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Noch eine Woche Dienstpostenausbildung

Die dritte Woche DPA ist vorbei und wir haben wieder fleißig gewerkelt. Die Tage waren wir viel draußen, haben eine Menge gelernt und Ausbildungsstoff der Vorwochen gefestigt, teilweise unter erschwerten Bedingungen (Gerödel, Waffe). In der nächsten Woche werden wir eine Abschlussübung auf dem Kasernengelände haben, die wohl von Montag bis Donnerstag geht.

Diese unterteilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Letzterer wird die vier Tage aber besonders prägen. Ob ich am Dienstag/Mittwoch in der Kaserne bin und an der DPA-Prüfung teilnehmen kann, zeigt sich am Montag. Vielleicht schaffe ich es ins Bataillonsfußballteam, wenn ja, fahren wir Dienstag Mittag zu einem Hallenturnier und kommen erst Mittwoch Abend zurück. Ob ich unter den sieben Glücklichen bin, stellt sich Montagabend beim letzten Training heraus. In der nächsten Woche habe ich freitags wohl auch früher Schluss, weil ich heute im DPA-Wochenabschlusstest eine 1 geschrieben habe :-)

Internet auf Stube :-)

Wir haben ab heute Internet auf Stube. Moobicent machts möglich. Ein Kamerad hat einen Vertrag bei denen abgeschlossen und jetzt teilen wir uns auf Stube die Kosten. Ein Rechner stellt die Verbindung her, die anderen nutzen den Zugang per WLAN. Dabei nutzen wir meist Geschwindigkeiten ala DSL 1000 oder 1500. Mehr dazu später ;-)

Leider schaffe ich es aber nicht, jeden Tag ins Netz gehen zu können. Montag und Mittwoch habe ich hier im Bataillon abends Fußballtraining. Den Donnerstagabend nutze ich momentan noch zum Lernen für die DPA-Wochentests. Sobald es den aber nicht mehr gibt, könnte ich zumindest Dienstag- und Donnerstagabend ein bisschen was machen :-)

Die Woche gehts übrigens viel raus, das Wetter spielt leider aber nicht so mit. Nächste Woche haben wir DPA-Abschlussübung. Am Mittwoch/Donnerstag bin ich aber evtl. mit der Bataillonsmannschaft unterwegs. Das steht aber noch nicht fest, ob ich wirklich in der Mannschaft bin. Subjektiv gesehen rechne ich mir ganz gute Chancen aus :-)

Dienstpostenausbildung Woche Zwo

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich diesmal nicht allzu viel in der DPA/SGA geändert. Auch diesmal hatten wir viel Unterricht, der praktische Anteil nahm aber sichtlich zu. So haben wir eine breite Palette an unterschiedlichen Ausbildungen bekommen (näheres darf ich ja nicht verraten). Gestern hatten wir noch PFT (physical fitness test). Bestanden habe ich den, Punktzahl dürfte so um die 22 liegen. Volle sechs Punkte habe ich im 12-Minuten-Lauf, „Sit-Ups“ und Liegestütze :-)

Abschließend gab es heute natürlich wieder einen Test. Den ersten hatte ich übrigens mit der Note 2 abgeschlossen. Durchgefallen bin ich beim zweiten nicht, das genaue Endresultat weiß ich aber noch nicht. Zum Schwierigkeitsgrad sei gesagt, dass man mit intensivem Lernen bestimmt eine 1 bekommen kann. Sobald man aber im Unterricht aufpasst, war bisher eigentlich immer eine „Bestanden“ locker drin.

Ansonsten war ich am Dienstag noch schön in der Kaserne laufen, um auch den Anschluss an die Vorbereitung zu halten. Mittwoch habe ich sogar mal abends Fußball spielen können, ich hoffe, dass ich das regelmäßig machen kann. Bei uns soll nämlich jetzt ne Art „Bataillonsmannschaft“ aufgestellt werden, die dann an Turnieren teilnimmt. Wäre wirklich ganz cool, wenn ich da reinkommen könnte. Am nächsten Montag ist ein weiteres Auswahltraining. In der Regel wird wohl zwei mal die Woche 1 1/2h trainiert.

