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Zweimal Wache und Divisionsübergabe

Gleich zwo Mal hatte ich diese Woche Wache. Los ging es am Dienstag, also einen Tag nach Ostermontag. Der erste Wachdienst war jetzt nicht so spannend. Wie immer habe ich nur wenig schlafen können, abwechselnd mussten wir nämlich Streife laufen und Torposten stehen. Dazu hatte ich noch eine so beischeidene Einteilung, dass ich insgesamt nur zwei Stunden pennen konnte. Am Mittwoch war dann nach der Übergabe an die neue Mannschaft Wachnachbereitung bis Mittag angesagt. Also duschen, Spind einräumen, sauber machen, usw. Danach gabs für mich keine neuen Aufträge, da ich aus der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe gestrichen wurde.

Das haben dann die zu uns neu versetzten Gefreiten gemacht, die noch nicht für Wache eingetragen sind. Somit musste ich auch meinen Dienst am Freitag antreten. Da hatte ich nämlich gehofft, den durch den Appell nicht machen zu müssen. Was solls. Den Mittwoch und Donnerstag habe ich dann genutzt, um meinen Schlaf nachzuholen. Nebenbei waren wir noch einkaufen und haben einen Abend auch mal Fußball auf dem Sportplatz gezockt. Gestern ging es dann wieder morgens zur Wache runter und rein in den Wachdienst, der übrigens etwa 27 Stunden dauert (mit Antreten, Belehrung, Vergatterung, usw.). Dieser war spannender, da mal ein bisschen was passiert ist. :-) Ansonsten bleibt zu sagen: Wieder viel zu wenig geschlafen (wenns hochkommt drei Stunden).

Heute hieß es dann flinke Füße. Gleich nach Ende des Wachdienst sind wir hoch ins Kompaniegebäude, die Sachen für zu Hause hatte ich schon vorgepackt, und fertig machen zur Heimfahrt. Netterweise wurde ich zum Bahnhof gefahren und musste so nicht laufen. Kurz nach 12 Uhr war ich in Bernau, dann gings schnell nach Hause, Sachen auspacken, Sportsachen einpacken und ab in Richtung Sportplatz zum Treff. :-)

Btw: Ab nächster Woche sind wir auf Stube wieder voll belegt, da die Fahrschüler zurückkommen und wir jetzt noch einen KzH-Rückkehrer begrüßen dürfen. Somit wird es die letzten drei Monate noch mal schön kuschelig. Leider war der Dienstplan für nächste Woche noch nicht ausgehangen, somit weiß ich auch gar nicht, was so für uns ansteht. Ich denke aber, dass die neuen Gefreiten mit ihrer DPA anfangen werden. Zumal in den nächsten Tagen auch der Quartalsplan ausgehangen werden sollte.

Vitalfunktionen aufrechterhalten

Das war die Devise der letzten Kasernen-Woche. Bis auf Montag und Dienstag hatten wir, das waren acht Leute in meinem Zug (der Rest hatte Urlaub), eigentlich sehr viel Leerlauf. Es gab eigentlich immer kleinere Aufträge, so durften wir mal wieder Hallen ausfegen, Tore abschleifen, LKWs entladen und all das machen, was halt noch so anfiel. Sport haben wir einmal am Montag Nachmittag gemacht. Da durften wir sogar selbständig laufen oder in die Muckibude gehen. Ansonsten haben wir halt ziemlich viel Zeit auf Stube verbracht, was ich aber nicht sonderbar schlimm fand. Notebook und andere technische Geräte (TV) waren aber natürlich verboten. So habe ich viel gelesen und Radio gehört (ja, das war erlaubt ;-) ). Als Highlight der Woche würde ich mal den OG-Abschied am Dienstagabend und die Fahrt in die Therme am Mittwoch bezeichnen. Das war mal Abwechslung und hat mir wirklich gefallen.

