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Wertungsschießen

Eine für mich verlängerte Woche ist passé. Von Montag bis Mittwoch waren wir schießen. Geschlafen haben wir in einer Kaserne – im Gegensatz zu meiner Heimatkaserne mit Stube 2000, ein Traum :-) Den Truppenübungsplatz kannten ich und einige andere schon aus der AGA. Auf dem Programm stand für Montagnachmittag (der Vormittag diente der Vorbereitung) nur eine Stunde G36-Waffenausbildung. Am nächsten Tag sollte es mit dem Schul- und Wertungsschießen losgehen.

Am Vormittag haben wir zunächst mit der Pistole P1 geschossen. Na ja, nicht gerade meine Lieblingswaffe, das hat sich auch in meinem eher bescheidenen Schießergebnis gezeigt. ;-) Da ich aber die G36-Wertungsübung S9 in der AGA schon in Bronze bzw. auch in Gold geschossen hatte, reichte mir Bronze bei der P1-S2-WÜ um eine bronzene Schützenschnur zu bekommen. Am Nachmittag haben wir mit dem G36 die Schulschießübung 6 geschossen. Highlight des Tages war das G36 Nachtschießen, im Gegensatz zur Grundausbildung diesmal mit Leuchtspurmunition :-)

Am Mittwoch habe ich zunächst noch mal die G36-S9 geschossen, konnte aber auch dort nur Bronze einheimsen. Das blöde war halt, dass wir mit den neuen Waffen nicht die S1 geschossen haben, um den Haltepunkt der Waffe zu ermitteln. Egal. Am Nachmittag durften wir dann noch die Wertungsübungen des MGs (S3 und S4) schießen. Die S3 habe ich in silber geschossen. Da die Zeit/Munition bei der S4 aber nicht mehr reichte um allen drei Durchgänge zu ermöglichen, war da nicht mehr drin. Im Endeffekt habe ich also bisher eine bronzene Schützenschnur (Pistole und G36 Wertung jeweils mind. bronze). Für silber/gold muss ich noch die MG-Übungen S3 und S4, entweder in Silber oder Gold, schießen. Den Donnerstag und Freitag verbrachten wir dann größtenteils mit Waffenreinigen.

AGA-macht-GAGA.de oder etwa nicht :-)

Mit www.aga-macht-gaga.de ist mein angekündigtes Projekt inhaltlich so weit fertig. Die Seite gibt wertvolle Tipps, Infos und Ratschläge für alle Wehrdienstleistende. Dazu beschäftigt sich AGA-macht-GAGA.de nicht nur mit der Allgemeinen Grundausbildung, sondern auch mit dem (Grund-)Wehrdienst an sich.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich noch ein paar schicke Bilder mit reinnehmen. Auch seotechnisch wird noch etwas passieren, ein bissl habe ich in die Richtung schon unternommen. Dabei werde ich bestimmte Dinge am Projekt direkt hier mit euch Lesern besprechen. Ihr könnt dann natürlich auch Verbesserungsvorschläge geben und über bestimmte Sachen mit mir diskutieren. Auch generelle Vorschläge sind gern willkommen. Außerdem möchte ich Google AdWords in dem Zusammenhang mal ausprobieren.

AGA-Urkunde und Beförderung

Hier kommt zunächst meine AGA-Urkunde, überreicht am Zugabend durch meinen Zugführer. Als zweites darunter meine Beförderung zum Gefreiten mit Wirkung vom 1. Januar 2008 :-)

Urkunde AGA

Beförderung zum Gefreiten

AGA vorbei – In die Stammeinheit versetzt

Am gestrigen Mittwoch ging meine AGA im vierten Quartal 2007 zu Ende. Ein Drittel meines Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr ist somit geschafft. Es folgen sechs Monate in meiner Stammeinheit. Noch vor der Versetzung durften wir zwei Tage lang Waffen und Ausrüstung reinigen bzw. nachbereiten. Vorgestern hatten wir zudem noch Zugabend. Der war wirklich geil gewesen, die Stimmung grandios. Die Ausbilder, Hilfsausbilder und Zugführer waren richtig gut drauf. Das hat definitv Spaß gemacht :-) Am Mittwoch haben wir dann unsere Spinde ausgeräumt und unsere Sachen verpackt.