Insgesamt ist es also eine ganz gute Woche gewesen. Ab nächsten Montag gehts in der Dienstpostenausbildung weiter, ehe eine Woche drauf eine Abschlussübung ansteht. Wens interessiert: Auch nach der AGA ist bei uns noch Stubendurchgang angesagt. Es gibt entgegen vielleicht mancher Berichte auch noch Stuben- und Revierreinigen und das wird zumindest bei uns regelmäßig kontrolliert.

DPA = Dienstpostenausbildung Woche 1

Meine erste Woche DPA bei der Bundeswehr ist vorbei. Das waren zugleich die ersten richtigen fünf Tage in meiner neuen Kompanie und somit auch nach der AGA. Über meine jetzigen Tätigkeiten darf ich nicht allzu viel verraten (ist VS – NfD = Verschlusssache Nur für den Dienstgebrauch). Wir saßen die Tage viel im Unterrichtsraum, es galt die Grundlagen für unsere Ausbildung zu schaffen. Wir hatten drei mal Sport, immer jeweils ne Stunde mit Kasernenrunden und lockeren Übungen zwischendurch (Liegestütze, Entengang ohh ohh, Lauf-ABC usw.). Ansonsten haben wir uns auch mal unsere Ausstattung/Material angeschaut.

Am Feitag haben wir dann einen Wochentest geschrieben, der jedoch noch nicht komplett ausgewertet wurde. Wer den verrissen hat (Note 5 oder 6), darf nächste Woche Freitag länger bleiben. Mit den ganzen Mannschaftern haben wir dann auch noch UVD-Dienste und Wache abgesprochen. An unsere neue Stube haben wir uns auch schon ein bisschen besser gewöhnt. Es sind ja nur einer aus meinem Zug bzw. zwei aus meiner AGA-Kompanie mit mir auf Stube. Die anderen Kameraden wurden alle von anderen Standorten zu uns versetzt.

Nur leider muss ich sagen, dass die Kompanie nicht so meinen Geschmack trifft. Da wäre ich in zwei anderen viel besser aufgehoben, auch aufgrund meiner persönlichen Fähigkeiten bzw. meiner Absichten nach dem Bund. Die wurden ja eigentlich im KWEA aufgenommen, doch wurde ich nach diesen nicht wirklich versetzt. Im Endeffekt entscheidet ja immer der Spieß :-( Ist schon blöd, na ja, muss ich halt noch mal sechs Monate durch. Wie einige sagen, dass es nach der AGA besonders chillig wird, hmm, das kann ich in keinster Weise bestätigen. Vor Weihnachten hatte ich ja schon geschrieben, dass wir bis Ende März einen richtig fetten Terminkalender haben…

AGA-Urkunde und Beförderung

Hier kommt zunächst meine AGA-Urkunde, überreicht am Zugabend durch meinen Zugführer. Als zweites darunter meine Beförderung zum Gefreiten mit Wirkung vom 1. Januar 2008 :-)

Urkunde AGA

Beförderung zum Gefreiten

AGA vorbei – In die Stammeinheit versetzt

Am gestrigen Mittwoch ging meine AGA im vierten Quartal 2007 zu Ende. Ein Drittel meines Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr ist somit geschafft. Es folgen sechs Monate in meiner Stammeinheit. Noch vor der Versetzung durften wir zwei Tage lang Waffen und Ausrüstung reinigen bzw. nachbereiten. Vorgestern hatten wir zudem noch Zugabend. Der war wirklich geil gewesen, die Stimmung grandios. Die Ausbilder, Hilfsausbilder und Zugführer waren richtig gut drauf. Das hat definitv Spaß gemacht :-) Am Mittwoch haben wir dann unsere Spinde ausgeräumt und unsere Sachen verpackt.

