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Infanterieergänzungsausbildung Teil 2

Diese Woche stand wieder grüne Ausbildung an. Am Montag gabs noch Grundlagenunterricht (Alarmposten, Karte/Kompass, Melden/Beobachten) und ein bisschen Sport. Am nächsten Tag gings dann richtig los. Da hatten wir zunächst MG3 und G36 Wiederholungsausbildung mit Zerlegen & Zusammensetzen, Ladetätigkeiten und Magazinwechsel. Das waren insgesamt vier Stationen. Fazit des Tages: Nur das mit Magazinwechsel und den Ladetätigkeiten war gut, da teilweise vergessen. Aber Zerlegen und Zusammensetzen war einfach wieder nur Blödsinn. Mitlerweile können wir das nun doch in- und auswendig. :-( Na ja.

Mittwoch hatten wir dann Panzerfaust 3 Erstausbildung und parallel auch San-Ausbildung (Auffrischung). Der Tag war in Ordnung. Wäre das Wetter nicht so bescheiden gewesen, hätte auch alles gepasst. Nachmittags war dann wieder Waffenreinigen angesagt. Anschließend ging es an die Ausrüstung, die durch das Gleiten total verdreckt war.

Das Highlight der Woche war der Geländetag am Donnerstag. Dafür verlegten wir mit Com gegen 8.30 Uhr auf den Standortübungsplatz. Zunächst haben wir uns natürlich schön getarnt (Helm, Gesicht) und dann gings zu den Stellungen. Diese haben wir ausgebaut und verbessert. Zunächst haben wir das Ablösegespräch im Alarmposten wiederholt (nach Langemark, Langemap oder Langemapp). Dann übten wir den Feuerüberfall, indem die Gruppe gleichzeitig schießen sollte und somit im Idealfall nur ein Schuss zu hören ist (was dem Gegner die Gruppenstärke schlechter schätzen lässt). Nach dem Mittag haben wir dann weiter geschanzt und uns mal das Einfließen in die Stellungen von vorn bei den anderen Gruppen angeschaut. Das wurde dann auch zusammen mit dem Zugführer ausgewertet. Als letztes haben wir die Fortbewegung im Gelände trainiert. Die anderen Gruppen sollten uns von ihren Stellungen aus aufklären. Das war ganz schön anstrengend, sich kriechend oder gleitend über eine große Distanz fortzubewegen. Gegen 20 Uhr ging es zurück in die Kaserne. Dort hieß es dann Waffenreinigen und Ausrüstung nachbereiten. Dienstschluss gabs gegen 22 Uhr, wir hatten aber bis 0 Uhr zu tun und waren erst kurz danach im Bett. Ein sehr anstrengender Tag bei schlechtem Wetter. Anstrengender als AGA? hmm vielleicht…

Gestern ging es dann in die Wache. Das war jetzt meine vierte, mal schauen vielleicht auch meine letzte bzw. goldene (Hoffnung an) ;-) Ich hatte, wenns gut kam, vier Stunden Schlaf insgesamt, da wir Streife, Posten und Telefonposten machen mussten. Flaggenparade durfte ich auch einmal durchführen. Alles in allem war es aber wieder eine ruhige Wache.

Jetzt werden erstmal meine Bundeswehr-Klamotten gereinigt. Nächste Woche gehts schließlich grün weiter. Neben der MKF-Weiterbildung für unsere Fahrer habe ich Montag erst mal Unterricht. Weiterhin haben wir zwei komplette Tage Waffenausbildung (P1, MG3, G36). Tolles Ding, hatten wir ja schon so lange nicht… Ansonsten gibts natürlich Sport und Waffenreinigen. Zum Glück ist meine Zeit bald um, das ist zum großen Teil nur noch Beschäftigungstherapie!

Obergefreiter Beförderung, Sport und AGSHP

Diese Woche stand besonders viel Sport auf dem Dienstplan. Zudem wurden wir am Montag mit Wirkung zum 1. April zu Obergefreiten befördert (mit dem 7. Dienstmonat). Jetzt habe ich also zwei Pommes auf der Schulter :-) Mit Ausnahme des Mittwochs und des Freitags haben wir jeden Tag mindestens zwo Stunden Sport getrieben.