Um 10 Uhr war dann Bataillonsantreten, wo wir an unsere Stammkompanien übergeben wurden. Die ausscheidenden Obergefreiten wurden gleichermaßen verabschiedet. Leider bin ich jetzt von all meinen Stubenkameraden getrennt. Lediglich zwei aus meinem alten AGA-Zug sind jetzt auch in meinem Stammeinheits-Zug, einer davon in meiner Stube. Meine neue Kompanie hat übrigens den Auftrag, Gefechtsstände einzurichten, so viel darf ich verraten ;-)

Nachdem wir dann gegen Mittag in der neuen Kompanie angekommen sind, gab es ein kurzes Begrüßungsantreten mit Vorstellen der „Mannschaft“. Danach war Vollzähligkeitskontrolle und Beziehen der neuen Stuben mit Einräumen der Spinde angesetzt. Viel mehr außer Stuben reinigen und herrichten war dann an dem Tag auch nicht mehr drin. Etwas Wichtiges haben wir dann doch noch gemacht, wir haben unsere Urlaubsscheine ausgefüllt. So geht es für mich erst ab dem 7. Januar 2008 wieder richtig los ;-)

Heute gabs vom KpChef eine kleine Vorstellung der Kompanie. Da erfuhren wir, dass die Monate Januar bis März ziemlich anstrengend werden und wir nebenbei viel Sport/Märsche machen werden. Wir haben vier Wochen DPA (Dienstpostenausbildung), in der wir alles Notwendige für unseren Einsatz lernen werden. Am Ende müssen wir eine Prüfung (theoretisch & schriftlich) bestehen. Ist das nicht der Fall, „dürfen“ wir die DPA nochmal machen. Nach dieser fahren wir in ein dreitägiges Schießbiwak, zwei Wochen später fahren wir in ein weiteres, dann ist aber MG-Flugabwehrschießen. Es folgen dann zwei Übungen unserer Kompanie. So weit die Quartalsplanung I/08.

Anschließend stand heute Stuben- und Revierreinigen an. Danach folgte eine Einweisung in die „Besondere Wachanweisung“ unserer Kaserne, da wir ab Januar bzw. Februar erstmals als Wache eingesetzt werden. Danach musste ich nur zwecks MKF-Tauglichkeit in den SanBereich. Da kam als Ergebnis raus, dass ich die Vorraussetzungen für den militärischen B-Führerschein besitze :-) Mal schauen, ob ich den mache. Schließlich hat meine Kompanie über 100 Fahrzeuge.

Da es sonst nichts weiteres gab und alle ab Unteroffizier aufwärts auf den Weihnachtsmarkt gefahren sind, hatten wir ab 15.30 Uhr Dienstschluss. Es bleibt als Fazit zu sagen, dass die ersten drei Monate in der Stammeinheit wohl nur ein wenig „relaxter“ als meine AGA werden. Danach soll es aber wohl ruhiger werden. Im Vergleich zum Stab ist das aber immer noch ein fulltime-Job…

