Browsing MonthOktober 2007

Pagerank Downgrade und Update

Was war das nur für eine SEO- und Google-Panikwoche. Als erstes die große PageRank-Abstrafung, auf neudeutsch Downgrade, großer Seiten wie Die Zeit, Chip.de oder Brigitte.de. Die SEOs haben die Ursache schnell gefunden: Google geht stärker gegen Linkverkauf und Manipulation der SERPs vor. Seiten, die mit dem grünen Balken von Google viel Geld verdient haben, wurden abgestraft und zwar an der empfindlichsten Stelle.

Marktplätze für Ein- und Verkauf von Links, wie Linklift oder Teliad, müssten aber nur mal ihr Konzept überarbeiten und mehr Wert auf andere Linkfaktoren, als den PR, legen, dann würde die Aktion auch verpuffen… Bisher brauchte man immer einen PageRank von 3 um beim Linkverkauf der eben genannten Anbieter mitmischen zu können. Google bastelt wohl aktuell an einem Algorithmus um solche Links automatisch zu erkennen, was für mich aussichtlos scheint. Woran soll Google denn erkennen, dass ein Link freiwillig oder für ein Entgeld gesetzt wurde? Es ist einfach nicht möglich, dies 100 % sicher zu sagen. In Zukunft werden die Links einfach weiter im Content untergebracht, was die ganze Sache noch schwieriger macht.

Big G sitzt wohl immer am kürzeren Ende, es sei denn sie erfinden das Internet neu. Bei all dem Einfluss, gar nicht mal so unwahrscheinlich ;-) Vor allem Blogs bekamen die Abstrafung zu spüren, besonders die Trigami-Blogger. Auswirkungen auf die Positionierung in den Suchergebnissen soll die Aktion von Google wohl nicht gehabt haben. Wer sich weiter darüber informieren möchte, sollte sich in der SEO-Szene einfach mal umschauen, dort wurde ausführlich berichtet (z.B. bei Sistrix).

Kurze Zeit später lief dann das eigentliche und langersehnte PR-Update an. Einige Blogs haben ihren alten, zuvor heruntergesetzten, Wert kurioserweise zurückerhalten. Das soll mal einer verstehen. Bei meinen Projekten hat sich bisher überhaupt nichts getan.

Ohne Twix Mars

Meine vierte Woche AGA ist vorbei und ich muss sagen, so langsam gewöhnt man sich an sein Leben als Soldat/Rekrut. So habe ich gelernt, wann man was machen darf und wann eben nicht. Meldungen laufen intuitiv ab, gewisse Verhaltensweisen auch. Montag bin ich wegen meiner Sprunggelenksverletzung zum Arzt, der hat mich auch gleich MS geschrieben (marsch- und sportbefreit). So durfte ich das Leben eines halben „MSG“lers/Innendienstler genießen ;-)

Ansonsten hatten wir die Woche viele Unterrichte. „Highlight“ der Woche war der Geländetag am Mittwoch. Dort hatten wir unsere Ausbildung im Alarmposten (Ablösegespräch LANGEMARK) und Feuerkampf. Dann haben wir unseren Platz der Gruppe hergerichtet und uns natürlich professionell im Gesicht und am Helm getarnt :-) Den Marsch zurück (ca. 9 km) musste ich nicht mitmachen.

Ansonsten war die Woche noch Blutabnahme, Ausbildung am Kompass/Karte, Wahl der Vertrauensperson und Orgazeit am Freitag. Nächste Woche wird es dann schon anstrengender. So haben wir am Dienstag wieder ein Golden Goal (Zusammensetzen & Zerlegen des G36), wir bekommen unsere Ausbildung am MG mit Schießen im AGSHP und am Donnerstag steht der nächste Geländetag an. So eine verhältnismäßige ruhige Woche werden wir wohl mit Blick auf den Dienstplan vorerst nicht mehr in der AGA haben…

