 :-)

1.) Wichtige Fächer fürs Barnim-Stipendium
Konzentriert euch früh auf die Fächer, die zählen: Englisch, Deutsch, Mathe, Informatik und die Naturwissenschaften.

2.) Zweite Naturwissenschaft nicht abwählen
Wählt die zweite Naturwissenschaft nicht in der 13. ab. Ansonsten könnte ihr euch nach dem Abi aufgrund zwei fehlender Fächer nicht mehr bewerben, da ihr nur noch Mathe, Deutsch, Englisch plus eine Naturwissenschaft habt: 2 Leistungskurse in doppelter Wertung (2x15x2=60) + 2 Grundkurse (2×15=30) in einfacher Wertung ergeben maximal 90 Punkte!!!

3.) Englisch als Fremdsprache belegen
Belegt unbedingt als eine Fremdsprache Englisch. Zumindestens in diesem Jahr konnte man sich die Fremdsprache in der Bewerbung nicht aussuchen!!

4.) Lehrer „bei Stange halten“
Pflegt guten Kontakt zu eurem Tutur. Siehe Kriterium B Schlüsselqualifikationen/Kompetenzen und die besonderen Leistungen (Einschätzung durch Fachlehrer) am Ende ;-)

5.) Bundeswettbewerbe bringen viele Punkte
Nehmt an so viel wie möglichen Bundeswettbewerben teil. Die bringen schon bei der Teilnahme 15 Punkte, egal ob ihr letzter oder im Mittelfeld landet. Schulinterne und Kreiswettbewerbe lohnen dagegen kaum (2 bzw. 4 Punkte). 7 Punkte bringt immerhin ein Landeswettbewerb. Hier eine kleine Auswahl „anerkannter“ technisch-naturwissenschaftlicher Wettbewerbe für euch ;-) :

6.) Mathematik-Olympiade nur für echte Mathematiker
Die Mathematik-Olympiade lohnt sich nur teilweise. Es gibt nämlich eine Schul-, Regional-, Landes- und Bundesrunde. Seid ihr ein richtiges Mathe-Ass könnt ihr mit den nächsten Runden jedoch richtig Punkte sammeln, denn die nächste Runde wird dazu addiert!! Beispiel: Schulwettbwerb 1. Platz (2 Pkt. Teilnahme + 3 Punkte für den 1. Platz = 5 Pkt.), Regionalwettbewerb im Landkreis Barnim 1. Platz (4 Pkt. + 3 Pkt. = 7 Pkt), Landesrunde in Brandenburg 2. Platz (7 Pkt. + 3. Pkt. = 10 Pkt.) und Bundesrunde 8. Platz (15 Pkt. + 1 Pkt. = 16 Pkt.) == 38 Punkte!!!!!!!

7.) Rundenwettbewerbe als Punktemaschine fürs Barnim-Stipendium
Wie in sechs beschrieben, sucht euch Wettbewerbe die vllt. im Rundensystem arbeiten, die aber nicht so bekannt sind (weniger Teilnehmer). Wenn ihr dann noch richtig gut darin seid, sammelt ihr bestimmt mit einem Wettbewerb um die 20 bis 25 Punkte ;-)

8.) Bewerbungsmappe macht professionellen Eindruck
Erstellt eine Bewerbungsmappe. Das macht einen besseren Eindruck, als die Blätter in einer Folie abzugeben. Denkt euch was aus, dass euch von anderen abhebt, aber seriös bleiben.

9.) Abgabetermin für das Barnim-Stipendium einhalten
Beeilt euch mit der Abgabe. Traditionell hat man nur zwei oder drei Wochen zu Schuljahresbeginn Zeit die Bewerbung beim Schulleiter abzugeben. Schiebt das also nicht so lange raus.

10.) Lebenslauf, Motivations- und Anschreiben
Wenn ihr noch Zeit habt, erstellt ruhig ein richtiges Anschreiben, warum ihr euch beworben habt und was ihr euch davon erhofft (Motivation). Ein tabellerarischer Lebenslauf mit Hobbys und Interessen wirkt sich auch auf keinen Fall negativ aus.