Rekrutenbesichtigung bestanden

Meine Rekrutenbesichtigung, die Abschlussprüfung der „Allgemeinen Grundausbildung“ (AGA) bei der Bundeswehr, ist vorbei. Dafür haben wir am Mittwoch auf den Truppenübungsplatz verlegt. Das waren ungefähr 10 Kilometer Marsch mit 20 Kilo Gepäck (Schlafsack, Rucksack, plus Ausrüstung à la Gerödel/Koppel, Splitterschutz-Weste). Angekommen stand für uns als erste Aufgabe der Aufbau der Platz der Gruppe mit Zwei-Mann-Zelt an. Danach mussten wir eine Wegeskizze für die Stationen am nächsten Tag anfertigen. Auch diese wurde bewertet. Als nächstes folgten Helm- und Gesichtstarnung. Für den Rest des Abends stand noch ein Antreten und Abendverpflegung auf dem Plan. Danach wurden wir in verschiedene Dienste eingeteilt: Feuerwache, Streife und Alarmposten. Somit war nicht viel mit Schlafen bei den eisigen Temperaturen. Die Nacht überstanden wir ohne einen Angriff, geweckt wurden wir am Donnerstagmorgen um 5 Uhr.

Nach der Katzenwäsche und dem Anziehen stand „Frühstück“ und die Rekrutenerstaufstellung an. Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände, wie Feldflasche mit Wasser, Truppenausweis, ABC-Ausstattung wurden kontrolliert. Gegen 8 Uhr ging die Prüfung bei den insgesamt 10 Stationen los. Wir begannen mit Station 6, der Ersthilfe von verwundeten Soldaten. Danach folgten Schleiftricks (Station 7). Station 8 war das Ablösegespräch im Alarmposten (LANGEMARK). Es folgten ABC-Alarm und 2km Marsch mit Maske, anschließend ABC-Entwarnung (Station 10). Anschließend kamen wir zur Station 1: Streife außerhalb einer Kaserne. Station 2 war dann Melden und Beobachten, dazu kam Zielansprache mit dem Merkwort EREZA. An der dritten Station erwartete uns eine Waffenkiste. Für das Zusammensetzen von P1, G36 und MG3 mit Funktionsprüfungen hatten wir acht Minuten Zeit. Mit dem MG bin ich nicht ganz fertig geworden. Als nächstes haben wir eine abgewandelte Form der G36-S5 geschossen. Als letztes mussten wir einen kleinen Orientierungsmarsch (Lesen von Karte & Kompass) zur Station 6 antreten.

Danach ging es zurück zum Platz der Gruppe. Zeltabbau und Verpacken der Ausrüstung sollten am besten noch vor dem Einsetzen der absoluten Dunkelheit geschehen. Gegen 18 Uhr haben wir dann verpflegt, vorher gab es noch ein paar lobende Worte vom Bataillonskommandeur und Chef zur Rekrutenbesichtigung. Danach machten wir uns zum Rückmarsch auf. Bevor es aber los ging, gab es eine kurze Präsentation von Signalpistolen, Granatenexplosion und weiteren Aufklärungsmitteln. Nach zwei Stunden, gegen 22 Uhr, trafen wir in der Kaserne ein. Es folgten Waffenreinigen, Nachbereitung der Ausrüstung und ein Abschlussantreten. Gegen 0:30 Uhr waren wir dann völlig erschöpft, aber frisch geduscht, in den Betten.

Die Stationen habe ich insgesamt ganz gut absolviert. Einige lagen mir mehr, andere weniger. Die Rekrutenbesichtigung soll an sich ja den Ausbildungsstand der Soldaten überprüfen und schauen, ob er in der Lage ist, das gelernte Wissen selbständig anzuwenden. Natürlich macht man hier und dort noch was falsch.

Wer sich fragt, was wir am Montag und Dienstag gemacht haben, da gab es eine EAKK (einsatzvorbereitende Ausbildung für Krisenbewältigung und Konfliktverhütung). Zunächst theoretisch, am Dienstag praktisch. Kurz vor Dienstschluss war dann immer EST (einsatzspezifisches Training) angesagt.

In der nächsten Woche steht am Montag und Dienstag Nachbereitung der AGA an. Am Mittwoch werden wir im Rahmen eines Bataillonsantreten in die Einheitskompanien versetzt. Die AGA habe ich, da bin ich mal ganz zuversichtlich, bestimmt bestanden :-) Ob ich Donnerstag und Freitag auch Dienst habe, muss ich erst mal abwarten.