Beim EST (=einsatzspezifisches Training) haben wir in grün ein paar Wettkämpfe durchgeführt. Dazu gabs zwei Gruppen, die sich in verschiedenen Disziplinen, wie Schubkarrefahren, Entengang oder Slalom gegenüber standen. Selbst unser Oberleutnant und die anderen Dienstgrade haben da mitgemacht. Super Sache :-) Selbst unser Bataillonskommandeur fand die Sache großartig.

Am Dienstag haben wir einen 12-Minuten Test gemacht. Da sollten wir so viele Runden laufen, wie wir schaffen. Des weiteren wurden Ruhe- und Belastungspuls gemessen. Ich hab knapp 2800 Meter geschafft, die 3000m sind aber in der Zeit drin. Am Mittwoch waren wir dann im AGSHP. Da haben wir nochmal die G36 S-1, S-2, S-3 und S-7 geschossen, sowie am Nachmittag die MG-Übungen S-2 und S-3. Also bis auf die 7 keine neue Übung für uns gewesen und daher nicht ganz so spektakulär.

Donnerstagvormittag haben wir dann fürs Deutsche Sportabzeichen trainiert. Es gab drei Stationen mit Weitsprung (bester Wert 5,10m), Kugelstoßen (mit der 7,25kg 7,70m) und 100m-Lauf (12,2sek). Beim Kugelstoßen darf ich bei der Abnahme des DSA aber mit der 6,25kg Kugel stoßen, da ich noch 19 Jahre bin (steht so in den DSA-Regeln). Auch beim 100m Lauf sollte noch einiges gehen, da die Bahn sehr schlecht war. Ich hoffe, dann demnächst das DSA ablegen zu können. Das brauche ich nämlich als letztes für mein Bundeswehr Leistungsabzeichen in Gold :-)

Heute gabs dann noch einen Unterricht mit unserem stellvertretenden Kp-Chef. Thema war das Wahlsystem in Deutschland. Nach Dienstschluss war ich natürlich auch wieder sportlich aktiv. Montag gings in die Halle zum Fußball, Dienstag und Mittwoch war Basketball angesagt (bis mein Ball kaputt ging). Meine Urlaubsplanung konnte ich jetzt auch voran treiben. So habe ich ab dem 25. April bis zum 18. Mai frei. Danach habe ich noch drei Urlaubstage. Zudem versuche ich noch für den HPI Hochschulinformationstag in Potsdam Sonderurlaub zu bekommen. Hoffe mal, das klappt.

In der nächsten Woche steht eine weitere Infanterieergänzungsausbildung an. Dafür gibts Montag noch grundlegende Unterrichte und Sport. Am Dienstag gehts los mit Waffenausbildung (G36/MG3), am Mittwoch haben wir Stationsausbildung, u.a. mit der Panzerfaust 3, und am Donnerstag gehts raus ins Gelände (Feuerkampf). Von Freitag auf Samstag habe ich dann wieder Wache…

Zweimal Wache und Divisionsübergabe

Gleich zwo Mal hatte ich diese Woche Wache. Los ging es am Dienstag, also einen Tag nach Ostermontag. Der erste Wachdienst war jetzt nicht so spannend. Wie immer habe ich nur wenig schlafen können, abwechselnd mussten wir nämlich Streife laufen und Torposten stehen. Dazu hatte ich noch eine so beischeidene Einteilung, dass ich insgesamt nur zwei Stunden pennen konnte. Am Mittwoch war dann nach der Übergabe an die neue Mannschaft Wachnachbereitung bis Mittag angesagt. Also duschen, Spind einräumen, sauber machen, usw. Danach gabs für mich keine neuen Aufträge, da ich aus der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe gestrichen wurde.

Das haben dann die zu uns neu versetzten Gefreiten gemacht, die noch nicht für Wache eingetragen sind. Somit musste ich auch meinen Dienst am Freitag antreten. Da hatte ich nämlich gehofft, den durch den Appell nicht machen zu müssen. Was solls. Den Mittwoch und Donnerstag habe ich dann genutzt, um meinen Schlaf nachzuholen. Nebenbei waren wir noch einkaufen und haben einen Abend auch mal Fußball auf dem Sportplatz gezockt. Gestern ging es dann wieder morgens zur Wache runter und rein in den Wachdienst, der übrigens etwa 27 Stunden dauert (mit Antreten, Belehrung, Vergatterung, usw.). Dieser war spannender, da mal ein bisschen was passiert ist. :-) Ansonsten bleibt zu sagen: Wieder viel zu wenig geschlafen (wenns hochkommt drei Stunden).

