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Deutschland überrollt die Türkei, heute gegen Litauen

Gestern Abend hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft gegen die Türken ein wahres Basketball-Feuerwerk abgebrannt. Mit 30 Punkten (79:49) nahm man die Truppe von Trainer Bogdan Tanjevic förmlich auseinander. Im Gegensatz zum Tschechien-Spiel präsentierten sich die Deutschen offensiv als Team. Defensiv machten sie den Türken das Leben schwer, die aber auch gar nichts trafen (30 % Wurfquote, 50 % von der FW-Linie). NBA-Akteur Mehmet Okur (Utah Jazz) und Flügel Ibrahim Kutluay wurden sehr gut abgemeldet.

Buschi hat wieder exzellent kommentiert, die Türkei hat sich wirklich überhaupt nicht als Mannschaft präsentiert. Die NBA-Stars kriegen ne Extra-Wurst gebacken (fahren nicht im Mannschaftsbus, sondern haben einen privaten Chauffeur), bei Deutschland mit Nowitzki undenkbar. Der war übrigens wieder mit 24 Punkten Topscorer, dazu kam ne gute Quote von 47 %. Ebenfalls zweistellig punkteten Ademola Okulaja (13) und Demond Greene (10). Für mich machte Jan-Hendrik Jagla ein sehr starkes Spiel (8 Punkte, darunter zwei richtig geile Dreier). Defensiv ohne Superstar-Bonus hat er halt viele Fouls bekommen. Dirk Bauermann setzte alle 12 deutsche Spieler ein, nur Guido Grünheid erzielte keinen Punkt.

Jetzt geht es gleich gegen Litauen, die bisher souverän beide Vorrundenspiele in der Gruppe C gewinnen konnten. Die Deutschen sind schon sicher in der Zwischenrunde, können aber mit einem Sieg Gruppenerster werden. Das würd gegen die Litauer aber richtig schwer. Mit Linas Kleiza (Denver Nuggets), Sarunas Jasikevicius (Golden State Warriors) und Darius Songaila (Washington Wizards) spielen gleich drei in der NBA. Auch der Rest spielt auf absolutem europäischen Spitzenniveau. Ebenfalls dabei ist Rimantas Kaukenas, der früher für die Telekom Baskets Bonn in der BBL spielte.

ZDF-Mediathek Armes Basketball-Deutschland

Eben habe ich mal nach Berichten zum gestrigen Spiel der deutschen Basketballer gegen Tschechien gegoogelt. Hintergrund war, dass ich schauen wollte, ob mein Blogeintrag von gestern Abend zufällig schon indexiert ist. Leider nicht ;-) Aber ich fand einen Link zur ZDF-Mediathek, der wiederum den EM-Kader vorstellen sollte. Doch selbst bei der Basketball-Nationalmannschaft bekommen es die (gutbezahlten) Damen und Herren vom Fernsehen nicht mal hin, die richtigen Namen unter die Bilder zu bekommen. Da wird ein Steffen Hamann als Mithat Demirel ausgegeben. Kurioser der Untertitel bei Dirk Bauermann. Seit 2003 ist er Basketball-Bundestrainer und soll 1995 bei der EM mit der deutschen Nationalmannschaft Zweiter geworden sein. Das soll mir mal einer erklären :-) Ein Lob bekommt das ZDF für Stephen Arigbabu. Den nachnominierten Bigman sieht man zwar nur im ALBA-Trikot (er spielte dort übrigens 2005/06!!), aber wenigstens ist er überhaupt dabei. Da kann man es auch noch verkraften, dass sein eigener Arbeitgeber Olympia Larisa falsch geschrieben wurde (Olimpia Larissa).

Schwer erkämpfter Sieg gegen Tschechien

Heute war ja bekanntermaßen der Auftakt der Basketball Europameisterschaft 2007 in Spanien. Für die deutschen Basketballer um NBA-Superstar Dirk Nowitzki ging es in Palma de Mallorca gegen den Außenseiter der Gruppe C, die Tschechische Republik. Entgegen der allgemeinen Erwartungen spielten die deutschen Nachbarn exzellent mit und lagen bis in das dritte Viertel hinein vorne, teilweise sogar mit 8 Punkten. Bei den deutschen Korbjägern lief wenig zusammen. Neben Nowitzki (insgesamt mit 35 Punkten und 11 Rebounds) tat sich bis dato keine zweite verlässliche Scoringoption auf. Selbst Ademolo Okulaja war mit 1/6 von der Freiwurflinie, zumindestes von dort, nicht in Normalform (insgesamt 13 Punkte für ihn). Dagegen überzeugte der viel gescholtene Mithat Demirel (derzeit vereinslos) mit 18 Punkten. Er wurde zweitbester Werfer der deutschen Mannschaft und sicherte in der Verlängerung mit seinen Freiwürfen den Sieg (83:78). Bei den Tschechen überzeugte neben dem ehemaligen NBA-Spieler Jiri Welsch (22 Punkte, 5. Foul im 4. Viertel) das gesamte Team (und natürlich Lubos Barton).