Schießbiwak geschafft

Unser Schießbiwak ist vorbei. Nach drei Tagen Aufenthalt auf der Standortschießanlage habe ich jetzt alle notwendigen Übungen zum Bestehen der AGA geschossen und auch bestanden. Bis auf das schicke rostige Wasser, das Wetter und die alte Kaserne, in der wir genächtigt haben, war eigentlich alles in Ordnung :-)

Am Montag sind wir aufgebrochen und gut fünf Stunden mit dem Bus gereist, bis wir in einer Kaserne unsere „Stuben“ – ohne Bett und Spind – bezogen haben. Die Kampftragetasche hatten wir schon letzte Woche vor dem Gelöbnis gepackt. Da haben wir es uns dann gemütlich gemacht und den Abend ausklingen lassen.

Am Dienstag ging es los mit MG3 S-1 (fünf Einzelschuss 25m), P1 S-1 (20m auf Ringscheibe, 5 Schuss) und G36 S-9 (als Wertungsübung)-Schießen. Bei der G36 Wertungsübung habe ich Gold geschossen und mir die Chancen auf eine schicke Schützenschnur noch aufrechterhalten. Ganz lustig fand ich das Nachtschießen, auch wenn wir dadurch erst gegen 23 Uhr Dienstunterbrechung hatten.

Am nächsten Tag folgten für mich die MG3 S-2 (Feuerstoß 25m) und die P1 S-2 (20m drei Ziele). Für erstere brauchte ich vier Anläufe, dann klappte es mit den notwendigen Treffern im 7er Kreis. Die Pistolenübung war eigentlich ganz einfach. Mit den beiden Übungen hatte ich alle Übungen zum Bestehen der AGA geschafft.

Die Wertungsübungen MG3 S-3 und P1 S-3 waren dann nur zum Erreichen einer Schützenschnur wichtig, wobei wir die MG3 S-4 nicht geschossen haben. Ich habe leider nicht wirklich was getroffen, sodass sich für mich die Sache mit der Schnur erledigt hatte ;-) In der Stammeinheit kann ich später vielleicht nochmal mein Glück versuchen.

Am Donnerstag war dann noch Kompanieabend und heute ging es gen Heimat – mit kurzem Stopp bei McDonalds. Anschließend haben wir unsere Waffen und Ausrüstung gereinigt. Dabei gabs noch ein wenig Ärger und Stress (Anschiss von einem Ausbilder). Nächste Woche steht dann am Dienstag/Mittwoch die Rekrutenbesichtigung an, quasi die Abschlüssprüfung der AGA.

Feierliches Gelöbnis, nun bin ich offiziell Soldat

Unser Hauptmann meinte vor zwei Wochen, dass das Gelöbnis für uns Rekruten der Höhepunkt in unserem „militärischen Leben“ werden wird. Ich denke er hatte Recht. Schon der Elterntag vor dem eigentlichen Gelöbnis war mal was außergewöhnliches neben dem normalen Dienst. Wenn die eigenen Verwandten einen beim Antreten und Ausrichten zuschauen, macht einen das schon stolz. Ein komisches Gefühl war es aber trotzdem ;-)

Die Woche begann mit Formaldienst, hatte viel Sport (Lauftraining) und Orgazeit im Dienstplan zu stehen. Beim Formaldienst marschierten wir natürlich viel im Gleischritt, probten das Stillstehen und Rührt euch, sowie die Wendungen. Besonderes Augenmerk lag auch auf dem Kurztreten und dem Händeschwingen. Im Prinzip das komplette Programm.