Heute hieß es dann flinke Füße. Gleich nach Ende des Wachdienst sind wir hoch ins Kompaniegebäude, die Sachen für zu Hause hatte ich schon vorgepackt, und fertig machen zur Heimfahrt. Netterweise wurde ich zum Bahnhof gefahren und musste so nicht laufen. Kurz nach 12 Uhr war ich in Bernau, dann gings schnell nach Hause, Sachen auspacken, Sportsachen einpacken und ab in Richtung Sportplatz zum Treff. :-)

Btw: Ab nächster Woche sind wir auf Stube wieder voll belegt, da die Fahrschüler zurückkommen und wir jetzt noch einen KzH-Rückkehrer begrüßen dürfen. Somit wird es die letzten drei Monate noch mal schön kuschelig. Leider war der Dienstplan für nächste Woche noch nicht ausgehangen, somit weiß ich auch gar nicht, was so für uns ansteht. Ich denke aber, dass die neuen Gefreiten mit ihrer DPA anfangen werden. Zumal in den nächsten Tagen auch der Quartalsplan ausgehangen werden sollte.

Vitalfunktionen aufrechterhalten

Das war die Devise der letzten Kasernen-Woche. Bis auf Montag und Dienstag hatten wir, das waren acht Leute in meinem Zug (der Rest hatte Urlaub), eigentlich sehr viel Leerlauf. Es gab eigentlich immer kleinere Aufträge, so durften wir mal wieder Hallen ausfegen, Tore abschleifen, LKWs entladen und all das machen, was halt noch so anfiel. Sport haben wir einmal am Montag Nachmittag gemacht. Da durften wir sogar selbständig laufen oder in die Muckibude gehen. Ansonsten haben wir halt ziemlich viel Zeit auf Stube verbracht, was ich aber nicht sonderbar schlimm fand. Notebook und andere technische Geräte (TV) waren aber natürlich verboten. So habe ich viel gelesen und Radio gehört (ja, das war erlaubt ;-) ). Als Highlight der Woche würde ich mal den OG-Abschied am Dienstagabend und die Fahrt in die Therme am Mittwoch bezeichnen. Das war mal Abwechslung und hat mir wirklich gefallen.

Die nächste Woche wird dann aber wieder anstrengender, das ging aus dem Abschlussantreten hervor. Von Dienstag auf Mittwoch habe ich Wache, danach gehts los mit Formaldienst für die Divisionsübergabe. Da weiß ich aber nicht mal, ob ich dabei bin, da ich immer noch für Freitag als Wachsoldat eingetragen bin… Das würde auch wegen Fußball am Samstag knapp werden. Mal schauen, ich hoffe das noch tauschen zu können. Gleichzeitig ist das Quartal ja zu Ende und nachdem die W9er mit DZE schon letzten Donnerstag raus sind, kommen jetzt die neuen Gefreiten.

Beifahrer und Zugübergabe vollzogen

Auch diese Bund-Woche ist schnell zusammengefasst. Genau wie in der letzten ging es darum, den Zug und sein Material für die Übergabe vorzubereiten. Heute war dann der große Tag: Unser neuer Zugführer, ein Oberleutnant, hat uns im Rahmen eines Kompanieantretens offiziell übernommen. Das Abschlussantreten artete deswegen ganz schön aus (über 30 Minuten).

Die Woche begann mit Sport. Dazu sind wir im Zugrahmen raus aus der Kaserne. Insgesamt waren wir fast eine Stunde unterwegs. Danach war Nachbereitung angesagt. In den Hallen haben wir letzte Vorbereitungen getroffen. Auch am Dienstag ging es wieder ans Material, LKWs wurden umgeparkt, Hallen gefegt, usw. Nachmittags durfte ich dann Beifahrer spielen. Die Fahrzeuge mussten in die Waschstraße. Am nächsten Tag gehörte ich zur örtlichen Putzkolonne. Gestern war ich dann nochmal mit den LKWs unterwegs, nachmittags hatten wir Sport und haben Fußball gespielt :-) War ne coole Sache vom Oberleutnant, anschließend haben wir dann noch ein paar Einbeinsprünge gemacht. Na ja und vom Freitag habe ich euch ja schon erzählt.

