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Wertungsschießen

Eine für mich verlängerte Woche ist passé. Von Montag bis Mittwoch waren wir schießen. Geschlafen haben wir in einer Kaserne – im Gegensatz zu meiner Heimatkaserne mit Stube 2000, ein Traum :-) Den Truppenübungsplatz kannten ich und einige andere schon aus der AGA. Auf dem Programm stand für Montagnachmittag (der Vormittag diente der Vorbereitung) nur eine Stunde G36-Waffenausbildung. Am nächsten Tag sollte es mit dem Schul- und Wertungsschießen losgehen.

Am Vormittag haben wir zunächst mit der Pistole P1 geschossen. Na ja, nicht gerade meine Lieblingswaffe, das hat sich auch in meinem eher bescheidenen Schießergebnis gezeigt. ;-) Da ich aber die G36-Wertungsübung S9 in der AGA schon in Bronze bzw. auch in Gold geschossen hatte, reichte mir Bronze bei der P1-S2-WÜ um eine bronzene Schützenschnur zu bekommen. Am Nachmittag haben wir mit dem G36 die Schulschießübung 6 geschossen. Highlight des Tages war das G36 Nachtschießen, im Gegensatz zur Grundausbildung diesmal mit Leuchtspurmunition :-)

Am Mittwoch habe ich zunächst noch mal die G36-S9 geschossen, konnte aber auch dort nur Bronze einheimsen. Das blöde war halt, dass wir mit den neuen Waffen nicht die S1 geschossen haben, um den Haltepunkt der Waffe zu ermitteln. Egal. Am Nachmittag durften wir dann noch die Wertungsübungen des MGs (S3 und S4) schießen. Die S3 habe ich in silber geschossen. Da die Zeit/Munition bei der S4 aber nicht mehr reichte um allen drei Durchgänge zu ermöglichen, war da nicht mehr drin. Im Endeffekt habe ich also bisher eine bronzene Schützenschnur (Pistole und G36 Wertung jeweils mind. bronze). Für silber/gold muss ich noch die MG-Übungen S3 und S4, entweder in Silber oder Gold, schießen. Den Donnerstag und Freitag verbrachten wir dann größtenteils mit Waffenreinigen.

Meine erste Wache

Von Samstag auf Sonntag, sprich gestern auf heute, hatte ich meine erste Bundeswehr-Wache. Als Erstes vorne weg, es war nicht allzu schlimm. ;-) Klar, ich hatte nicht so viel Schlaf, wie sonst, aber es war halt Wochenende und somit ganz ruhig.

Insgesamt musste ich vier mal Streife laufen (a zwei Stunden) und vier Stunden Torposten schieben. Zweimal hatte ich vier Stunden zwischen den Schichten frei, ansonsten war auch mal Streife/Posten hintereinander.

Begonnen hat alles gegen 7.15 Uhr beim UvD der wachhabenden Einheit. Dort gabs kurz ein Antreten mit Einweisung, für fünf Leute war es die erste Wache. Danach gings Sachen packen und ab zum Wachlokal. Der OvWa hat dann eine Wachbelehrung durchgeführt und nochmal wichtigen Stoff der Wachausbildung wiederholt. Danach wurden wir vergattert und gegen 9.30 Uhr lösten wir die alte Wachmannschaft ab.

Im Wachlokal gabs sechs Betten in einem Raum, die habe ich eigentlich in den großen Pausen immer genutzt ;-) Elektrische Geräte sind ja nicht erlaubt… Habe mir auch schön die aktuelle FIVE mitgenommen und gelesen, ansonsten stirbt man da bspw. als Posten vor Langeweile. Nächstes Mal werde ich wohl aber nicht mehr den Sa/So-Dienst nehmen. Am besten ist wohl Donnerstag/Freitag oder Freitag/Samstag. Mal schauen, bei uns gibt es auch so ein Punktesystem und irgendwie soll man für bestimmte Wachzeiten auch mal nen Tag frei bekommen. So richtig hat uns dazu aber noch keiner aufgeklärt.