Am Mittwoch war vormittags Gelöbnisgottesdienst, danach die Generalprobe auf dem grünen Antreteplatz. Unsere Kampftragetaschen für das Schießbiwak nächste Woche haben wir auch schon gepackt und verladen. Übernächste Woche ist dann Rekrutenbesichtigung. Bei Bestehen der Schießübungen und der Rekrutenbesichtigung habe ich meine Grundausbildung abgeschlossen. Übrigens weiß ich jetzt auch, wo ich nach der AGA hinkomme. Ich werde an meinem Standort bleiben, die Kompanie aber wechseln. Von einigen habe ich gehört, dass es sich dort aber ganz gut leben lässt. :-)

Nun zum Gelöbnis. War schon wirklich ein geiles Gefühl bei Marschmusik und Trommeln einzumarschieren und vor den ganzen Leuten die Nationalhymne und Gelöbnis zu sprechen. Die Reden vom Bataillonskommandeur, unserer Vertrauensperson und dem stellvertretenden Bürgermeister unseres Standorts waren wirklich gut. Insgesamt ein ganz gelunger Nachmittag in wirklich schöner Uniform (großer Dienstanzug). Umgehauen hat es wohl während der guten Stunde stehen zwei von 84 Rekruten. Kurz nach dem Ausmarsch bekamen wir Dienstschluss und damit heute frei. Den Tag habe ich für einen ausgiebigen Shoppingausflug nach Berlin genutzt und Internet habe ich jetzt seit 20 Uhr nach einem Tag Pause auch wieder (mal schauen wie lange ;-) ).

Halt stehen bleiben!

Ein weiterer Schwerpunkt zum Bestehen der AGA liegt hinter mir, die Wachausbildung. Die Woche begann am Montag mit trockenen Unterrichten zum Thema „Wachdienst in der Bundeswehr“. Alles wurde ausführlich erklärt, Maßnahmen und Paragraphen heruntergerasselt. Wann reagieren sie wie? Ist das geeignet, erforderlich und verhältnismäßig? Wie sieht die Rechtssprechung dazu aus? Mit der Konzentration am Montag war es dabei gar nicht mal so leicht. Verständlich, wenn man erst am Sonntagabend die Stube betritt und nach 23 Uhr im Bett ist.

Am Dienstag hatten wir Waffenausbildung. Wir bekamen die Pistole P1 und haben alle Standardsachen durchgespielt (Zerlegen & Zusammensetzen, Anschlagarten, Ladetätigkeiten), inklusive der Schießübungen P-S-1 und P-S-2 im AGSHP. Leider gibt es in unserem Bataillon nicht genügend P8en, quasi die Weiterentwicklung, sodass wir mit dem älteren Fabrikat der Pistole umgehen mussten. Weiterhin war noch am Dienstag MG-Ausbildung dabei.

Am Mittwoch begann dann der praktische Teil der Wachausbildung mit einem Stationsbetrieb im Zugrahmen. Insgesamt hatten wir drei: Streife laufen mit Personenkontrolle / Anhalten, KFZ-Kontrolle und den Fall einer erweiterten Personenüberprüfung. Temperaturmäßig war es ziemlich kalt, mit der ÜbMun schießen durften wir auch net. Abends bin ich mit Morawa noch laufen gegangen.

Am Donnerstag folgten insgesamt neun Stationen durch das gesamte Feld der Wachausbildung, viele waren Wiederholungsausbildungen der Vortage (bspw. P1, Streife, KFZ-Überprüfung), wenige waren Erstausbildungen (z. Bsp.: Flaggenparade, Waffenkammer-Alarm). Ganz schön anstrengend und straff gegliedert war das, aber ungemein lehrreich!

Heute gab es dann den abschließenden Wachtest, der wohl laut Zugführer schon nach 22 kontrollierten Rekruten sehr schlecht ausgefallen ist. Highlight des heutigen Freitages war das EST (einsatzspezifisches Training). So durften wir durch ein ungefähr 15 Meter langes Abflussruhr kriechen, in einem circa 1,20m hohen Bach laufen und anschließend in der Plärre auch Stellung beziehen (MG-Schütze, Stellung und unter Brücke gleiten). Anschließend ging es in ein Volleyballfeld, wo wir schön mit unseren nassen Sachen in die Stellung gehen mussten. Dazu noch ein paar Stellungswechsel, inklusive links/rechts rollen. Das hat zwar ordentlich Spaß gemacht und wir haben gestunken, doch die Arbeit danach (Reinigen) war einfach nur besch…eiden.