Die nächste Woche wird dann aber wieder anstrengender, das ging aus dem Abschlussantreten hervor. Von Dienstag auf Mittwoch habe ich Wache, danach gehts los mit Formaldienst für die Divisionsübergabe. Da weiß ich aber nicht mal, ob ich dabei bin, da ich immer noch für Freitag als Wachsoldat eingetragen bin… Das würde auch wegen Fußball am Samstag knapp werden. Mal schauen, ich hoffe das noch tauschen zu können. Gleichzeitig ist das Quartal ja zu Ende und nachdem die W9er mit DZE schon letzten Donnerstag raus sind, kommen jetzt die neuen Gefreiten.

Beifahrer und Zugübergabe vollzogen

Auch diese Bund-Woche ist schnell zusammengefasst. Genau wie in der letzten ging es darum, den Zug und sein Material für die Übergabe vorzubereiten. Heute war dann der große Tag: Unser neuer Zugführer, ein Oberleutnant, hat uns im Rahmen eines Kompanieantretens offiziell übernommen. Das Abschlussantreten artete deswegen ganz schön aus (über 30 Minuten).

Die Woche begann mit Sport. Dazu sind wir im Zugrahmen raus aus der Kaserne. Insgesamt waren wir fast eine Stunde unterwegs. Danach war Nachbereitung angesagt. In den Hallen haben wir letzte Vorbereitungen getroffen. Auch am Dienstag ging es wieder ans Material, LKWs wurden umgeparkt, Hallen gefegt, usw. Nachmittags durfte ich dann Beifahrer spielen. Die Fahrzeuge mussten in die Waschstraße. Am nächsten Tag gehörte ich zur örtlichen Putzkolonne. Gestern war ich dann nochmal mit den LKWs unterwegs, nachmittags hatten wir Sport und haben Fußball gespielt :-) War ne coole Sache vom Oberleutnant, anschließend haben wir dann noch ein paar Einbeinsprünge gemacht. Na ja und vom Freitag habe ich euch ja schon erzählt.

Wacheinteilung für März und Anfang April haben wir jetzt auch schon gemacht. Da muss ich mal schauen, dass ich meine zweite Wache Ende März getauscht bekomme, bin nämlich da eigentlich in der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe…

Dann noch zu zwei Aufregern von heute. Meinen geplanten Urlaub im Mai habe ich zum Glück doch bekommen. Eigentlich ist da eine Übung und somit Urlaubssperre, die Reise ist aber schon gebucht und der Antrag liegt seit Januar vor. Gestrichen wurde dagegen mein GvD, da wurde ich irrtümlich für Sonntag auf Montag eingeschrieben.

Zum Schluss zur nächsten Woche. Viele aus meinem Zug haben da Urlaub, somit wird da bestimmt nicht so viel sein (hoffe ich mal). Ob der 30er AMILA-Marsch am Donnerstag stattfindet, weiß ich auch nicht. Lass ich mich einfach mal überraschen ;-)

Zugübergabe und Innendienst

Die zehnte Kalenderwoche im Jahr 2008 war bundtechnisch geprägt von Maßnahmen zur Zugübergabe am 14. März. Dann bekomme ich nämlich einen neuen Zugführer (einen Oberleutnant). Dafür galt es diese Woche das Material unseres Zuges zu bewirtschaften, Vollzähligkeit durchzuführen und technischen Dienst zu betreiben.

Für mich persönlich war es eine langweilige Woche, da ich ab Dienstagmittag Innendienst war und somit nicht in die Hallen raus durfte. Auf Stube habe ich dann größtenteils Zeitschriften gelesen, Nase geputzt und Tabletten gelutscht ;-) Mittlerweile gehts mir aber schon besser.

