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Obergefreiter Beförderung, Sport und AGSHP

Diese Woche stand besonders viel Sport auf dem Dienstplan. Zudem wurden wir am Montag mit Wirkung zum 1. April zu Obergefreiten befördert (mit dem 7. Dienstmonat). Jetzt habe ich also zwei Pommes auf der Schulter :-) Mit Ausnahme des Mittwochs und des Freitags haben wir jeden Tag mindestens zwo Stunden Sport getrieben.

Beim EST (=einsatzspezifisches Training) haben wir in grün ein paar Wettkämpfe durchgeführt. Dazu gabs zwei Gruppen, die sich in verschiedenen Disziplinen, wie Schubkarrefahren, Entengang oder Slalom gegenüber standen. Selbst unser Oberleutnant und die anderen Dienstgrade haben da mitgemacht. Super Sache :-) Selbst unser Bataillonskommandeur fand die Sache großartig.

Am Dienstag haben wir einen 12-Minuten Test gemacht. Da sollten wir so viele Runden laufen, wie wir schaffen. Des weiteren wurden Ruhe- und Belastungspuls gemessen. Ich hab knapp 2800 Meter geschafft, die 3000m sind aber in der Zeit drin. Am Mittwoch waren wir dann im AGSHP. Da haben wir nochmal die G36 S-1, S-2, S-3 und S-7 geschossen, sowie am Nachmittag die MG-Übungen S-2 und S-3. Also bis auf die 7 keine neue Übung für uns gewesen und daher nicht ganz so spektakulär.

Donnerstagvormittag haben wir dann fürs Deutsche Sportabzeichen trainiert. Es gab drei Stationen mit Weitsprung (bester Wert 5,10m), Kugelstoßen (mit der 7,25kg 7,70m) und 100m-Lauf (12,2sek). Beim Kugelstoßen darf ich bei der Abnahme des DSA aber mit der 6,25kg Kugel stoßen, da ich noch 19 Jahre bin (steht so in den DSA-Regeln). Auch beim 100m Lauf sollte noch einiges gehen, da die Bahn sehr schlecht war. Ich hoffe, dann demnächst das DSA ablegen zu können. Das brauche ich nämlich als letztes für mein Bundeswehr Leistungsabzeichen in Gold :-)

Heute gabs dann noch einen Unterricht mit unserem stellvertretenden Kp-Chef. Thema war das Wahlsystem in Deutschland. Nach Dienstschluss war ich natürlich auch wieder sportlich aktiv. Montag gings in die Halle zum Fußball, Dienstag und Mittwoch war Basketball angesagt (bis mein Ball kaputt ging). Meine Urlaubsplanung konnte ich jetzt auch voran treiben. So habe ich ab dem 25. April bis zum 18. Mai frei. Danach habe ich noch drei Urlaubstage. Zudem versuche ich noch für den HPI Hochschulinformationstag in Potsdam Sonderurlaub zu bekommen. Hoffe mal, das klappt.

In der nächsten Woche steht eine weitere Infanterieergänzungsausbildung an. Dafür gibts Montag noch grundlegende Unterrichte und Sport. Am Dienstag gehts los mit Waffenausbildung (G36/MG3), am Mittwoch haben wir Stationsausbildung, u.a. mit der Panzerfaust 3, und am Donnerstag gehts raus ins Gelände (Feuerkampf). Von Freitag auf Samstag habe ich dann wieder Wache…

Miteinander, füreinander einstehen

Fast die Hälfte meiner AGA ist um, Zeit eine kleine Zwischenbilanz zu ziehen. Ich muss sagen, dass sich meine Befürchtungen bezüglich der Härte der Grundausbildung bisher nicht bestätigt haben. Natürlich fehlen noch die großen Märsche, das zweite BiWak und auch das Gelöbnis war noch nicht. Ich denke aber, dass ich – begünstigt durch meinen Kasernen-Standort und dem Zeitpunkt – eine Menge Glück habe, jetzt die Allgemeine Grundausbildung abzuleisten. Wie ich schon in der letzten Woche geschrieben habe, hat man sich nach einigen Wochen als Soldat eingelebt.

In dieser Woche ging es nach einigen Unterrichten und Arztterminen (Wiederbestellung als LSM, Impfung) hauptsächlich um die Erstausbildung am MG3. Dazu hatten wir am Donnerstag einen weiteren Geländetag mit Ausbildung im Feuerkampf, Stellung beziehen, Alarmposten, Sperren und Bekämpfung unterlegender/überlegender Feind. Mit dem Maschinengewehr haben wir im AGSHP geschossen. Nebenbei gabs Einweisungen in das Zerlegen & Zusammensetzen bzw. Ladetätigkeiten des Maschinengewehrs. Mein „Golden Goal“ im Zerlegen des G36 habe ich übrigens relativ entspannt geschafft. Für die Sicherheitsüberprüfung, das Zerlegen & Zusammensetzen und die Funktionsprüfung hatten wir 2:30min Zeit. Das war eigentlich gut zu schaffen. Ansonsten war ich diese Woche das erste Mal GvD (Gefreiter vom Dienst, die Bundeswehr spricht in Abkürzungen ;-) ). Da wir bei uns nicht genügend Unteroffiziere haben, müssen die Rekruten den GvD-Posten besetzen, UvD (= Unteroffizier vom Dienst) sind dann vor allem Mannschafter höheren Dienstgrades. War schon nicht einfach, vor allem, da ich den anstrengendsten Tag erwischt habe (von Dienstag auf Mittwoch). Glücklicherweise konnte ich wenigstens drei Stunden pennen. Nächste Woche haben wir ab Dienstag SanAusbildung. Der Montag ist für uns frei, da wir am 31.10. (Reformationstag, ein Feiertag in Brandenburg) Dienst gemacht haben.