Upload-Magazin für digitales Publizieren

Bei Robert Basic bin ich eben auf das Upload Magazin gestoßen. Initiator und Autor Jan Tißler erklärt sein „Mag“ so: „Bei UPLOAD dreht sich alles um Weblogs, Podcasts, Wikis, PDF-Magazine und andere Möglichkeiten, Inhalte und Werke digital zu verbreiten.“ Die erste Ausgabe erschien im Juni diesen Jahres, alle drei Monate kommt eine neue. Gerade habe ich mir die zweite Ausgabe durchgelesen und muss sagen, dass das Upload-Magazin sehr interessant aufgebaut ist. Diesmal geht es ums Geldverdienen im Internet, speziell mit Blogs und Podcasts. Dazu werden rechtliche Fragen erörtert und Diskussionen angeregt. Ganz Web 2.0 like gibt es neben der PDF-Ausgabe natürlich einen Blog, ein Forum und einen Podcast. Das PDF ist wirklich gut designt, lässt sich wunderbar lesen und strotzt nur vor gut recherchierten Artikeln. Um die Ausgaben online kostenlos zu beziehen, ist eine Registrierung auf dem WordPress-Blog nötig.

Der große AdScale-Test: TKP-Bannervermarktung

Nachdem ich kurz vor meiner Einberufung die Vermarktungs-Plattform AdShopping getestet habe bzw. immernoch teste, bin ich nun auch bei AdScale angemeldet. Auch AdScale ist ein deutscher Ableger von AdBrite und konzentriert sich im Gegensatz zu AdShopping vor allem auf die Vermarktung von Bannern. Die Systeme an sich ähneln schon sehr stark. Leider habe ich bei beiden noch keine Kunden für die SSV Lok Bernau FanPage akquirieren können. Ich lasse das auch nur im Hintergrund als Alternative laufen. Die TKP-Preise kann man selber festlegen, draufgeschlagen wird eine Provision. AdScale macht für mich aber noch einen Beta-Eindruck. Derzeit sind etwa 200 Webseiten verschiedener Reichweiten angemeldet. Bei Technik und Statistik hapert es noch ordentlich. Es bleibt abzuwarten, ob mit AdScale endlich mal jemand die Vermarktung von Werbeflächen am deutschen Markt ankurbeln kann.

Problem bei der Sache ist wohl, dass nicht genügend Advertiser oder Merchants bei AdScale zur Verfügung stehen. Das heißt, es ist wirklich nur ein Marktplatz und kein Vermarkter im eigentlichen Sinne. Es werden somit nur Angebote gelistet, AdScale tritt lediglich als Vermittler zwischen Publisher und Advertiser auf. Wenn es AdScale jedoch schaffen würde, aktiv selber große Werbetreibende zu gewinnen und diese ihre Anzeigen auf den Publisher-Seiten schalten, könnte das was werden. So könnte beispielsweise ein Advertiser kommen, der ein Werbebudget festlegt und die Einblendungen auf mehrere Seiten bspw. zielgruppenspezifisch verteilt werden. Sollte das einmal der Fall sein, könnte sich die Geschichte ganz positiv entwickeln.

Mich interessieren nämlich vor allem TKP-Kampagnen und nicht die leider üblichen CPC-Kampagnen, die man von AdSense oder auch anderen Affiliate-Programmen her kennt. Es stellt sich für mich die Frage, warum für kleine Seiten diese Werbeform fast verschwunden ist. Der Werbemarkt ist in solchen Größenordnungen leider vollständig CPC oder leadbasiert. Dabei bietet die Abrechnung nach tausender Kontakte doch schon sehr gute Möglichkeiten des Brandings. Alle andere Werbeformen sind für mich reinste Abzocke. Der User sieht die Banner und den Namen des Anbieters ungeachtet von einem Klick. Später ist er in der Lage die URL selbständig einzutippen, da sich in seinem Kopf die Marke gebrandet hat. Die Abrechnung nach TKP ist transparent und zuverlässig, wenn man einige Feinheiten beachtet (Stichwort Reloadsperre). Als nächste Alternativen werde ich in den nächsten Wochen vielleicht mal DoubleClick und Contaxe ausprobieren.