Weitere Höhepunkte hatte die Woche nicht wirklich zu bieten. Ein bisschen Sport haben wir auch noch gemacht, aber nicht viel. Für Diskussionsstoff sorgte übrigens der Jahresbericht des Wehrbeauftragten 2007. Reinhold Robbe sagt, dass die Hälfte aller Soldaten zu dick sind und über 70 Prozent rauchen. Beide Punkte kann ich zumindest in meinem Bataillon nicht bestätigen. Zwar haben wir viele Raucher (würde den Anteil auf 50% schätzen), doch ist nicht jeder zweite zu dick. Was den Sport an sich angeht, kann ich schon sagen, dass viel Sport ausfällt und man in einigen Einheiten darauf nicht so viel Wert legt. Parallel wurden jetzt bei uns neue Zahlen aufgenommen (Alter, Gewicht, Größe, Raucher/Nichtraucher).

Donnerstag hatten wir erstmals politische Bildung mit unserem Chef, Thema war die Migration global und speziell in verschiedenen Ländern. Fand ich eigentlich super gemacht, ein solcher Unterricht könnte gern öfter sein. Zum Schluss ein Ausblick auf die nächste Woche: In den nächsten fünf Tagen werden wir die Zugübergabe weiter vorbereiten. Vielleicht haben wir auch mal ein bissl „Leerlauf“, schauen wir mal ;-)

Ehrenzug beim Feierlichen Gelöbnis und neukrank

Diese verkürzte Woche beim Bund (Montag war Quartalsausgleichstag) war geprägt vom Feierlichen Gelöbnis der AGAnauten des ersten Quartals 2008. Am Dienstag haben wir, der Ehrenzug, natürlich dafür Formaldienst gemacht. Mit Waffe marschieren, das Gewehr präsentieren und so weiter. Aufgrund meiner guten Leistungen wurde ich aus der Reserve rausgenommen und fest in den Ehrenzug integriert. Vielen Dank dafür an einen meiner Kameraden, der das alles geschickt eingefädelt hat, ne ;-)

Am Mittwoch ging es dann ans Eingemachte. Auf dem örtlichen Sportplatz marschierten wir als letzte Abordnung ein, alles lief super. Den Takt vom Heeresmusikkorps hatten wir drin (Preußens Gloria :-) ) und es ist auch keiner aus dem Ehrenzug umgekippt. Aus unserer Kompanieabordnung hat es aber wohl zwei erwischt. Auch beim Präsentieren, Richt euch und so weiter gab es keine Probleme, das hat alles sehr gut geklappt. Als letzter Mann der Formation konnte ich das gut sehen. Nachteil, auch mich konnten alle sehr gut sehen :-) Das Feierliche Gelöbnis dauerte schon ein bisschen, da es das erste öffentliche Gelöbnis des Bataillons am neuen Standort war. Beim Ausmarsch gabs dann ein kleines Problem. Wir waren zwar alle im Gleichschritt, nur passte der nicht ganz zur Marschmusik. Na ja, egal, Hauptsache sieht einheitlich aus, dachten wir uns.

Da ich aber schon beim Gelöbnis erkältungstechnisch angeschlagen war, ich das aber unbedingt durchziehen wollte, habe ich mich am Donnerstag neukrank gemeldet. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, allgemeines Unwohlsein, das komplette Programm einer schönen Erkaltung halt. Somit musste ich auch auf das UZI-Schießen (MP2) verzichten, angesichts meines Zustandes war der Arztbesuch aber das einzig richtige. Bin jetzt bis einschließlich Sonntag Innendienst, was mich auch als Wachersatz befreit.

Beim Kompanieantreten zum Dienstschluss hat der Ehrenzug für heute dienstfrei bekommen. Deshalb war ich auch schon gestern Abend zu Hause. Schöne Sache, so kann ich mich ein wenig auskurieren. In der nächsten Woche bei der Bundeswehr weiß ich gar nicht mal was ansteht. Die geplante Übung fällt wohl zumindest für meinen Zug aus, mal gucken.