Wacheinteilung für März und Anfang April haben wir jetzt auch schon gemacht. Da muss ich mal schauen, dass ich meine zweite Wache Ende März getauscht bekomme, bin nämlich da eigentlich in der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe…

Dann noch zu zwei Aufregern von heute. Meinen geplanten Urlaub im Mai habe ich zum Glück doch bekommen. Eigentlich ist da eine Übung und somit Urlaubssperre, die Reise ist aber schon gebucht und der Antrag liegt seit Januar vor. Gestrichen wurde dagegen mein GvD, da wurde ich irrtümlich für Sonntag auf Montag eingeschrieben.

Zum Schluss zur nächsten Woche. Viele aus meinem Zug haben da Urlaub, somit wird da bestimmt nicht so viel sein (hoffe ich mal). Ob der 30er AMILA-Marsch am Donnerstag stattfindet, weiß ich auch nicht. Lass ich mich einfach mal überraschen ;-)

Zugübergabe und Innendienst

Die zehnte Kalenderwoche im Jahr 2008 war bundtechnisch geprägt von Maßnahmen zur Zugübergabe am 14. März. Dann bekomme ich nämlich einen neuen Zugführer (einen Oberleutnant). Dafür galt es diese Woche das Material unseres Zuges zu bewirtschaften, Vollzähligkeit durchzuführen und technischen Dienst zu betreiben.

Für mich persönlich war es eine langweilige Woche, da ich ab Dienstagmittag Innendienst war und somit nicht in die Hallen raus durfte. Auf Stube habe ich dann größtenteils Zeitschriften gelesen, Nase geputzt und Tabletten gelutscht ;-) Mittlerweile gehts mir aber schon besser.

Weitere Höhepunkte hatte die Woche nicht wirklich zu bieten. Ein bisschen Sport haben wir auch noch gemacht, aber nicht viel. Für Diskussionsstoff sorgte übrigens der Jahresbericht des Wehrbeauftragten 2007. Reinhold Robbe sagt, dass die Hälfte aller Soldaten zu dick sind und über 70 Prozent rauchen. Beide Punkte kann ich zumindest in meinem Bataillon nicht bestätigen. Zwar haben wir viele Raucher (würde den Anteil auf 50% schätzen), doch ist nicht jeder zweite zu dick. Was den Sport an sich angeht, kann ich schon sagen, dass viel Sport ausfällt und man in einigen Einheiten darauf nicht so viel Wert legt. Parallel wurden jetzt bei uns neue Zahlen aufgenommen (Alter, Gewicht, Größe, Raucher/Nichtraucher).

Donnerstag hatten wir erstmals politische Bildung mit unserem Chef, Thema war die Migration global und speziell in verschiedenen Ländern. Fand ich eigentlich super gemacht, ein solcher Unterricht könnte gern öfter sein. Zum Schluss ein Ausblick auf die nächste Woche: In den nächsten fünf Tagen werden wir die Zugübergabe weiter vorbereiten. Vielleicht haben wir auch mal ein bissl „Leerlauf“, schauen wir mal ;-)

Ehrenzug beim Feierlichen Gelöbnis und neukrank

Diese verkürzte Woche beim Bund (Montag war Quartalsausgleichstag) war geprägt vom Feierlichen Gelöbnis der AGAnauten des ersten Quartals 2008. Am Dienstag haben wir, der Ehrenzug, natürlich dafür Formaldienst gemacht. Mit Waffe marschieren, das Gewehr präsentieren und so weiter. Aufgrund meiner guten Leistungen wurde ich aus der Reserve rausgenommen und fest in den Ehrenzug integriert. Vielen Dank dafür an einen meiner Kameraden, der das alles geschickt eingefädelt hat, ne ;-)

Am Mittwoch ging es dann ans Eingemachte. Auf dem örtlichen Sportplatz marschierten wir als letzte Abordnung ein, alles lief super. Den Takt vom Heeresmusikkorps hatten wir drin (Preußens Gloria :-) ) und es ist auch keiner aus dem Ehrenzug umgekippt. Aus unserer Kompanieabordnung hat es aber wohl zwei erwischt. Auch beim Präsentieren, Richt euch und so weiter gab es keine Probleme, das hat alles sehr gut geklappt. Als letzter Mann der Formation konnte ich das gut sehen. Nachteil, auch mich konnten alle sehr gut sehen :-) Das Feierliche Gelöbnis dauerte schon ein bisschen, da es das erste öffentliche Gelöbnis des Bataillons am neuen Standort war. Beim Ausmarsch gabs dann ein kleines Problem. Wir waren zwar alle im Gleichschritt, nur passte der nicht ganz zur Marschmusik. Na ja, egal, Hauptsache sieht einheitlich aus, dachten wir uns.