DPA-Prüfung bestanden, Fußball adé

Diese Woche stand ganz im Zeichen der DPA-Abschlussübung. Wir wurden dabei nicht nur praktisch, sondern auch theoretisch geprüft. Bestanden haben alle. Leider hat unser Zugführer die genauen Ergebnisse noch nicht bekannt gegeben. Insgesamt war ich mit meiner gebrachten Leistung ganz zufrieden, vor allem aufgrund der Begleitumstände:

Am Montagabend war das Abschlusstraining der Bataillonsfußballmannschaft. Zugleich wurden auch die Spieler für das Turnier am Dienstag/Mittwoch nominiert. Ein guter Kumpel aus Schulzeiten und ich hatten es beide in die Mannschaft geschafft. Nur leider durfte ich nicht mit. Am Dienstagmorgen informierte ich während der praktischen DPA-Prüfung einen Feldwebel, der das mit dem Turnier meinem Zugführer meldete. Dieser jedoch wollte mich einfach nicht mitfahren lassen. Man hätte ihn früher informieren müssen und es ginge nicht, dass Leute aus anderen Kompanien einfach so Soldaten zu einem Fußballturnier abziehen. Auf jeden Fall entwickelte sich eine heftige Diskussion zwischen den Chefs der beiden Kompanien, meinem Zugführer und dem Leutnant, der vom Kommandeur den Befehl bekommen hatte, eine Mannschaft für das Turnier aufzustellen.

Eine Entscheidung musste Dienstagmittag fallen. Mein Zugführer bot mir zwei Möglichkeiten an. Entweder ich fahre mit zum Turnier, bekomme dann aber nicht meine ATN, weil ich den DPA-Abschlusstest nicht schreibe, oder ich bleibe in der Kaserne und schreibe. Ohne ATN (Ausbildungstätigkeitsnachweis) würde ich die ganze Zeit als UvD oder Wache eingesetzt werden! Eine „Wahl“ blieb mir durch die Erpressung daher nicht wirklich und ich musste auf das Turnier verzichten… Das war so mit das negative Highlight diese Woche. Die Mannschaft belegte übrigens Platz 4, die ersten drei sind weitergekommen… Na ja, was solls. Trotzdem werde ich weiter nach Dienstschluss zum Training gehen.

Morgen früh muss ich wieder in die Kaserne, habe bis Sonntagmorgen Wache. Nächste Woche fahren wir drei Tage Schießen. Donnerstag ist Nachbereitung und Waffenreinigen, Freitag Sport und Grundreinigung.

Noch eine Woche Dienstpostenausbildung

Die dritte Woche DPA ist vorbei und wir haben wieder fleißig gewerkelt. Die Tage waren wir viel draußen, haben eine Menge gelernt und Ausbildungsstoff der Vorwochen gefestigt, teilweise unter erschwerten Bedingungen (Gerödel, Waffe). In der nächsten Woche werden wir eine Abschlussübung auf dem Kasernengelände haben, die wohl von Montag bis Donnerstag geht.

Diese unterteilt sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Letzterer wird die vier Tage aber besonders prägen. Ob ich am Dienstag/Mittwoch in der Kaserne bin und an der DPA-Prüfung teilnehmen kann, zeigt sich am Montag. Vielleicht schaffe ich es ins Bataillonsfußballteam, wenn ja, fahren wir Dienstag Mittag zu einem Hallenturnier und kommen erst Mittwoch Abend zurück. Ob ich unter den sieben Glücklichen bin, stellt sich Montagabend beim letzten Training heraus. In der nächsten Woche habe ich freitags wohl auch früher Schluss, weil ich heute im DPA-Wochenabschlusstest eine 1 geschrieben habe :-)

Internet auf Stube :-)

Wir haben ab heute Internet auf Stube. Moobicent machts möglich. Ein Kamerad hat einen Vertrag bei denen abgeschlossen und jetzt teilen wir uns auf Stube die Kosten. Ein Rechner stellt die Verbindung her, die anderen nutzen den Zugang per WLAN. Dabei nutzen wir meist Geschwindigkeiten ala DSL 1000 oder 1500. Mehr dazu später ;-)

Leider schaffe ich es aber nicht, jeden Tag ins Netz gehen zu können. Montag und Mittwoch habe ich hier im Bataillon abends Fußballtraining. Den Donnerstagabend nutze ich momentan noch zum Lernen für die DPA-Wochentests. Sobald es den aber nicht mehr gibt, könnte ich zumindest Dienstag- und Donnerstagabend ein bisschen was machen :-)

Die Woche gehts übrigens viel raus, das Wetter spielt leider aber nicht so mit. Nächste Woche haben wir DPA-Abschlussübung. Am Mittwoch/Donnerstag bin ich aber evtl. mit der Bataillonsmannschaft unterwegs. Das steht aber noch nicht fest, ob ich wirklich in der Mannschaft bin. Subjektiv gesehen rechne ich mir ganz gute Chancen aus :-)