Klar zum Gefecht, Ziel selbständig bekämpfen

Bei der Bundeswehr gibt es ja bekanntlich viele Abkürzungen, Meldungen und schicke Befehle. Gar nicht so leicht, sich da zurecht zu finden. In der Überschrift stehen die beiden wichtigsten aus meiner letzten Woche. Wir hatten nämlich ein Schießbiwak. Was das ist? Nun ja, primär ging es darum, in den vier Tagen Biwak an zwei Tagen die Übungen S5 und S9 mit dem G36 zu schießen und zu bestehen.

Nach nur einer Nacht im Zelt verlegte unser KpChef (Kompanie-Chef) in eine benachbarte Kaserne… Noch am Sonntag hatte ich jedoch auf der Stube gemäß Stubenmappe meinen Kampfrucksack verpackt, dann ging es morgens mit dem Bus zum Biwakplatz. Dort haben wir gleich die Zwei-Mann-Zelte aufgebaut und ein Tarnnetz drübergelegt. Danach folgten Ausbildungen in Bewegungsarten, Entfaltungsarten und dem Tarnen & Täuschen (mit Schminke und Helmtarnung). Der spannendste Teil des Montages war wohl der Abend, nachdem es schnell richtig dunkel wurde. Essen und bettfertig machen auf kleinstem Raum, wenn man auch gar nichts sieht. Im Gegensatz zu einem richtigen Biwak konnten wir um 20 Uhr in die Zelte und dort dann auch versuchen zu schlafen. Normalerweise müssen wir Soldaten natürlich abwechselnd Wache schieben und kommen höchstens auf zwei bis drei Stunden Schlaf.

Am Dienstag marschierten wir dann in der Früh zur Schießanlage, das waren etwa fünf bis sechs Kilometer mit voller Ausrüstung (Rucksack, Koppel, Gewehr). Ich musste zunächst mit meinem neuen Gewehr die S1 schießen, um meinen neuen Haltepunkt zu ermitteln. Danach war nochmal Parallelausbildung dran, ehe es am Nachmittag zum S5-Schießen ging. Dieses bestand aus drei Phasen. Mit 15 Schuss (pro Phase fünf) mussten wir zunächst stehend abgelegt auf dem Mauerrest schießen, danach liegend und dann stehend freihändig. Mir bereitete das Liegen Problemchen, beim zweiten Versuch klappte es aber. Danach verlegten wir, wie gesagt, in die Kaserne. Endlich schön warm duschen ;-)

Am nächsten Tag marschierten wir wieder zum Truppenübungsplatz, um die S9 zu schießen. Die hatte vier Phasen und wurde auch als Wertungsübung geschossen. Sprich wir können bei entsprechenden späteren Erfolgen mit der Pistole und dem MG eine Schützenschnur erhalten. Im zweiten Anlauf hatte ich dann Bronze geschossen (im ersten Anlauf, zwar bestanden, jedoch keine Farbe), aber keine weitere Möglichkeit mich zu verbessern.

Donnerstag war dann Block-Fluten angesagt. Die Stuben, sanitären Einrichtungen und Flure wurden gereinigt. Danach gabs noch eine kurze Ausbildung zum Thema 6-Mann-Zelt und dann Mittagessen, ehe wir in Richtung Heimat mit dem Bus reisten. An unserem „Friedensstandort“ angelangt, war Auspacken und Reinigen der Ausrüstung angesagt (erst die Waffe, dann die Ausrüstung, dann der Soldat).