Um 10 Uhr war dann Bataillonsantreten, wo wir an unsere Stammkompanien übergeben wurden. Die ausscheidenden Obergefreiten wurden gleichermaßen verabschiedet. Leider bin ich jetzt von all meinen Stubenkameraden getrennt. Lediglich zwei aus meinem alten AGA-Zug sind jetzt auch in meinem Stammeinheits-Zug, einer davon in meiner Stube. Meine neue Kompanie hat übrigens den Auftrag, Gefechtsstände einzurichten, so viel darf ich verraten ;-)

Nachdem wir dann gegen Mittag in der neuen Kompanie angekommen sind, gab es ein kurzes Begrüßungsantreten mit Vorstellen der „Mannschaft“. Danach war Vollzähligkeitskontrolle und Beziehen der neuen Stuben mit Einräumen der Spinde angesetzt. Viel mehr außer Stuben reinigen und herrichten war dann an dem Tag auch nicht mehr drin. Etwas Wichtiges haben wir dann doch noch gemacht, wir haben unsere Urlaubsscheine ausgefüllt. So geht es für mich erst ab dem 7. Januar 2008 wieder richtig los ;-)

Heute gabs vom KpChef eine kleine Vorstellung der Kompanie. Da erfuhren wir, dass die Monate Januar bis März ziemlich anstrengend werden und wir nebenbei viel Sport/Märsche machen werden. Wir haben vier Wochen DPA (Dienstpostenausbildung), in der wir alles Notwendige für unseren Einsatz lernen werden. Am Ende müssen wir eine Prüfung (theoretisch & schriftlich) bestehen. Ist das nicht der Fall, „dürfen“ wir die DPA nochmal machen. Nach dieser fahren wir in ein dreitägiges Schießbiwak, zwei Wochen später fahren wir in ein weiteres, dann ist aber MG-Flugabwehrschießen. Es folgen dann zwei Übungen unserer Kompanie. So weit die Quartalsplanung I/08.

Anschließend stand heute Stuben- und Revierreinigen an. Danach folgte eine Einweisung in die „Besondere Wachanweisung“ unserer Kaserne, da wir ab Januar bzw. Februar erstmals als Wache eingesetzt werden. Danach musste ich nur zwecks MKF-Tauglichkeit in den SanBereich. Da kam als Ergebnis raus, dass ich die Vorraussetzungen für den militärischen B-Führerschein besitze :-) Mal schauen, ob ich den mache. Schließlich hat meine Kompanie über 100 Fahrzeuge.

Da es sonst nichts weiteres gab und alle ab Unteroffizier aufwärts auf den Weihnachtsmarkt gefahren sind, hatten wir ab 15.30 Uhr Dienstschluss. Es bleibt als Fazit zu sagen, dass die ersten drei Monate in der Stammeinheit wohl nur ein wenig „relaxter“ als meine AGA werden. Danach soll es aber wohl ruhiger werden. Im Vergleich zum Stab ist das aber immer noch ein fulltime-Job…

Rekrutenbesichtigung bestanden

Meine Rekrutenbesichtigung, die Abschlussprüfung der „Allgemeinen Grundausbildung“ (AGA) bei der Bundeswehr, ist vorbei. Dafür haben wir am Mittwoch auf den Truppenübungsplatz verlegt. Das waren ungefähr 10 Kilometer Marsch mit 20 Kilo Gepäck (Schlafsack, Rucksack, plus Ausrüstung à la Gerödel/Koppel, Splitterschutz-Weste). Angekommen stand für uns als erste Aufgabe der Aufbau der Platz der Gruppe mit Zwei-Mann-Zelt an. Danach mussten wir eine Wegeskizze für die Stationen am nächsten Tag anfertigen. Auch diese wurde bewertet. Als nächstes folgten Helm- und Gesichtstarnung. Für den Rest des Abends stand noch ein Antreten und Abendverpflegung auf dem Plan. Danach wurden wir in verschiedene Dienste eingeteilt: Feuerwache, Streife und Alarmposten. Somit war nicht viel mit Schlafen bei den eisigen Temperaturen. Die Nacht überstanden wir ohne einen Angriff, geweckt wurden wir am Donnerstagmorgen um 5 Uhr.