Da ich aber schon beim Gelöbnis erkältungstechnisch angeschlagen war, ich das aber unbedingt durchziehen wollte, habe ich mich am Donnerstag neukrank gemeldet. Schnupfen, Halsschmerzen, Husten, allgemeines Unwohlsein, das komplette Programm einer schönen Erkaltung halt. Somit musste ich auch auf das UZI-Schießen (MP2) verzichten, angesichts meines Zustandes war der Arztbesuch aber das einzig richtige. Bin jetzt bis einschließlich Sonntag Innendienst, was mich auch als Wachersatz befreit.

Beim Kompanieantreten zum Dienstschluss hat der Ehrenzug für heute dienstfrei bekommen. Deshalb war ich auch schon gestern Abend zu Hause. Schöne Sache, so kann ich mich ein wenig auskurieren. In der nächsten Woche bei der Bundeswehr weiß ich gar nicht mal was ansteht. Die geplante Übung fällt wohl zumindest für meinen Zug aus, mal gucken.

MG Fliegerabwehrschießen – Typisch Bundeswehr

Diese Woche stand ganz im Zeichen des Fliegerabwehrschießens. Am Montag verlegten wir (77 Lehrgangsteilnehmer) dafür nach Norddeutschland. In der Kaserne des Truppenübungsplatzes angekommen bezogen wir unsere Stuben. Abends ging es mit einigen Kameraden ins „Mannheim“, andere nutzten die Möglichkeit ins Spaßbad zu fahren.

Am Dienstag begann der komprimierte Grundlagenunterricht zum Thema Fliegerabwehr. Den Großteil habe ich vorher im Reibert schonmal gelesen, also nichts wirklich neues (Gefahren, Visier, Luftraumspäher, usw.). Der Leutnant zeigte aber auch ein paar interessante Videos zur Fla- bzw. Flieger-Abwehr. Am Nachmittag absolvierten wir dann mit dem Maschinengewehr MG3 die erste Vorübung (MG-V-1). Dazu mussten wir mit 30 Schuss auf 25 Meter drei Flugziele bekämpfen (Propellerflugzeuge, Vorbei- und Überflug). Die Übung habe ich im Vergleich zu anderen sehr gut abgeschlossen (als einer der wenigen habe ich wirklich auch alle drei Ziele vollständig bekämpft). Insgesamt haben nur 66% diese Übung überhaupt bestanden. Am Abend hatte der Spieß zum Kulturprogramm ins Kino geladen.

Nicht desto trotz durften am Mittwochvormittag alle auch die V-2 schießen. Bei dieser wurde ein Flugziel auf einem Seil gespannt, welches per Überflug auf uns zu kam. Geschossen haben wir mit Plastikmunition, eine Trefferaufnahme gabs nicht, sodass alle bestanden haben. Am Nachmittag sollte eigentlich die Übung auf den Luftsack geschossen werden, doch das Flugzeug konnte aufgrund des aufgekommenen Nebels nicht starten. Somit wurde eine Parallelausbildung organisiert und wir „durften“ nochmal MG Zerlegen & Zusammensetzen, ABC-Ausbildung, Helfer im Sandienst und Grundlagen Fliegerabwehrvisier MG3 durchgehen.

Am Donnerstag sollten wir nach dem Blockreinigen ab Mittag eigentlich wieder schießen. Aufgrund der geringen Sichtweite aufs Meer (weniger als 2,5 Meilen) konnte aber auch diesmal nur ein Trockendurchgang durchgeführt werden. Somit war es uns leider nicht möglich auf das bewegliche Luftziel zu schießen (ein Luftsack, der 1,2 km hinter einem Flugzeug hinterher gezogen wird). Glücklich waren alle, als wir nach vieler Warterei in der Kälte endlich in unsere Heimatkaserne zurückverlegen konnten. Dort kamen wir dann gegen 21 Uhr an. Unsere Kampftragetaschen haben wir schnell ausgepackt und somit bekamen wir nach der Nachbereitung auch Dienstschluss. Vor 24 Uhr war ich aber trotzdem nicht im Bett. Heute war dann nur noch Stuben- & Revierreinigen angesagt.