In der nächsten Woche haben wir am Donnerstag feierliches Gelöbnis. Freitag haben wir frei. Die Tage davor gibts viel Formaldienst und Unterrichte.

ABC-Alarm in Ta“Kasch“is Castle

Was war das nur für eine Woche. Angekündigt hatte ich ja anstrengende fünf Tage ABC-Ausbildung, nicht desto trotz wurde es zum Ende hin noch mal wirklich lustig. Als erstes möchte ich aber noch etwas nachholen. Der Daniel beschwerte sich am Sonntag bei mir, dass sein Geburtstag und die „Feier“ in der letzten Woche nicht in meinem Blog erwähnt wurden. Das ist hiermit geschehen. Er ist übrigens 20 geworden :-) Jetzt zum aktuellen „Geschehen“.

Am Montag hatten wir erst mal nur theoretische ABC-Ausbildung: Wie sieht ein ABC-Alarm aus, was gibt es für BAS-Stufen und welche Ausrüstung haben wir? Dazu gab es eine schöne Präsentation mit anschließender Vorführung durch die Hilfsausbilder (ABC-Abwehrmaske, Overgarment, Poncho, Handschuhe, …). Danach stand für meine Gruppe eine Wiederholungsausbildung in Karten & Kompass an.

Am Dienstag sollte dann das theoretische ABC-Wissen umgesetzt werden. Wir „spielten“ ABC-Alarm. Zig mal Maske aufsetzen, Poncho überschmeißen. Dazu Helm aufsetzen, Handschuhe anziehen, ABC-Tasche schließen und so weiter. Insgesamt war es nicht ganz so schlimm, nur hatte ich so eine blöde Maske, dass andauernd mein „Beatmungsstück“ beim Aufsetzen verrutschte. Dazu war hinten noch ein Anlegegummi gerissen. Na toll… Eine weitere Ausbildungsstation am Dienstag war die Drillausbildung mit dem G36. Da mussten wir uns sportlich betätigen, bestimmte Hindernisse überwinden und dann immer wieder zwischendurch das Gewehr zerlegen & zusammensetzen. Nebenbei wurden uns unsere PK (Personenkennziffer), NATO-Buchstabieralphabet und andere schicke Sachen abgefragt. Als dritte Station gabs eine Wiederholungsausbildung in „Beobachten & Melden“. Aufgrund des Wintereinbruchs war besonders die letzte Station nicht ganz so toll, deswegen durften wir auch ein paar Runden drehen, um warm zu werden.

Am Mittwoch war wieder Stationsbetrieb, diesmal stand aber der AGSHP auf dem Plan, anstelle der G36-Ausbildung rückte das MG3. Zu allem Überfluss wurde es im Vergleich zum Vortag nicht nur merkbar kälter, sondern auch feuchter. Nicht schön das ganze. Nach weiteren ABC-Alarmen sind wir momentan einigermaßen in der Lage die ABC-Maske innerhalb der vorgeschriebenen 7 Sekunden aufzusetzen. Irgendwann soll dazu auch noch mal ein „Golden Goal“ folgen. Heute erfuhren wir durch den Hauptmann, unserem KpChef, dass wir vielleicht doch richtige Ponchos bekommen werden. Momentan haben wir nur so ein „Billigding“, unsere Ausbilder nennen den „Poncho“ liebevoll grüne Müll- oder Plastetüte. ;-)