Nach der Katzenwäsche und dem Anziehen stand „Frühstück“ und die Rekrutenerstaufstellung an. Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, wie Feldflasche mit Wasser, Truppenausweis, ABC-Ausstattung wurden kontrolliert. Gegen 8 Uhr ging die Prüfung bei den insgesamt 10 Stationen los. Wir begannen mit Station 6, der Ersthilfe von verwundeten Soldaten. Danach folgten Schleiftricks (Station 7). Station 8 war das Ablösegespräch im Alarmposten (LANGEMARK). Es folgten ABC-Alarm und 2km Marsch mit Maske, anschließend ABC-Entwarnung (Station 10). Anschließend kamen wir zur Station 1: Streife außerhalb einer Kaserne. Station 2 war dann Melden und Beobachten, dazu kam Zielansprache mit dem Merkwort EREZA. An der dritten Station erwartete uns eine Waffenkiste. Für das Zusammensetzen von P1, G36 und MG3 mit Funktionsprüfungen hatten wir acht Minuten Zeit. Mit dem MG bin ich nicht ganz fertig geworden. Als nächstes haben wir eine abgewandelte Form der G36-S5 geschossen. Als letztes mussten wir einen kleinen Orientierungsmarsch (Lesen von Karte & Kompass) zur Station 6 antreten.

Danach ging es zurück zum Platz der Gruppe. Zeltabbau und Verpacken der Ausrüstung sollten am besten noch vor dem Einsetzen der absoluten Dunkelheit geschehen. Gegen 18 Uhr haben wir dann verpflegt, vorher gab es noch ein paar lobende Worte vom Bataillonskommandeur und Chef zur Rekrutenbesichtigung. Danach machten wir uns zum Rückmarsch auf. Bevor es aber los ging, gab es eine kurze Präsentation von Signalpistolen, Granatenexplosion und weiteren Aufklärungsmitteln. Nach zwei Stunden, gegen 22 Uhr, trafen wir in der Kaserne ein. Es folgten Waffenreinigen, Nachbereitung der Ausrüstung und ein Abschlussantreten. Gegen 0:30 Uhr waren wir dann völlig erschöpft, aber frisch geduscht, in den Betten.

Die Stationen habe ich insgesamt ganz gut absolviert. Einige lagen mir mehr, andere weniger. Die Rekrutenbesichtigung soll an sich ja den Ausbildungsstand der Soldaten überprüfen und schauen, ob er in der Lage ist, das gelernte Wissen selbständig anzuwenden. Natürlich macht man hier und dort noch was falsch.

Wer sich fragt, was wir am Montag und Dienstag gemacht haben, da gab es eine EAKK (einsatzvorbereitende Ausbildung für Krisenbewältigung und Konfliktverhütung). Zunächst theoretisch, am Dienstag praktisch. Kurz vor Dienstschluss war dann immer EST (einsatzspezifisches Training) angesagt.

In der nächsten Woche steht am Montag und Dienstag Nachbereitung der AGA an. Am Mittwoch werden wir im Rahmen eines Bataillonsantreten in die Einheitskompanien versetzt. Die AGA habe ich, da bin ich mal ganz zuversichtlich, bestimmt bestanden :-) Ob ich Donnerstag und Freitag auch Dienst habe, muss ich erst mal abwarten.