Viel aufschlussreicher war da die Woche in Hinsicht auf Organisation und Ablauf bei der Bundeswehr. So wurde uns am Montag von einem Dienstgrad mitgeteilt, dass wir auf einem Lehrgang sind und somit Sachen wie, Essgeschirr, Magazintaschen fürs G36 und Zeltbahn nicht mitnehmen brauchen. Im Norden angekommen, wurden wir nach unserem Essgeschirr gefragt, da wir draußen verpflegt haben. Einige hatten das natürlich nicht bei, ich hatte es sicherheitshalber trotzdem mitgenommen. Da gabs ordentlich Stress und natürlich streitete der Dienstgrad alles ab bzw. gab nur einige Sachen zu. Auch die ganze Warterei war eine reine Farce. An duzende Wiederholungen von Befehlen ist man gewöhnt, aber was sich einige Unteroffiziere rausnehmen, ist wirklich heftig (Beleidigungen, Androhungen). Von der Organisation gar nicht mal zu sprechen. Diese Woche hat gezeigt, warum ich froh bin, wenn mein Grundwehrdienst vorbei ist. Es läuft einfach gar nichts planmäßig…

Zum Schluss noch ein kleiner Ausblick auf die nächste Woche. Montag habe ich Quartalsausgleichstag und somit frei. Dienstag ist Vorüben fürs Gelöbnis der AGA-Rekruten (ich bin ja im Ehrenzug), ehe am Mittwoch das Feierliche Gelöbnis durchgeführt wird. Donnerstag fahren wir MP 2 Schießen und somit ist die Woche auch dann schon um ;-)

Blog-Stöckchen Blogger und ihre Berufe

Von lousigerblick kommt die Stöckchenfrage, was Blogger vom Beruf sind und welche Rolle das Bloggen dabei spielt. Weiterhin möchte der Stefan Böttcher wissen, welche Ausbildung wir gemacht haben bzw. was die Blogger studiert haben. Zu guter letzt kommt die Frage, wie die Blogger zum Schreiben gekommen sind.

1.) Mein Beruf: Momentan bin ich Soldat bei der Bundeswehr, habe also kein zivilies Berufsverhältnis. Nach meinem Grundwehrdienst, der am 30. Juni endet, werde ich studieren. Mein Abitur habe ich im Juni 2007 am Barnim-Gymnasium in Bernau bekommen. In der Kaserne spielt das Bloggen keine große Rolle, ab und zu habe ich Internetzugang und blogge dann über meinen Soldatenalltag. Ansonsten bin ich keine Art „Bundeswehr-Blogger“, ist ja auch alles geheim ;-) Diesen Blog sehe ich als Privat-Projekt, das mit SEO und Marketingthemen angereichert ist. Für später ist es geplant, diese Teilbereiche auszulagern und diesen Blog mit rein privaten Themen zu füllen.

2.) Ausbildung / Studium: Wie eben schon erwähnt, werde ich ab dem nächsten Wintersemester (WS 08/09) studieren. Dafür habe ich mich schon im letzten Jahr an sechs Universitäten in Deutschland beworben, von denen ich allen eine Zusage erhalten habe. Es läuft aber darauf hinaus, dass ich am Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik in Potsdam IT-Systems Engineering studieren werde. Dafür habe ich schon meine Zulassung. Nebenbei möchte ich versuchen, selbständig im Online-Bereich als Schreiber, Blogger, SEO und Webseitenersteller zu arbeiten.

3.) Warum Bloggen: Wie man am Archiv dieses Blogs erkennen kann, ging das ganze im August 2007 los. Vorher hatte ich mal einen kurzen Ausflug zu Blogger.com von Google, habe mich dann aber aus diversen Gründen für einen eigenen Webspace und WordPress entschieden. Ich nutze die Seiten vor allem dafür, um mir einen Kundenstamm für meine Selbständigkeit aufzubauen und zu schauen, wie man Seiten monetarisieren kann. Da es mein erster Blog ist, möchte ich auch Erfahrungen sammeln, auch in Hinsicht auf das Schreiben an sich.

Bergfest oder Halbzeit bei der Bundeswehr

Mit dem heutigen Tag habe ich die Hälfte meines Grundwehrdienstes geschafft: 4 1/2 Monate sind seit meinem Dienstantritt im Oktober 2007 vorbei. Bergfest :-) Die gerade zu Ende gegangene Dienstwoche spiegelte dabei mein Leben beim Bund und nach der AGA wieder. Entgegen vieler, die sagen, dass nach der AGA alles „gechillt“ wird, darf ich momentan im Grünen buckeln.