Freitags dann das gleiche Bild, Spind auf Vordermann bringen, Waffenreinigen und Dienstschluss. Fazit der Woche: Mehr und mehr gewöhnt man sich als Rekrut an sein militärisches Leben. Die fünf Tage waren jedoch auch nicht all zu hart. Mal sehen, was mich nächste Woche erwartet ;-)

Wochen aufarbeiten

Bekanntlich ist meine zweite Woche bei der Bundeswehr vorbei. Höhepunkt dabei das erste scharfe Schießen mit dem G36 am Freitag. Die S1 und S3 habe ich bestanden, letztere zwar mit einigen Schwierigkeiten, aber egal. „Lustig“ dabei: Mein Gewehr war völlig dejustiert. Geschossen habe ich dann mit Ausbilderwaffen. Nächste Woche gehts von Montag bis Donnerstag ins erste Biwak. Dann sollen die S5 und S9 geschossen werden. Dann fehlt nur noch die P1-Übung S2 und das Schießen ist durch. Na ja, alles ganz schön anstrengend.

Einigen Tränen verdrückte ich beim Blick auf mein ersten überwiesenen Wehrsold. So bekomme ich nicht mal 300 Euro, was ich verwunderlich finde. Zu den 222,30 Euro Wehrsold müssten eigentlich noch Verpflegungsgeld von 72 Euro, die Erstattung meiner Antrittsfahrt (10,20 Euro) und Mobilitätszuschlag (circa 40 Euro pro Monat) bezahlt werden. Also fast 350 Euro, hmm.

Fußball wurde heute auch noch gespielt. Wir haben auswärts 2:0 gewonnen, in der 20. Minute musste ich verletzt vom Platz. Jetzt kühle ich meinen Knöchel, damit ich nächste Woche auch fit für die Bundeswehr bin. Sind halt wichtige fünf Tage, an denen ich teilnehmen sollte. Zu anderer Zeit hätt ich mich wohl „neukrank“ gemeldet und eine „MSG“ bekommen. Jetzt gehts halt nicht.

Meine erste Woche bei der Bundeswehr

So, die ersten fünf Tage meines Grundwehrdienstes sind um und viele Eindrücke haben mich fast „erschlagen“. Am Montag standen für den gesamten Tag Vor- und Hauptuntersuchungen, sprich eine weitere Musterung, an (Zahnarzt, Hör- und Sehtest, Blutdruck, Puls, …). Abends wurden wir von unserem Kompaniechef begrüßt, danach ging es ab ins Bett. Am nächsten Tag wurden wir komplett eingekleidet. Mittwoch gab es den ganzen Tag Unterricht zu den verschiedensten Themen und Donnerstag erhielten wir unser G36. Dieses Gewehr wird uns jetzt 3 Wochen lang permanent begleiten (selbst auf dem Klo). Freitag war dann Zerlegen und Zusammensetzen angesagt.

Das Essen ist in Ordnung, Problem ist nur, man hat sehr wenig Zeit dafür (nicht selten weniger als 10 Minuten). An das Marschieren und viele Stehen habe ich mich auch schon gewöhnt. Spinde sind eingeräumt, Betten müssen gemacht werden, Meldungen gegenüber Vorgesetzten gegeben werden und natürlich gibt es auch Frühsport.

Ist schon was anderes, wenn man nur Befehle bekommt und diese ausführt. Runterschlucken und Machen ist angesagt. Man muss über die Sachen bzw. den Sinn einfach nicht nachdenken. Ein paar Anschnautzer habe ich auch schon bekommen, was den Umgang mit dem G36 angeht. Da muss ich beim Zerlegen, Zusammensetzen und Reinigen noch gewissenhafter sein ;-)

Am Dienstag nächste Woche schreiben wir unseren ersten Test (sogenanntes Golden Goal). Wer nicht besteht, muss an einem Freitag um 15 Uhr nachschreiben (wenn die anderen schon zu Hause sind). Außerdem steht nächste Woche intensive Waffenausbildung an, am Freitag gibts das erste scharfe Schießen (mit echter Munition). Darauf die Woche ist das erste Biwak.