Dienstpostenausbildung Woche Zwo

Im Vergleich zur Vorwoche hat sich diesmal nicht allzu viel in der DPA/SGA geändert. Auch diesmal hatten wir viel Unterricht, der praktische Anteil nahm aber sichtlich zu. So haben wir eine breite Palette an unterschiedlichen Ausbildungen bekommen (näheres darf ich ja nicht verraten). Gestern hatten wir noch PFT (physical fitness test). Bestanden habe ich den, Punktzahl dürfte so um die 22 liegen. Volle sechs Punkte habe ich im 12-Minuten-Lauf, „Sit-Ups“ und Liegestütze :-)

Abschließend gab es heute natürlich wieder einen Test. Den ersten hatte ich übrigens mit der Note 2 abgeschlossen. Durchgefallen bin ich beim zweiten nicht, das genaue Endresultat weiß ich aber noch nicht. Zum Schwierigkeitsgrad sei gesagt, dass man mit intensivem Lernen bestimmt eine 1 bekommen kann. Sobald man aber im Unterricht aufpasst, war bisher eigentlich immer eine „Bestanden“ locker drin.

Ansonsten war ich am Dienstag noch schön in der Kaserne laufen, um auch den Anschluss an die Vorbereitung zu halten. Mittwoch habe ich sogar mal abends Fußball spielen können, ich hoffe, dass ich das regelmäßig machen kann. Bei uns soll nämlich jetzt ne Art „Bataillonsmannschaft“ aufgestellt werden, die dann an Turnieren teilnimmt. Wäre wirklich ganz cool, wenn ich da reinkommen könnte. Am nächsten Montag ist ein weiteres Auswahltraining. In der Regel wird wohl zwei mal die Woche 1 1/2h trainiert.

Insgesamt ist es also eine ganz gute Woche gewesen. Ab nächsten Montag gehts in der Dienstpostenausbildung weiter, ehe eine Woche drauf eine Abschlussübung ansteht. Wens interessiert: Auch nach der AGA ist bei uns noch Stubendurchgang angesagt. Es gibt entgegen vielleicht mancher Berichte auch noch Stuben- und Revierreinigen und das wird zumindest bei uns regelmäßig kontrolliert.

DPA = Dienstpostenausbildung Woche 1

Meine erste Woche DPA bei der Bundeswehr ist vorbei. Das waren zugleich die ersten richtigen fünf Tage in meiner neuen Kompanie und somit auch nach der AGA. Über meine jetzigen Tätigkeiten darf ich nicht allzu viel verraten (ist VS – NfD = Verschlusssache Nur für den Dienstgebrauch). Wir saßen die Tage viel im Unterrichtsraum, es galt die Grundlagen für unsere Ausbildung zu schaffen. Wir hatten drei mal Sport, immer jeweils ne Stunde mit Kasernenrunden und lockeren Übungen zwischendurch (Liegestütze, Entengang ohh ohh, Lauf-ABC usw.). Ansonsten haben wir uns auch mal unsere Ausstattung/Material angeschaut.

Am Feitag haben wir dann einen Wochentest geschrieben, der jedoch noch nicht komplett ausgewertet wurde. Wer den verrissen hat (Note 5 oder 6), darf nächste Woche Freitag länger bleiben. Mit den ganzen Mannschaftern haben wir dann auch noch UVD-Dienste und Wache abgesprochen. An unsere neue Stube haben wir uns auch schon ein bisschen besser gewöhnt. Es sind ja nur einer aus meinem Zug bzw. zwei aus meiner AGA-Kompanie mit mir auf Stube. Die anderen Kameraden wurden alle von anderen Standorten zu uns versetzt.

Nur leider muss ich sagen, dass die Kompanie nicht so meinen Geschmack trifft. Da wäre ich in zwei anderen viel besser aufgehoben, auch aufgrund meiner persönlichen Fähigkeiten bzw. meiner Absichten nach dem Bund. Die wurden ja eigentlich im KWEA aufgenommen, doch wurde ich nach diesen nicht wirklich versetzt. Im Endeffekt entscheidet ja immer der Spieß :-( Ist schon blöd, na ja, muss ich halt noch mal sechs Monate durch. Wie einige sagen, dass es nach der AGA besonders chillig wird, hmm, das kann ich in keinster Weise bestätigen. Vor Weihnachten hatte ich ja schon geschrieben, dass wir bis Ende März einen richtig fetten Terminkalender haben…

AGA-macht-GAGA.de oder etwa nicht :-)

Mit www.aga-macht-gaga.de ist mein angekündigtes Projekt inhaltlich so weit fertig. Die Seite gibt wertvolle Tipps, Infos und Ratschläge für alle Wehrdienstleistende. Dazu beschäftigt sich AGA-macht-GAGA.de nicht nur mit der Allgemeinen Grundausbildung, sondern auch mit dem (Grund-)Wehrdienst an sich.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich noch ein paar schicke Bilder mit reinnehmen. Auch seotechnisch wird noch etwas passieren, ein bissl habe ich in die Richtung schon unternommen. Dabei werde ich bestimmte Dinge am Projekt direkt hier mit euch Lesern besprechen. Ihr könnt dann natürlich auch Verbesserungsvorschläge geben und über bestimmte Sachen mit mir diskutieren. Auch generelle Vorschläge sind gern willkommen. Außerdem möchte ich Google AdWords in dem Zusammenhang mal ausprobieren.