Der Montag begann mit Waffenausbildung an MP2 (UZI) und G36 (Waffendrill). Über fünf Stunden auf dem kalten Boden liegend, kauten wir das Zerlegen & Zusammensetzen wieder einmal durch. Auf Befehl unseres Kommandeurs, der uns auf die Bataillonsübung im Juni vorbereiten möchte.

Am zweiten Tag der Infanterieergänzungsausbildung ging es ins Gelände. Schön mit Schminke auftragen und Helm tarnen sind wir in Schützenreihe durch den Wald. Unsere MGs wurden natürlich in der Gruppe mitgeschleppt. Danach wurde der Platz der Gruppe bezogen und Stellungen/Alarmposten ausgebaut. Zu allem gabs natürlich wieder eine tolle Lage und einen Auftrag. Die Verteidigung des eigenen Raums stand einmal mehr im Mittelpunkt. Immer wieder haben wir einen Alarm durchgespielt, sind in die Stellungen hineingeglitten und haben den Feuerkampf geführt. Egal ob Feuerüberfall, selbständig geführter Feuerkampf oder Sturmabwehrschießen, immer wieder hieß es Mun auf den „Feind“ zu verschießen. In der Kaserne zurück ging es ans Waffenreinigen.

Mittwoch war dann wieder Waffenausbildung. Im Gegensatz zu Montag hatten wir diesmal das MG mit dabei. Vor dem Dienstschluss ging es wieder ans Reinigen.

Das Highlight der Woche kam dann am Donnerstag. Es stand der 30km AMILA-Leistungsmarsch auf dem Plan. Um den Marsch zu bestehen, muss man die Strecke unter 5 Stunden zurücklegen. Dabei hat man 10kg Gepäck auf dem Rücken, bei mir waren es ungefähr 12,5 (10 wären ja zu einfach ;-) ). Für mich und viele andere Gefreite war es der erste 30er. Somit war mir auch nicht ganz klar, wie man den angehen muss. Auf Unterhose und Feldjacke wurde im Vornherein verzichtet, aus gutem Grund. Dazu hatte ich zwei Paar Socken an. So gabs im Nachhinein keine größereren Blessuren und zu warm/kalt war mir auch nicht. Auf den ersten Kilometern habe ich es relativ locker angehen lassen. Ab Kilometer 6 dachten wir uns dann aber, dass wir ruhig schneller laufen könnten. Unterwegs gab es immer wieder Verpflegungspunkte (insgesamt vier Stück), wo es Tee, Gemüse, Obst und einen Riegel gab. Ab Kilometer 10 lief es sich fast wie von selbst. Zwischendurch bin ich kleinere Strecken auch locker gejoggt. Das tut gut, da es die Schulter entlastet (mein Hauptproblem). Im Endeffekt war ich in 4 Stunden und 14 Minuten im Ziel. Dabei bin ich von den letzten vier Kilometern bestimmt 3 gejoggt. Für den nächsten 30er weiß ich, dass ich es zu Beginn ruhig schneller angehen kann. Somit dürfte eine Zeit von unter 4 Stunden drin sein. Die schnellsten beim 30km AMILA waren bei uns nach 3:50h zurück. Wichtig ist der 30km AMILA Marsch fürs Leistungsabzeichen, das ich gerne erwerben möchte.

Der Nachmittag bestand dann mal wieder aus Waffenreinigen und MGs schleppen. Enttäuscht waren alle, dass es abends vom Chef kein dienstfrei für Freitag gab. In den letzten Quartalen war das immer der Fall :-( Des Weiteren wurde ich gestern dazu ausgewählt, am Ehrenzug für das Gelöbnis am 27. Februar teilzunehmen. Normalerweise machen die schon seit zwei Wochen Formaldienst, da aber so viele ausgefallen sind, bilde ich mit einigen anderen Kameraden die Reserve. Na ja, eigentlich hatte ich mich nicht ohne Grund nicht gemeldet ;-)

Für die nächste Woche steht das Flugabwehrschießen mit dem MG auf dem Programm. Dabei werden aber drei Kameraden von meiner Stube fehlen, die jetzt für sechs Wochen auf Fahrschule sind.