Viel Erfolg ;-)

Barnim-Stipendium Bewerbungsverfahren unzureichend

Im letzten Schuljahr habe ich gelesen, dass ich mich auch mit meinem Zeugnis der 13. Jahrgangsstufe für das Barnim-Stipendium bewerben kann. Das Barnim-Stipendium ist ein Leistungsstipendium für hervorragende außergewöhnliche Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Bewerben können sich alle Schüler bzw. Schulabgänger eines Gymnasiums, OSZ oder einer Gesamtschule mit Wohnsitz im Barnim, die eine Schule im Barnim besucht haben oder besuchen (bzw. eine Spezialschule mit naturwissenschaftlich technisch mathematischer Prägung außerhalb des Landkreises Barnim). Das Vergabeverfahren ist dabei an einigen Stellen verbesserungswürdig. So stellt sich die Frage, ob die Gymnasiasten mit Gesamtschülern und OSZler gleichermaßen konkurrieren. Bekanntlich sind die Anforderungen an Gymnasiasten eindeutig höher als an Gesamtschüler oder Schüler eines Oberstufenzentrum. Im letzten Jahr haben nur sechs Schüler (ausnahmslos Gymnasiasten) das Barnim Stipendium erhalten. Davor die Jahre waren es noch 20 (12 Gymnasiasten, 8 OSZler)!! Monatlich bekommen die Ausgezeichneten 150 Euro überwiesen.

Vor allem die Bewerbung mittels Bewertungsbogen für das Stipendium ist, sagen wir mal, suboptimal. Als erstes zählen dort die Unterrichtsleistungen relevanter Fächer. Relevant sind im Barnim sechs Komponenten. So dürfen aus den Fächern Biologie, Chemie und Physik zwei Noten eingebracht werden. Weiterhin sollen Noten für Mathematik, Informatik/Technik, Deutsch und Englisch eingebracht werden. Das besondere: Die Leistungskurse werden mit doppelter Bewertung ihrer Notenpunkte eingebracht. So bringt beispielsweise eine 1+ im Leistungskurs Mathe nicht 15, sondern 30 Punkte. In jedem dieser Fächer muss man mindestens 12 Punkte erreichen (also eine 2+), damit sie in die Bewertung einfließen. Alles darunter zählt nicht. Nicht nur, dass keinerlei musische Begabungen (Musik, Kunst), sportliche Leistungen oder gesellschaftliche Fächer (wie in etwa Erdkunde, Geschichte, Politische Bildung) einfließen machen das Verfahren zu einem naturwissenschaftlichen Wettstreit zahlenaddierender Begabter. Jetzt kommt jedoch zu den sechs Komponenten hinzu, dass man eine Mindestpunktzahl von insgesamt 96 Punkten erzielen muss. Jeder Bewerber, der diese Vorgabe nicht erfüllt, fliegt raus!!

