Rekrutenbesichtigung bestanden

Meine Rekrutenbesichtigung, die Abschlussprüfung der „Allgemeinen Grundausbildung“ (AGA) bei der Bundeswehr, ist vorbei. Dafür haben wir am Mittwoch auf den Truppenübungsplatz verlegt. Das waren ungefähr 10 Kilometer Marsch mit 20 Kilo Gepäck (Schlafsack, Rucksack, plus Ausrüstung à la Gerödel/Koppel, Splitterschutz-Weste). Angekommen stand für uns als erste Aufgabe der Aufbau der Platz der Gruppe mit Zwei-Mann-Zelt an. Danach mussten wir eine Wegeskizze für die Stationen am nächsten Tag anfertigen. Auch diese wurde bewertet. Als nächstes folgten Helm- und Gesichtstarnung. Für den Rest des Abends stand noch ein Antreten und Abendverpflegung auf dem Plan. Danach wurden wir in verschiedene Dienste eingeteilt: Feuerwache, Streife und Alarmposten. Somit war nicht viel mit Schlafen bei den eisigen Temperaturen. Die Nacht überstanden wir ohne einen Angriff, geweckt wurden wir am Donnerstagmorgen um 5 Uhr.

Nach der Katzenwäsche und dem Anziehen stand „Frühstück“ und die Rekrutenerstaufstellung an. Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, wie Feldflasche mit Wasser, Truppenausweis, ABC-Ausstattung wurden kontrolliert. Gegen 8 Uhr ging die Prüfung bei den insgesamt 10 Stationen los. Wir begannen mit Station 6, der Ersthilfe von verwundeten Soldaten. Danach folgten Schleiftricks (Station 7). Station 8 war das Ablösegespräch im Alarmposten (LANGEMARK). Es folgten ABC-Alarm und 2km Marsch mit Maske, anschließend ABC-Entwarnung (Station 10). Anschließend kamen wir zur Station 1: Streife außerhalb einer Kaserne. Station 2 war dann Melden und Beobachten, dazu kam Zielansprache mit dem Merkwort EREZA. An der dritten Station erwartete uns eine Waffenkiste. Für das Zusammensetzen von P1, G36 und MG3 mit Funktionsprüfungen hatten wir acht Minuten Zeit. Mit dem MG bin ich nicht ganz fertig geworden. Als nächstes haben wir eine abgewandelte Form der G36-S5 geschossen. Als letztes mussten wir einen kleinen Orientierungsmarsch (Lesen von Karte & Kompass) zur Station 6 antreten.

Danach ging es zurück zum Platz der Gruppe. Zeltabbau und Verpacken der Ausrüstung sollten am besten noch vor dem Einsetzen der absoluten Dunkelheit geschehen. Gegen 18 Uhr haben wir dann verpflegt, vorher gab es noch ein paar lobende Worte vom Bataillonskommandeur und Chef zur Rekrutenbesichtigung. Danach machten wir uns zum Rückmarsch auf. Bevor es aber los ging, gab es eine kurze Präsentation von Signalpistolen, Granatenexplosion und weiteren Aufklärungsmitteln. Nach zwei Stunden, gegen 22 Uhr, trafen wir in der Kaserne ein. Es folgten Waffenreinigen, Nachbereitung der Ausrüstung und ein Abschlussantreten. Gegen 0:30 Uhr waren wir dann völlig erschöpft, aber frisch geduscht, in den Betten.

Die Stationen habe ich insgesamt ganz gut absolviert. Einige lagen mir mehr, andere weniger. Die Rekrutenbesichtigung soll an sich ja den Ausbildungsstand der Soldaten überprüfen und schauen, ob er in der Lage ist, das gelernte Wissen selbständig anzuwenden. Natürlich macht man hier und dort noch was falsch.

Wer sich fragt, was wir am Montag und Dienstag gemacht haben, da gab es eine EAKK (einsatzvorbereitende Ausbildung für Krisenbewältigung und Konfliktverhütung). Zunächst theoretisch, am Dienstag praktisch. Kurz vor Dienstschluss war dann immer EST (einsatzspezifisches Training) angesagt.

In der nächsten Woche steht am Montag und Dienstag Nachbereitung der AGA an. Am Mittwoch werden wir im Rahmen eines Bataillonsantreten in die Einheitskompanien versetzt. Die AGA habe ich, da bin ich mal ganz zuversichtlich, bestimmt bestanden :-) Ob ich Donnerstag und Freitag auch Dienst habe, muss ich erst mal abwarten.

2 Comments

  1. LANGEMARK? heisst es nicht langemapp ,zumindest ist es bei uns so „Heeresflieger Waffenschule“!?
    und zum zerlegen und zusammensetzen ,muss man alle 3 waffen in 8 minuten zerlegt und zusammengesetzt haben oder jede einzelne waffe in 8 minuten???

  2. L = lage
    A = auftrag
    N= nachbarn
    g= Grenzen
    E= erröfnungslinie des feuers
    M= Meldung
    A= allamierung ablösung
    R= Richtung
    K= Kennwort

    LANGEMARK und LANGEMAPP unterscheiden sich nur in den letzten beiden buchstaben :D

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