Basketball-EM: Spanien eine Nummer zu groß

Die deutschen Basketballer sind im Viertelfinale der Basketball-EM 2007 gegen Gastgeber und Weltmeister Spanien nach einer 55:83 Niederlage ausgeschieden. Gegen den haushohen Favoriten, mit fünf NBA-Spielern gespickt, konnte man bis zur 15. Minute (24:26) mithalten, danach gab es einen 14:3-Lauf und das Spiel war quasi entschieden. Die Südeuropäer überzeugten mit der wohl besten Teamdefense der Welt. Offensiv war jeder Spanier gefährlich, das Team ist einfach ausgeglichener besetzt. So erzielte NBA-Superstar Pau Gasol nur 7 Punkte, Femerling verteidigte ihn gut. Gegen den überragenden Aufbauspieler Jose Manuel Calderon (17 Punkte) von den Toronto Raptors konnte aber kein Deutscher mithalten. Weiterhin punkteten bei den Spaniern Rudy Fernandez (12), Juan Carlos Navarro (12) und Marc Gasol (10) zweistellig. Alle Spieler der Gastgeber konnten punkten. Auf deutscher Seite spielte Nowitzki nach der Hälfte nicht mehr viel. Er kam auf 11 Punkte, seine Wurfquote lag bei 40 %. Die deutsche „Entdeckung“ der EM ist aber zweifelsohne Jan-Hendrik Jagla. Der Bigman kam auf 10 Punkte und 7 Rebounds. Nächste und übernächste Saison wird er ja für Joventut Badalona in Spanien auflaufen. Enttäuschend bei den Deutschen sicherlich die Auftritte von Demond Greene (0 Punkte), Ademola Okulaja (2/11 aus dem Feld, 5 Turnovers) und Steffen Hamann (1/7). Dagegen machte die Socke (Patrick Femerling) acht Punkte und wusste in der ersten Hälfte zu gefallen.

Heute überträgt das DSF das Viertelfinale Kroatien gegen Litauen (18.45 Uhr). Die deutschen Basketballer spielen in der Platzierungsrunde zunächst am Samstag vorraussichtlich um 14 Uhr gegen den Verlierer der Partie Slowenien – Griechenland. Sollte man dieses erste Platzierungsspiel gewinnen, wäre man beim Qualiturnier für Olympia im Juli 2008 dabei. Wenn nicht muss man das Spiel danach gewinnen, denn Platz 7 ermöglicht die Teilnahme am Peking-Vorausscheid. Das DSF überträgt übrigens auch beide Halbfinal-Spiele am Samstag (19 Uhr und 21.30 Uhr).