Nach den Vorgaben des Landes Brandenburgs muss jedoch im Normalfall kein Schüler alle sechs Komponenten in der Sekundarstufe II belegen! Und das ist das interessanteste. In der Sekundarstufe II können sich die Schüler ihre Kurse/Fächer nach bestimmten Vorgaben selber zusammenstellen. Somit müssen Fächer, die einem nicht liegen, unter Umständen nicht mehr verpflichtend belegt werden. Das regelt die Gymnasiale-Oberstufe-Verordnung, kurz GOSTV, des Landes Brandenburg. Meine Ausführungen konzentrieren sich nur auf Gymnasien, nicht auf Gesamtschulen oder Oberstufenzentren. Zu Beginn der Einführungsphase (11. Jahrgangsstufe) müssen die Schüler ihre Kurse aus bestimmten Aufgabenfeldern wählen. So müssen die angehenden Abiturienten Deutsch, zwei Fremdsprachen und eines der drei Fächer Kunst, Musik oder Darstellendes Spiel belegen. Dieses dritte Fach kann nach der 12. Klasse abgewählt werden. Was heißt das fürs Barnim-Stipendium? Englisch ist keine Pflichtbelegung, so können als zwei Fremdsprachen auch Latein, Französisch, Russisch, Spanisch, usw. belegt werden!! Alle die kein Englisch haben, verlieren im schlimmsten Fall 15 Punkte!!!!! Das Aufgabenfeld II interessiert nicht, da es sowieso nicht in die Bewertung einfließt (bspw. mit Fächern wie Geschichte, Erdkunde oder politische Bildung). Im Aufgabenfeld III geht es um die Naturwissenschaften. Dort muss Mathematik, ein naturwissenschaftliches Fach (Biologie, Chemie, Physik) sowie eine weitere Naturwissenschaft (Biologie, Chemie, Physik) oder anderes Fach (bspw. Informatik, Technik) belegt werden. Auch hier liegt ein Kritikpunkt am Bewertungsbogen. Für dieses Aufgabenfeld sieht das Stipendium nämlich vier einzubringende Fächer (2 aus Chemie, Physik, Bio; dazu Info/Technik und Mathematik) vor, man muss als Schüler aber nur drei belegen!! In meinem Fall habe ich Mathematik (ist für jeden verpflichtend), Biologie (als erste Naturwissenschaft) und Informatik (als drittes Fach) belegt. Nun kommt aber auch noch hinzu, dass man im Normalfall eine Naturwissenschaft in der 13. abwählen kann! Somit würde bei manchen noch ein weiteres Fach rausfallen, beispielsweise Informatik. Damit fehlen drei von sechs Komponenten um die Mindestanforderung von 96 Punkten zu erreichen. Mit drei Fächern könnte man im besten Fall maximal 75 Punkte erreichen (2 Leistungskurse doppelt: 15x2x2 + 1 Grundkurs 15)! Nimmt man jetzt aber an, dass wenigstens Englisch als Fremdsprache belegt wurde, so fehlen nur zwei Komponenten. Im besten Fall wären dann 90 Punkte möglich, Bewerbung erneut ausgeschlossen (15x2x2+15+15). Dieser Fall ist für einen Schüler der 13. Jahrgangsstufe gar nicht so unwahrscheinlich. Der Schüler hat seine Möglichkeit wahrgenommen die zweite Naturwissenschaft abzuwählen, um sich voll auf das Abitur zu konzentrieren. Wählt man dieses Fach jedoch ab, fehlt immer noch eine Komponente, denn für die drei Fächer des Aufgabenfelds III (siehe oben) sind vier Komponenten vorgesehen. Schafft man jetzt eine Bewerbung, bei Nichtabwählen der zweiten Naturwissenschaft? Die Antwort ist ja, aber nur gerade so. Nehmen wir wieder den Bestfall (LK: 15x2x2=60; GK: 15+15+15=45), der bringt also 105 Punkte. Wir sehen, die Maximalzahl an Punkten (120) ist nur mit der Belegung eines weiteren naturwissenschaftlichen Faches zu schaffen!! Doch welcher Schüler macht das? Mehrbelastung im Abitur, wo das zweite Schulhalbjahr doch so kurz ist und auch das erste Halbjahr anstrengend ist (Vorprüfungen). In meinem Fall konnte ich mich trotz meines guten 1,3 Abis aufgrund dieser Minimumbegrenzung der angeblich relevanten Fächer nicht bewerben!

Im Teil B des Bewertungsbogen geht es um Schlüsselqualifikationen und Kompetenzen. 10 solcher Kompetenzen von Zielorientierung bis Abwägen von Risiken soll der Tutor oder Naturwissenschaftslehrer mit einer Skala von 1 (schlecht) bis 6 (sehr gut) bewerten. Jeder kann sich dazu seinen Teil denken… ;-)

Als letztes Kriterium (C) zählen Wettbewerbe. Dort heißt es: „Die Teilnahme an naturwissenschaftlich – technischen anerkannten Wettbewerben wird entsprechend der erreichten Ebene je Wettbewerb in der höchsten Ebene bewertet. Erfolge bei den entsprechenden Wettbewerben werden in der jeweils höchsten Ebene mit zusätzlichen Punkten bewertet.“ Wer sagt mir was diese anerkannten Wettbewerbe bitte sind? Bundesweite Wettbewerbe gibt es genug. Nur für die Teilnahme an diesen gibt es 15 Punkte, egal welcher Erfolg! Damit wird die Teilnahme an einem Wettbewerb mit dem Workload (Arbeitsaufwand) eines ganzen Schulhalbjahres gleichgesetzt. Schwer zu glauben, dass das so ist. :-) Man denke nur an Tests, Hausaufgaben, Vorträge, Unterrichtsvorbereitungen und Klausuren. Merkwürdig ist auch die Bewertung der Platzierung. Da gibt es für einen ersten Platz im Schulwettbewerb (mit vllt. nicht mal einer handvoll Konkurrenten) die gleichen Zusatzpunkte (1.-3. Platz drei Punkte; 4.-10. ein Punkt), wie für einen bundesweiten Wettbewerb (mit tausenden Konkurrenten). Auch dort sollte man nochmal etwas überdenken… Was ist eigentlich mit sportlichen Erfolgen, oder Erdkunde oder PB? Na ja…