Schießbiwak geschafft

Unser Schießbiwak ist vorbei. Nach drei Tagen Aufenthalt auf der Standortschießanlage habe ich jetzt alle notwendigen Übungen zum Bestehen der AGA geschossen und auch bestanden. Bis auf das schicke rostige Wasser, das Wetter und die alte Kaserne, in der wir genächtigt haben, war eigentlich alles in Ordnung :-)

Am Montag sind wir aufgebrochen und gut fünf Stunden mit dem Bus gereist, bis wir in einer Kaserne unsere „Stuben“ – ohne Bett und Spind – bezogen haben. Die Kampftragetasche hatten wir schon letzte Woche vor dem Gelöbnis gepackt. Da haben wir es uns dann gemütlich gemacht und den Abend ausklingen lassen.

Am Dienstag ging es los mit MG3 S-1 (fünf Einzelschuss 25m), P1 S-1 (20m auf Ringscheibe, 5 Schuss) und G36 S-9 (als Wertungsübung)-Schießen. Bei der G36 Wertungsübung habe ich Gold geschossen und mir die Chancen auf eine schicke Schützenschnur noch aufrechterhalten. Ganz lustig fand ich das Nachtschießen, auch wenn wir dadurch erst gegen 23 Uhr Dienstunterbrechung hatten.

Am nächsten Tag folgten für mich die MG3 S-2 (Feuerstoß 25m) und die P1 S-2 (20m drei Ziele). Für erstere brauchte ich vier Anläufe, dann klappte es mit den notwendigen Treffern im 7er Kreis. Die Pistolenübung war eigentlich ganz einfach. Mit den beiden Übungen hatte ich alle Übungen zum Bestehen der AGA geschafft.

Die Wertungsübungen MG3 S-3 und P1 S-3 waren dann nur zum Erreichen einer Schützenschnur wichtig, wobei wir die MG3 S-4 nicht geschossen haben. Ich habe leider nicht wirklich was getroffen, sodass sich für mich die Sache mit der Schnur erledigt hatte ;-) In der Stammeinheit kann ich später vielleicht nochmal mein Glück versuchen.

Am Donnerstag war dann noch Kompanieabend und heute ging es gen Heimat – mit kurzem Stopp bei McDonalds. Anschließend haben wir unsere Waffen und Ausrüstung gereinigt. Dabei gabs noch ein wenig Ärger und Stress (Anschiss von einem Ausbilder). Nächste Woche steht dann am Dienstag/Mittwoch die Rekrutenbesichtigung an, quasi die Abschlüssprüfung der AGA.

Feierliches Gelöbnis, nun bin ich offiziell Soldat

Unser Hauptmann meinte vor zwei Wochen, dass das Gelöbnis für uns Rekruten der Höhepunkt in unserem „militärischen Leben“ werden wird. Ich denke er hatte Recht. Schon der Elterntag vor dem eigentlichen Gelöbnis war mal was außergewöhnliches neben dem normalen Dienst. Wenn die eigenen Verwandten einen beim Antreten und Ausrichten zuschauen, macht einen das schon stolz. Ein komisches Gefühl war es aber trotzdem ;-)

Die Woche begann mit Formaldienst, hatte viel Sport (Lauftraining) und Orgazeit im Dienstplan zu stehen. Beim Formaldienst marschierten wir natürlich viel im Gleischritt, probten das Stillstehen und Rührt euch, sowie die Wendungen. Besonderes Augenmerk lag auch auf dem Kurztreten und dem Händeschwingen. Im Prinzip das komplette Programm.

Am Mittwoch war vormittags Gelöbnisgottesdienst, danach die Generalprobe auf dem grünen Antreteplatz. Unsere Kampftragetaschen für das Schießbiwak nächste Woche haben wir auch schon gepackt und verladen. Übernächste Woche ist dann Rekrutenbesichtigung. Bei Bestehen der Schießübungen und der Rekrutenbesichtigung habe ich meine Grundausbildung abgeschlossen. Übrigens weiß ich jetzt auch, wo ich nach der AGA hinkomme. Ich werde an meinem Standort bleiben, die Kompanie aber wechseln. Von einigen habe ich gehört, dass es sich dort aber ganz gut leben lässt. :-)