Am Donnerstag hatten wir das erste Mal eine verwendungsspezifische Ausbildung für Funker, also eine Ausbildung die andere AGA-Kompanien nicht haben. Worum es wohl ging, natürlich um (zum Teil steinalte) Fernmeldegeräte. Am Ende war das ganz schön viel Stoff, vormittags stand übrigens Sport und Waffenreinigen auf dem Dienstplan. Interessanter wurde da der gestrige Donnerstag-Abend, der war einfach Hammer!! Ich werde dazu nichts weiter sagen, da man sich zu bestimmten Sachen nicht äußern muss ;-)

Heute bekamen wir dann erstaunlicherweise nach dem Stuben- & Revierreinigen aufgrund des Bahnstreiks früher Dienstschluss, um mit dem DB-Ersatzfahrplan noch nach Hause zu kommen. Letztendlich muss man sagen, dass die siebte Woche meiner AGA bisher die schönste war :-) In den nächsten fünf Tagen steht die Wachausbildung an, wie die Zeit nur rennt…

„SanWoche“ ohne Chef

Diese Woche stand beim Bund die Ausbildung zum Helfer im Sanitätsdienst an. Das war eigentlich ganz in Ordnung, leider aber nur eigentlich. Da wir ja am 31.10. (Reformationstag) Dienst geschoben haben, hatten wir Montag frei. Das machte sich ganz gut, so konnte ich nämlich abends mit Daniel zum Training auf dem, für uns neuen, Kunstrasenplatz am Wasserturm. Danach holten wir noch Flo und Kirschner ab.

Der Dienstag stand ganz im Zeichen der theoretischen San-Ausbildung. Es ging um unsere Aufgaben als Helfer, wie wir gekennzeichnet sind und was für Maßnahmen wir in bestimmten Situationen ergreifen müssen.

Mittwoch und Donnerstag war dann draußen in der Kaserne Praxisausbildung. Insgesamt gab es acht Stationen, verteilt auf zwei Tage. Der Mittwoch war dabei besonders bescheiden. Erstmal haben wir es am Morgen nicht geschafft, rechtzeitig vor dem Block in befohlener Ausrüstung anzutreten. Das gab schon mal einen ordentlichen Anschiss und sollte später auch Folgen haben. Mit halbgepackter Ausrüstung ging es dann zunächst zur wohl spannendsten Station. Wir mussten in einen Wald rennen, wo verwundete Soldaten lagen und versorgt werden sollten. Anschließend kam eine andere Truppe und hat die Kameraden auf Tragen in den SanKW verladen. Nachmittags war die anstrengendste Station dran: Das „Abschleppen“ bzw. Tragen von verwundeten Soldaten. Da durften wir in den verschiedensten Stellungen durch den Schlamm kriechen. Das war wirklich kein Pille-Palle, danach waren wir alle total fertig (selbst ich als halbwegs durchtrainierter Sportler ;-) ).

Da wir den Morgen ja so schön verrissen haben (siehe oben) gab es Zusatzdienst von 17.30-19.00 Uhr. Da durften wir Rucksäcke packen, Gefechtsanzug herstellen, usw. Dazu immer schön Antreten und ein bisschen in Montur um die Blöcke rennen. Krönender Abschluss war dann eine weitere kleine Sporteinheit auf dem Flur.

Den Donnerstag fand ich dann wiederum ganz interessant. Da ging es ums Bergen von Kameraden bei einem Autounfall, dem behelfsmäßigen Bau von Tragen, ABC-Abwehr und einer Einweisung in die „hohe Kunst des Verbindens“.

Am Freitag folgte dann der SanTest. In diesem Multiple-Choice Test gab es 39 Fragen und wir mussten 80 Kreuzchen sätzen. Zum Bestehen reichen 42 Punkte, wer durchfällt, muss die Allgemeine Grundausbildung (AGA) wiederholen. Die Fragen waren insgesamt aber relativ einfach, sodass ich da eigentlich durch sein sollte. Nächste (Montag Golden Goal; ansonsten ABC-Ausbildung, Waffendrill, Waffenausbildung, Geländeausbildung) und übernächste Woche (Wachausbildung) wird es aber wieder anstrengender.