MG Fliegerabwehrschießen – Typisch Bundeswehr

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Fliegerabwehrschießens. Am Montag verlegten wir (77 Lehrgangsteilnehmer) dafür nach Norddeutschland. In der Kaserne des Truppenübungsplatzes angekommen bezogen wir unsere Stuben. Abends ging es mit einigen Kameraden ins „Mannheim“, andere nutzten die Möglichkeit ins Spaßbad zu fahren.

Am Dienstag begann der komprimierte Grundlagenunterricht zum Thema Fliegerabwehr. Den Großteil habe ich vorher im Reibert schonmal gelesen, also nichts wirklich neues (Gefahren, Visier, Luftraumspäher, usw.). Der Leutnant zeigte aber auch ein paar interessante Videos zur Fla- bzw. Flieger-Abwehr. Am Nachmittag absolvierten wir dann mit dem Maschinengewehr MG3 die erste Vorübung (MG-V-1). Dazu mussten wir mit 30 Schuss auf 25 Meter drei Flugziele bekämpfen (Propellerflugzeuge, Vorbei- und Überflug). Die Übung habe ich im Vergleich zu anderen sehr gut abgeschlossen (als einer der wenigen habe ich wirklich auch alle drei Ziele vollständig bekämpft). Insgesamt haben nur 66% diese Übung überhaupt bestanden. Am Abend hatte der Spieß zum Kulturprogramm ins Kino geladen.

Nicht desto trotz durften am Mittwochvormittag alle auch die V-2 schießen. Bei dieser wurde ein Flugziel auf einem Seil gespannt, welches per Überflug auf uns zu kam. Geschossen haben wir mit Plastikmunition, eine Trefferaufnahme gabs nicht, sodass alle bestanden haben. Am Nachmittag sollte eigentlich die Übung auf den Luftsack geschossen werden, doch das Flugzeug konnte aufgrund des aufgekommenen Nebels nicht starten. Somit wurde eine Parallelausbildung organisiert und wir „durften“ nochmal MG Zerlegen & Zusammensetzen, ABC-Ausbildung, Helfer im Sandienst und Grundlagen Fliegerabwehrvisier MG3 durchgehen.

Am Donnerstag sollten wir nach dem Blockreinigen ab Mittag eigentlich wieder schießen. Aufgrund der geringen Sichtweite aufs Meer (weniger als 2,5 Meilen) konnte aber auch diesmal nur ein Trockendurchgang durchgeführt werden. Somit war es uns leider nicht möglich auf das bewegliche Luftziel zu schießen (ein Luftsack, der 1,2 km hinter einem Flugzeug hinterher gezogen wird). Glücklich waren alle, als wir nach vieler Warterei in der Kälte endlich in unsere Heimatkaserne zurückverlegen konnten. Dort kamen wir dann gegen 21 Uhr an. Unsere Kampftragetaschen haben wir schnell ausgepackt und somit bekamen wir nach der Nachbereitung auch Dienstschluss. Vor 24 Uhr war ich aber trotzdem nicht im Bett. Heute war dann nur noch Stuben- & Revierreinigen angesagt.

Viel aufschlussreicher war da die Woche in Hinsicht auf Organisation und Ablauf bei der Bundeswehr. So wurde uns am Montag von einem Dienstgrad mitgeteilt, dass wir auf einem Lehrgang sind und somit Sachen wie, Essgeschirr, Magazintaschen fürs G36 und Zeltbahn nicht mitnehmen brauchen. Im Norden angekommen, wurden wir nach unserem Essgeschirr gefragt, da wir draußen verpflegt haben. Einige hatten das natürlich nicht bei, ich hatte es sicherheitshalber trotzdem mitgenommen. Da gabs ordentlich Stress und natürlich streitete der Dienstgrad alles ab bzw. gab nur einige Sachen zu. Auch die ganze Warterei war eine reine Farce. An duzende Wiederholungen von Befehlen ist man gewöhnt, aber was sich einige Unteroffiziere rausnehmen, ist wirklich heftig (Beleidigungen, Androhungen). Von der Organisation gar nicht mal zu sprechen. Diese Woche hat gezeigt, warum ich froh bin, wenn mein Grundwehrdienst vorbei ist. Es läuft einfach gar nichts planmäßig…

Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick auf die nächste Woche. Montag habe ich Quartalsausgleichstag und somit frei. Dienstag ist Vorüben fürs Gelöbnis der AGA-Rekruten (ich bin ja im Ehrenzug), ehe am Mittwoch das Feierliche Gelöbnis durchgeführt wird. Donnerstag fahren wir MP 2 Schießen und somit ist die Woche auch dann schon um ;-)

Bergfest oder Halbzeit bei der Bundeswehr

Mit dem heutigen Tag habe ich die Hälfte meines Grundwehrdienstes geschafft: 4 1/2 Monate sind seit meinem Dienstantritt im Oktober 2007 vorbei. Bergfest :-) Die gerade zu Ende gegangene Dienstwoche spiegelte dabei mein Leben beim Bund und nach der AGA wieder. Entgegen vieler, die sagen, dass nach der AGA alles „gechillt“ wird, darf ich momentan im Grünen buckeln.

Der Montag begann mit Waffenausbildung an MP2 (UZI) und G36 (Waffendrill). Über fünf Stunden auf dem kalten Boden liegend, kauten wir das Zerlegen & Zusammensetzen wieder einmal durch. Auf Befehl unseres Kommandeurs, der uns auf die Bataillonsübung im Juni vorbereiten möchte.

Am zweiten Tag der Infanterieergänzungsausbildung ging es ins Gelände. Schön mit Schminke auftragen und Helm tarnen sind wir in Schützenreihe durch den Wald. Unsere MGs wurden natürlich in der Gruppe mitgeschleppt. Danach wurde der Platz der Gruppe bezogen und Stellungen/Alarmposten ausgebaut. Zu allem gabs natürlich wieder eine tolle Lage und einen Auftrag. Die Verteidigung des eigenen Raums stand einmal mehr im Mittelpunkt. Immer wieder haben wir einen Alarm durchgespielt, sind in die Stellungen hineingeglitten und haben den Feuerkampf geführt. Egal ob Feuerüberfall, selbständig geführter Feuerkampf oder Sturmabwehrschießen, immer wieder hieß es Mun auf den „Feind“ zu verschießen. In der Kaserne zurück ging es ans Waffenreinigen.

Mittwoch war dann wieder Waffenausbildung. Im Gegensatz zu Montag hatten wir diesmal das MG mit dabei. Vor dem Dienstschluss ging es wieder ans Reinigen.

Das Highlight der Woche kam dann am Donnerstag. Es stand der 30km AMILA-Leistungsmarsch auf dem Plan. Um den Marsch zu bestehen, muss man die Strecke unter 5 Stunden zurücklegen. Dabei hat man 10kg Gepäck auf dem Rücken, bei mir waren es ungefähr 12,5 (10 wären ja zu einfach ;-) ). Für mich und viele andere Gefreite war es der erste 30er. Somit war mir auch nicht ganz klar, wie man den angehen muss. Auf Unterhose und Feldjacke wurde im Vornherein verzichtet, aus gutem Grund. Dazu hatte ich zwei Paar Socken an. So gabs im Nachhinein keine größereren Blessuren und zu warm/kalt war mir auch nicht. Auf den ersten Kilometern habe ich es relativ locker angehen lassen. Ab Kilometer 6 dachten wir uns dann aber, dass wir ruhig schneller laufen könnten. Unterwegs gab es immer wieder Verpflegungspunkte (insgesamt vier Stück), wo es Tee, Gemüse, Obst und einen Riegel gab. Ab Kilometer 10 lief es sich fast wie von selbst. Zwischendurch bin ich kleinere Strecken auch locker gejoggt. Das tut gut, da es die Schulter entlastet (mein Hauptproblem). Im Endeffekt war ich in 4 Stunden und 14 Minuten im Ziel. Dabei bin ich von den letzten vier Kilometern bestimmt 3 gejoggt. Für den nächsten 30er weiß ich, dass ich es zu Beginn ruhig schneller angehen kann. Somit dürfte eine Zeit von unter 4 Stunden drin sein. Die schnellsten beim 30km AMILA waren bei uns nach 3:50h zurück. Wichtig ist der 30km AMILA Marsch fürs Leistungsabzeichen, das ich gerne erwerben möchte.