AGA-Urkunde und Beförderung

Hier kommt zunächst meine AGA-Urkunde, überreicht am Zugabend durch meinen Zugführer. Als zweites darunter meine Beförderung zum Gefreiten mit Wirkung vom 1. Januar 2008 :-)

Urkunde AGA

Beförderung zum Gefreiten

AGA vorbei – In die Stammeinheit versetzt

Am gestrigen Mittwoch ging meine AGA im vierten Quartal 2007 zu Ende. Ein Drittel meines Grundwehrdienstes bei der Bundeswehr ist somit geschafft. Es folgen sechs Monate in meiner Stammeinheit. Noch vor der Versetzung durften wir zwei Tage lang Waffen und Ausrüstung reinigen bzw. nachbereiten. Vorgestern hatten wir zudem noch Zugabend. Der war wirklich geil gewesen, die Stimmung grandios. Die Ausbilder, Hilfsausbilder und Zugführer waren richtig gut drauf. Das hat definitv Spaß gemacht :-) Am Mittwoch haben wir dann unsere Spinde ausgeräumt und unsere Sachen verpackt.

Um 10 Uhr war dann Bataillonsantreten, wo wir an unsere Stammkompanien übergeben wurden. Die ausscheidenden Obergefreiten wurden gleichermaßen verabschiedet. Leider bin ich jetzt von all meinen Stubenkameraden getrennt. Lediglich zwei aus meinem alten AGA-Zug sind jetzt auch in meinem Stammeinheits-Zug, einer davon in meiner Stube. Meine neue Kompanie hat übrigens den Auftrag, Gefechtsstände einzurichten, so viel darf ich verraten ;-)

Nachdem wir dann gegen Mittag in der neuen Kompanie angekommen sind, gab es ein kurzes Begrüßungsantreten mit Vorstellen der „Mannschaft“. Danach war Vollzähligkeitskontrolle und Beziehen der neuen Stuben mit Einräumen der Spinde angesetzt. Viel mehr außer Stuben reinigen und herrichten war dann an dem Tag auch nicht mehr drin. Etwas Wichtiges haben wir dann doch noch gemacht, wir haben unsere Urlaubsscheine ausgefüllt. So geht es für mich erst ab dem 7. Januar 2008 wieder richtig los ;-)

Heute gabs vom KpChef eine kleine Vorstellung der Kompanie. Da erfuhren wir, dass die Monate Januar bis März ziemlich anstrengend werden und wir nebenbei viel Sport/Märsche machen werden. Wir haben vier Wochen DPA (Dienstpostenausbildung), in der wir alles Notwendige für unseren Einsatz lernen werden. Am Ende müssen wir eine Prüfung (theoretisch & schriftlich) bestehen. Ist das nicht der Fall, „dürfen“ wir die DPA nochmal machen. Nach dieser fahren wir in ein dreitägiges Schießbiwak, zwei Wochen später fahren wir in ein weiteres, dann ist aber MG-Flugabwehrschießen. Es folgen dann zwei Übungen unserer Kompanie. So weit die Quartalsplanung I/08.

Anschließend stand heute Stuben- und Revierreinigen an. Danach folgte eine Einweisung in die „Besondere Wachanweisung“ unserer Kaserne, da wir ab Januar bzw. Februar erstmals als Wache eingesetzt werden. Danach musste ich nur zwecks MKF-Tauglichkeit in den SanBereich. Da kam als Ergebnis raus, dass ich die Vorraussetzungen für den militärischen B-Führerschein besitze :-) Mal schauen, ob ich den mache. Schließlich hat meine Kompanie über 100 Fahrzeuge.

Da es sonst nichts weiteres gab und alle ab Unteroffizier aufwärts auf den Weihnachtsmarkt gefahren sind, hatten wir ab 15.30 Uhr Dienstschluss. Es bleibt als Fazit zu sagen, dass die ersten drei Monate in der Stammeinheit wohl nur ein wenig „relaxter“ als meine AGA werden. Danach soll es aber wohl ruhiger werden. Im Vergleich zum Stab ist das aber immer noch ein fulltime-Job…