Früher, als ich das Stipendium noch bekommen habe, konnte man noch besondere Kenntnisse/Fähigkeiten einbringen (soziales Engangement, Hobbies) und bekam dafür Punkte. Auch das gibt es nicht mehr. Neben dem Bewertungsbogen müssen Schüler nur die Urkunden bzw. Teilnahmebescheide der Wettbewerbe einreichen. Ein Lehrer darf euch dann noch als letztes einschätzen. Ob es dafür Punkte gibt, steht nirgends. Leider erhält man seine Unterlagen nicht zurück, man erfährt also nicht, wofür man jetzt wirklich Punkte bekommen hat (meine eigens errechnete Punktzahl weichte damals von der veröffentlichten doch sehr stark ab). Die Entscheidung zur Vergabe wird übrigens durch die Abgeordneten des Kreistages getroffen und das kann dauern. Mitunter kann man diese Bekanntgabe zuerst der Zeitung erfahren ;-) Die Unterlagen müssen schon zwei Wochen nach Schuljahresbeginn eingereicht werden (dieses Jahr bis zum 14. September). Die Entscheidung ging aber erst immer einige Monate später zu. Im letzten Jahr hatte man in der MOZ noch groß angekündigt in den nächsten großen Ferien, also eigentlich diesem Sommer, ein Treffen der ehemaligen Stipendiaten zu veranstalten. Auch dafür habe ich nie eine Einladung bekommen… Zusammen mit der Reduzierung der Ausgezeichneten, angeblich mangels Qualität, ist das doch sehr schade.

Hier gibt es 10 Tipps für alle zukünftigen Barnim-Stipendium Bewerber.

Wie unwissend sind User wirklich?

Unter diesem Thema gabs im Abakus SEO Forum vor ein, zwei Woche eine ganz nette Diskussion darüber, was der Otto-Normal-Internetsurfer eigentlich so über das Netz weiß.

Im ersten Posting ging es darum, wie viel User wissen, dass ein Google-Klick (AdWords) jemanden was kostet kann, was ein richtiger Onlineshop und was ein Affiliate-Shop ist, dass sie weitergeleitet wurden und dass gewisse Internetseiten nur zu Werbezwecken erstellt wurden. Die meisten Schätzungen lagen bei den vier Kategorien so um die 1-2%.

Darüber hinaus gab es für mich ganz interessante Posts über das Surfverhalten allgemein. So wissen die wenigsten, wie Google eigentlich Geld verdient. Fragt ihr dochmal eure Kollegen, Verwandten, Bekannten ;-) Die Antworten würden mich echt interessieren.

Selbst erfahrene User können sich kaum vorstellen, was alles im Hintergrund einer Webseite so abläuft. Dass sie sich darüber keine Gedanken machen ist wohl nachvollziehbar. Für jede Berufsgruppe gibt es bestimmte Experten, die sich mit Themen auseinandersetzen und Abläufe verstehen. Für den Internetuser ist es wichtig, die Informationen oder Dienstleistungen zu erhalten. Der Weg zum Ziel ist nebensächlich. Google profitiert davon der Wegweiser im Internet zu sein. Der normale Internetnutzer weiß, dass Google die erste Anlaufstelle im Web ist und er dort alles erfahren kann. Beschäftigt man sich jetzt aber beispielsweise mit AdSense & AdWords oder dem Theme Suchmaschinenoptimierung ändert sich das eigene Surfverhalten doch schon sehr stark. Man nimmt einzelne Punkte einfach mehr wahr. Früher habe ich bestimmt auch wie wild auf AdSense & Co. geklickt, doch jetzt weiß ich, dass das alles bezahlt ist und die Werbetreibenden Geld kostet. Irgendwie ein komisches Gefühl. Für ganz lustige Stories geht einfach mal in den entsprechenden Thread bei Abakus, da sind schon einige Schoten bei :-)

Bildblog mit erstem TV-Werbespot

Der Bildblog hat als erster deutscher Weblog einen eigenen TV-Werbespot produziert. Den 49 Sekunden langen Einspieler gibt es im Fernsehen zunächst auf MTV, Viva und Comedy Central zu sehen. Als Hauptdarsteller konnten Christoph Maria Herbst und Anke Engelke gewonnen werden, also zwei echte Größen in der deutschen TV-Landschaft. Schaut ihn euch einfach mal an, ich find ihn wirklich gut :-)

Mehr: bildblog.de

Heimspiel in Wembley!