Nun zum Gelöbnis. War schon wirklich ein geiles Gefühl bei Marschmusik und Trommeln einzumarschieren und vor den ganzen Leuten die Nationalhymne und Gelöbnis zu sprechen. Die Reden vom Bataillonskommandeur, unserer Vertrauensperson und dem stellvertretenden Bürgermeister unseres Standorts waren wirklich gut. Insgesamt ein ganz gelunger Nachmittag in wirklich schöner Uniform (großer Dienstanzug). Umgehauen hat es wohl während der guten Stunde stehen zwei von 84 Rekruten. Kurz nach dem Ausmarsch bekamen wir Dienstschluss und damit heute frei. Den Tag habe ich für einen ausgiebigen Shoppingausflug nach Berlin genutzt und Internet habe ich jetzt seit 20 Uhr nach einem Tag Pause auch wieder (mal schauen wie lange ;-) ).

Halt stehen bleiben!

Ein weiterer Schwerpunkt zum Bestehen der AGA liegt hinter mir, die Wachausbildung. Die Woche begann am Montag mit trockenen Unterrichten zum Thema „Wachdienst in der Bundeswehr“. Alles wurde ausführlich erklärt, Maßnahmen und Paragraphen heruntergerasselt. Wann reagieren sie wie? Ist das geeignet, erforderlich und verhältnismäßig? Wie sieht die Rechtssprechung dazu aus? Mit der Konzentration am Montag war es dabei gar nicht mal so leicht. Verständlich, wenn man erst am Sonntagabend die Stube betritt und nach 23 Uhr im Bett ist.

Am Dienstag hatten wir Waffenausbildung. Wir bekamen die Pistole P1 und haben alle Standardsachen durchgespielt (Zerlegen & Zusammensetzen, Anschlagarten, Ladetätigkeiten), inklusive der Schießübungen P-S-1 und P-S-2 im AGSHP. Leider gibt es in unserem Bataillon nicht genügend P8en, quasi die Weiterentwicklung, sodass wir mit dem älteren Fabrikat der Pistole umgehen mussten. Weiterhin war noch am Dienstag MG-Ausbildung dabei.

Am Mittwoch begann dann der praktische Teil der Wachausbildung mit einem Stationsbetrieb im Zugrahmen. Insgesamt hatten wir drei: Streife laufen mit Personenkontrolle / Anhalten, KFZ-Kontrolle und den Fall einer erweiterten Personenüberprüfung. Temperaturmäßig war es ziemlich kalt, mit der ÜbMun schießen durften wir auch net. Abends bin ich mit Morawa noch laufen gegangen.

Am Donnerstag folgten insgesamt neun Stationen durch das gesamte Feld der Wachausbildung, viele waren Wiederholungsausbildungen der Vortage (bspw. P1, Streife, KFZ-Überprüfung), wenige waren Erstausbildungen (z. Bsp.: Flaggenparade, Waffenkammer-Alarm). Ganz schön anstrengend und straff gegliedert war das, aber ungemein lehrreich!

Heute gab es dann den abschließenden Wachtest, der wohl laut Zugführer schon nach 22 kontrollierten Rekruten sehr schlecht ausgefallen ist. Highlight des heutigen Freitages war das EST (einsatzspezifisches Training). So durften wir durch ein ungefähr 15 Meter langes Abflussruhr kriechen, in einem circa 1,20m hohen Bach laufen und anschließend in der Plärre auch Stellung beziehen (MG-Schütze, Stellung und unter Brücke gleiten). Anschließend ging es in ein Volleyballfeld, wo wir schön mit unseren nassen Sachen in die Stellung gehen mussten. Dazu noch ein paar Stellungswechsel, inklusive links/rechts rollen. Das hat zwar ordentlich Spaß gemacht und wir haben gestunken, doch die Arbeit danach (Reinigen) war einfach nur besch…eiden.

In der nächsten Woche haben wir am Donnerstag feierliches Gelöbnis. Freitag haben wir frei. Die Tage davor gibts viel Formaldienst und Unterrichte.