„SanWoche“ ohne Chef

Diese Woche stand beim Bund die Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst an. Das war eigentlich ganz in Ordnung, leider aber nur eigentlich. Da wir ja am 31.10. (Reformationstag) Dienst geschoben haben, hatten wir Montag frei. Das machte sich ganz gut, so konnte ich nämlich abends mit Daniel zum Training auf dem, für uns neuen, Kunstrasenplatz am Wasserturm. Danach holten wir noch Flo und Kirschner ab.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der theoretischen San-Ausbildung. Es ging um unsere Aufgaben als Helfer, wie wir gekennzeichnet sind und was für Maßnahmen wir in bestimmten Situationen ergreifen müssen.

Mittwoch und Donnerstag war dann draußen in der Kaserne Praxisausbildung. Insgesamt gab es acht Stationen, verteilt auf zwei Tage. Der Mittwoch war dabei besonders bescheiden. Erstmal haben wir es am Morgen nicht geschafft, rechtzeitig vor dem Block in befohlener Ausrüstung anzutreten. Das gab schon mal einen ordentlichen Anschiss und sollte später auch Folgen haben. Mit halbgepackter Ausrüstung ging es dann zunächst zur wohl spannendsten Station. Wir mussten in einen Wald rennen, wo verwundete Soldaten lagen und versorgt werden sollten. Anschließend kam eine andere Truppe und hat die Kameraden auf Tragen in den SanKW verladen. Nachmittags war die anstrengendste Station dran: Das „Abschleppen“ bzw. Tragen von verwundeten Soldaten. Da durften wir in den verschiedensten Stellungen durch den Schlamm kriechen. Das war wirklich kein Pille-Palle, danach waren wir alle total fertig (selbst ich als halbwegs durchtrainierter Sportler ;-) ).

Da wir den Morgen ja so schön verrissen haben (siehe oben) gab es Zusatzdienst von 17.30-19.00 Uhr. Da durften wir Rucksäcke packen, Gefechtsanzug herstellen, usw. Dazu immer schön Antreten und ein bisschen in Montur um die Blöcke rennen. Krönender Abschluss war dann eine weitere kleine Sporteinheit auf dem Flur.

Den Donnerstag fand ich dann wiederum ganz interessant. Da ging es ums Bergen von Kameraden bei einem Autounfall, dem behelfsmäßigen Bau von Tragen, ABC-Abwehr und einer Einweisung in die „hohe Kunst des Verbindens“.

Am Freitag folgte dann der SanTest. In diesem Multiple-Choice Test gab es 39 Fragen und wir mussten 80 Kreuzchen sätzen. Zum Bestehen reichen 42 Punkte, wer durchfällt, muss die Allgemeine Grundausbildung (AGA) wiederholen. Die Fragen waren insgesamt aber relativ einfach, sodass ich da eigentlich durch sein sollte. Nächste (Montag Golden Goal; ansonsten ABC-Ausbildung, Waffendrill, Waffenausbildung, Geländeausbildung) und übernächste Woche (Wachausbildung) wird es aber wieder anstrengender.