„Wir haben ein Heimspiel in Wembley“ sangen die deutschen Fans im neuen Londoner Wembley-Stadion. Die deutsche (B-) Fußballnationalmannschaft gewinnt ihren Test gegen fast komplette Engländer mit 2:1. 11 Absagen musste das Team von Trainer „Jogi Löw“ verkraften, darunter, zum Teil verletzte, Spieler wie Ballack, Frings, Klose, Schweinsteiger, Podolski oder Gomez.

Nach etwa 10 starken Minuten der Engländer, die im Mittelfeld vor allem über Chelseas Joe Cole immer gefährlich waren, fiel das 1:0 durch Frank Lampard. Bis zur 20. hatten die Gastgeber weiterhin ein Übergewicht, die deutsche Elf mit zuviel Respekt und Abstand. Danach aber ein ganz anderes Bild. Die Deutschen spielten besser mit, störten den Gegner früher. Nach einem Patzer des englischen Keepers staubte Kurányi zum 1:1 ab. Kurz darauf war es Schalkes Christian Pander, der mit einem satten Linksschuss aus etwa 22 Meter den Führungstreffer nachlegte.

Mit einem 2:1 ging es dann auch in die Pause. Aus dieser kamen die Gäste zunächst ganz gut, doch Mitte der zweiten Hälfte erspielten sich die Engländer einige hochkarätige Torchancen, die jedoch alle kläglich vergeben wurden. Die Deutschen konnten den Vorsprung dann aber letztendlich gegen enttäuschende Engländer über die Zeit bringen. Ein verdienter Erfolg für die junge und neu zusammengeworfene Truppe!

Die deutsche Basketballnationalmannschaft spielte unterdessen zur gleichen Zeit einen Test in Valencia gegen den Weltmeister Spanien und verlor nach drei guten Vierteln am Ende deutlich mit 77:61 (Nowitzki mit 5/19 aus dem Feld…).

DBB-Auswahl siegt klar gegen China

Nicht mehr als ein guter Sparringspartner war die chinesische Nationalmannschaft heute für das deutsche Basketballnationalteam. Ohne ihren NBA-Superstar Yao Ming von den Houston Rockets (Schulterverletzung) lag man schon nach vier Minuten mit 10 Punkten hinten. Einzige Lichtblicke bei den Asiaten waren der ehemalige NBA-Spieler Wang Zhizhi (Dallas Mavericks) und Yi Jianlian (Milwaukee Bucks). Dirk Bauermann wechselte eifrig durch und gab allen Spielern Einsatzzeit. Im vornerein wurden Nino Garris (DeutscheBank Skyliners Frankfurt) und Kirsten Zöllner (ebenfalls Frankfurt) aus dem 16-Mann Kader gecuttet. Bis zur EM Anfang September wird es noch zwei weitere Spieler erwischen.

Die Color Line Arena in Hamburg war mit 10.433 Zuschauer nicht ganz ausverkauft, aber für ein Basketballspiel gut gefüllt. Auf deutscher Seite wurde zwar Dirk Nowitzki mit 17 Punkten bester Werfer, jedoch war zu merken, dass seine Teamkollegen ihn nicht permanent suchten. „Alba-Rückkehrer“ Patrick Femerling und Mithat Demirel erzielten als einzige Deutschen keine Punkte.

Gut gefallen hat mir Steffen Hamann, der energisch zum Korb gegangen ist. Sein Mittel- und Ferndistanzwurf hat er ja schon seit der letzten Saison erheblich verbessert, was ihn zur klaren Nummer Eins auf der PG-Position für die EM in Spanien macht. In der ersten Hälfte spielte „Joe“ Herber von Alba selbstbewusst auf (8 Punkte). Am Ende war es dann Julian Sensley (12) über den einige gute Aktionen liefen. Aber auch Sven Schultze, Pascal Roller und der zu Beginn sehr treffsichere Demond Greene haben ihren Job gut gemacht. Neben dem etwas enttäuschenden Femerling (gutes Passing und Defense, aber zu viele TO und vergebene Würfe) war für mich Jan-Hendrik Jagla der Pechvogel des Abends. Zwar konnte er zum Ende noch punkten, doch hatte er mit dem chinesischen Schiri seinen Freund gefunden (5 Fouls).

Alles in allem präsentierte sich die deutsche Mannschaft gut eingespielt und wird hoffentlich auch in der zweiten Partie gegen die Chinesen am Sonntag in Mannheim überzeugen.