Morgen geht es für die deutschen Basketballer um 20.15 Uhr gegen die Türkei um die NBA-Stars Mehmet Okur (Utah Jazz) und Hidayet Türkoglu (Orlando Magic). Im Gegensatz zu den Tschechen sind die Qualitäten der Türken bekannt. Die Starting 5 besteht ausnahmslos aus europäischen Topspielern (Ersan Ilyasova, Ibrahim Kutluay, Kaya Peker). Trotz der Nichtberücksichtigung weiterer Eurostars werden die Türken schon eine ganz andere Nuss für die Deutschen werden, auch noch nach der heutigen Niederlage gegen die Litauer (69:85).

Heimspiel in Wembley!

„Wir haben ein Heimspiel in Wembley“ sangen die deutschen Fans im neuen Londoner Wembley-Stadion. Die deutsche (B-) Fußballnationalmannschaft gewinnt ihren Test gegen fast komplette Engländer mit 2:1. 11 Absagen musste das Team von Trainer „Jogi Löw“ verkraften, darunter, zum Teil verletzte, Spieler wie Ballack, Frings, Klose, Schweinsteiger, Podolski oder Gomez.

Nach etwa 10 starken Minuten der Engländer, die im Mittelfeld vor allem über Chelseas Joe Cole immer gefährlich waren, fiel das 1:0 durch Frank Lampard. Bis zur 20. hatten die Gastgeber weiterhin ein Übergewicht, die deutsche Elf mit zuviel Respekt und Abstand. Danach aber ein ganz anderes Bild. Die Deutschen spielten besser mit, störten den Gegner früher. Nach einem Patzer des englischen Keepers staubte Kurányi zum 1:1 ab. Kurz darauf war es Schalkes Christian Pander, der mit einem satten Linksschuss aus etwa 22 Meter den Führungstreffer nachlegte.

Mit einem 2:1 ging es dann auch in die Pause. Aus dieser kamen die Gäste zunächst ganz gut, doch Mitte der zweiten Hälfte erspielten sich die Engländer einige hochkarätige Torchancen, die jedoch alle kläglich vergeben wurden. Die Deutschen konnten den Vorsprung dann aber letztendlich gegen enttäuschende Engländer über die Zeit bringen. Ein verdienter Erfolg für die junge und neu zusammengeworfene Truppe!

Die deutsche Basketballnationalmannschaft spielte unterdessen zur gleichen Zeit einen Test in Valencia gegen den Weltmeister Spanien und verlor nach drei guten Vierteln am Ende deutlich mit 77:61 (Nowitzki mit 5/19 aus dem Feld…).

DBB-Auswahl siegt klar gegen China

Nicht mehr als ein guter Sparringspartner war die chinesische Nationalmannschaft heute für das deutsche Basketballnationalteam. Ohne ihren NBA-Superstar Yao Ming von den Houston Rockets (Schulterverletzung) lag man schon nach vier Minuten mit 10 Punkten hinten. Einzige Lichtblicke bei den Asiaten waren der ehemalige NBA-Spieler Wang Zhizhi (Dallas Mavericks) und Yi Jianlian (Milwaukee Bucks). Dirk Bauermann wechselte eifrig durch und gab allen Spielern Einsatzzeit. Im vornerein wurden Nino Garris (DeutscheBank Skyliners Frankfurt) und Kirsten Zöllner (ebenfalls Frankfurt) aus dem 16-Mann Kader gecuttet. Bis zur EM Anfang September wird es noch zwei weitere Spieler erwischen.

Die Color Line Arena in Hamburg war mit 10.433 Zuschauer nicht ganz ausverkauft, aber für ein Basketballspiel gut gefüllt. Auf deutscher Seite wurde zwar Dirk Nowitzki mit 17 Punkten bester Werfer, jedoch war zu merken, dass seine Teamkollegen ihn nicht permanent suchten. „Alba-Rückkehrer“ Patrick Femerling und Mithat Demirel erzielten als einzige Deutschen keine Punkte.

Gut gefallen hat mir Steffen Hamann, der energisch zum Korb gegangen ist. Sein Mittel- und Ferndistanzwurf hat er ja schon seit der letzten Saison erheblich verbessert, was ihn zur klaren Nummer Eins auf der PG-Position für die EM in Spanien macht. In der ersten Hälfte spielte „Joe“ Herber von Alba selbstbewusst auf (8 Punkte). Am Ende war es dann Julian Sensley (12) über den einige gute Aktionen liefen. Aber auch Sven Schultze, Pascal Roller und der zu Beginn sehr treffsichere Demond Greene haben ihren Job gut gemacht. Neben dem etwas enttäuschenden Femerling (gutes Passing und Defense, aber zu viele TO und vergebene Würfe) war für mich Jan-Hendrik Jagla der Pechvogel des Abends. Zwar konnte er zum Ende noch punkten, doch hatte er mit dem chinesischen Schiri seinen Freund gefunden (5 Fouls).

Alles in allem präsentierte sich die deutsche Mannschaft gut eingespielt und wird hoffentlich auch in der zweiten Partie gegen die Chinesen am Sonntag in Mannheim überzeugen.