Der Nachmittag bestand dann mal wieder aus Waffenreinigen und MGs schleppen. Enttäuscht waren alle, dass es abends vom Chef kein dienstfrei für Freitag gab. In den letzten Quartalen war das immer der Fall :-( Des Weiteren wurde ich gestern dazu ausgewählt, am Ehrenzug für das Gelöbnis am 27. Februar teilzunehmen. Normalerweise machen die schon seit zwei Wochen Formaldienst, da aber so viele ausgefallen sind, bilde ich mit einigen anderen Kameraden die Reserve. Na ja, eigentlich hatte ich mich nicht ohne Grund nicht gemeldet ;-)

Für die nächste Woche steht das Flugabwehrschießen mit dem MG auf dem Programm. Dabei werden aber drei Kameraden von meiner Stube fehlen, die jetzt für sechs Wochen auf Fahrschule sind.

Wertungsschießen

Eine für mich verlängerte Woche ist passé. Von Montag bis Mittwoch waren wir schießen. Geschlafen haben wir in einer Kaserne – im Gegensatz zu meiner Heimatkaserne mit Stube 2000, ein Traum :-) Den Truppenübungsplatz kannten ich und einige andere schon aus der AGA. Auf dem Programm stand für Montagnachmittag (der Vormittag diente der Vorbereitung) nur eine Stunde G36-Waffenausbildung. Am nächsten Tag sollte es mit dem Schul- und Wertungsschießen losgehen.

Am Vormittag haben wir zunächst mit der Pistole P1 geschossen. Na ja, nicht gerade meine Lieblingswaffe, das hat sich auch in meinem eher bescheidenen Schießergebnis gezeigt. ;-) Da ich aber die G36-Wertungsübung S9 in der AGA schon in Bronze bzw. auch in Gold geschossen hatte, reichte mir Bronze bei der P1-S2-WÜ um eine bronzene Schützenschnur zu bekommen. Am Nachmittag haben wir mit dem G36 die Schulschießübung 6 geschossen. Highlight des Tages war das G36 Nachtschießen, im Gegensatz zur Grundausbildung diesmal mit Leuchtspurmunition :-)

Am Mittwoch habe ich zunächst noch mal die G36-S9 geschossen, konnte aber auch dort nur Bronze einheimsen. Das blöde war halt, dass wir mit den neuen Waffen nicht die S1 geschossen haben, um den Haltepunkt der Waffe zu ermitteln. Egal. Am Nachmittag durften wir dann noch die Wertungsübungen des MGs (S3 und S4) schießen. Die S3 habe ich in silber geschossen. Da die Zeit/Munition bei der S4 aber nicht mehr reichte um allen drei Durchgänge zu ermöglichen, war da nicht mehr drin. Im Endeffekt habe ich also bisher eine bronzene Schützenschnur (Pistole und G36 Wertung jeweils mind. bronze). Für silber/gold muss ich noch die MG-Übungen S3 und S4, entweder in Silber oder Gold, schießen. Den Donnerstag und Freitag verbrachten wir dann größtenteils mit Waffenreinigen.

Meine erste Wache

Von Samstag auf Sonntag, sprich gestern auf heute, hatte ich meine erste Bundeswehr-Wache. Als Erstes vorne weg, es war nicht allzu schlimm. ;-) Klar, ich hatte nicht so viel Schlaf, wie sonst, aber es war halt Wochenende und somit ganz ruhig.

Insgesamt musste ich vier mal Streife laufen (a zwei Stunden) und vier Stunden Torposten schieben. Zweimal hatte ich vier Stunden zwischen den Schichten frei, ansonsten war auch mal Streife/Posten hintereinander.

Begonnen hat alles gegen 7.15 Uhr beim UvD der wachhabenden Einheit. Dort gabs kurz ein Antreten mit Einweisung, für fünf Leute war es die erste Wache. Danach gings Sachen packen und ab zum Wachlokal. Der OvWa hat dann eine Wachbelehrung durchgeführt und nochmal wichtigen Stoff der Wachausbildung wiederholt. Danach wurden wir vergattert und gegen 9.30 Uhr lösten wir die alte Wachmannschaft ab.

Im Wachlokal gabs sechs Betten in einem Raum, die habe ich eigentlich in den großen Pausen immer genutzt ;-) Elektrische Geräte sind ja nicht erlaubt… Habe mir auch schön die aktuelle FIVE mitgenommen und gelesen, ansonsten stirbt man da bspw. als Posten vor Langeweile. Nächstes Mal werde ich wohl aber nicht mehr den Sa/So-Dienst nehmen. Am besten ist wohl Donnerstag/Freitag oder Freitag/Samstag. Mal schauen, bei uns gibt es auch so ein Punktesystem und irgendwie soll man für bestimmte Wachzeiten auch mal nen Tag frei bekommen. So richtig hat uns dazu aber noch keiner aufgeklärt.

DPA-Prüfung bestanden, Fußball adé

Diese Woche stand ganz im Zeichen der DPA-Abschlussübung. Wir wurden dabei nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch geprüft. Bestanden haben alle. Leider hat unser Zugführer die genauen Ergebnisse noch nicht bekannt gegeben. Insgesamt war ich mit meiner gebrachten Leistung ganz zufrieden, vor allem aufgrund der Begleitumstände:

Am Montagabend war das Abschlusstraining der Bataillonsfußballmannschaft. Zugleich wurden auch die Spieler für das Turnier am Dienstag/Mittwoch nominiert. Ein guter Kumpel aus Schulzeiten und ich hatten es beide in die Mannschaft geschafft. Nur leider durfte ich nicht mit. Am Dienstagmorgen informierte ich während der praktischen DPA-Prüfung einen Feldwebel, der das mit dem Turnier meinem Zugführer meldete. Dieser jedoch wollte mich einfach nicht mitfahren lassen. Man hätte ihn früher informieren müssen und es ginge nicht, dass Leute aus anderen Kompanien einfach so Soldaten zu einem Fußballturnier abziehen. Auf jeden Fall entwickelte sich eine heftige Diskussion zwischen den Chefs der beiden Kompanien, meinem Zugführer und dem Leutnant, der vom Kommandeur den Befehl bekommen hatte, eine Mannschaft für das Turnier aufzustellen.

Eine Entscheidung musste Dienstagmittag fallen. Mein Zugführer bot mir zwei Möglichkeiten an. Entweder ich fahre mit zum Turnier, bekomme dann aber nicht meine ATN, weil ich den DPA-Abschlusstest nicht schreibe, oder ich bleibe in der Kaserne und schreibe. Ohne ATN (Ausbildungstätigkeitsnachweis) würde ich die ganze Zeit als UvD oder Wache eingesetzt werden! Eine „Wahl“ blieb mir durch die Erpressung daher nicht wirklich und ich musste auf das Turnier verzichten… Das war so mit das negative Highlight diese Woche. Die Mannschaft belegte übrigens Platz 4, die ersten drei sind weitergekommen… Na ja, was solls. Trotzdem werde ich weiter nach Dienstschluss zum Training gehen.

Morgen früh muss ich wieder in die Kaserne, habe bis Sonntagmorgen Wache. Nächste Woche fahren wir drei Tage Schießen. Donnerstag ist Nachbereitung und Waffenreinigen, Freitag Sport und Grundreinigung.