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Nowitzki Olympia-Fahnenträger, EM 2012 in Deutschland?

Das sind die zwei Sport-Topmeldungen des Tages. Nach der erfolgreichen Olympiaqualifikation der deutschen Basketballer in Athen wünschen sich vor allem viele Basketballfans, dass Nowitzki Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier in Peking wird. Bei schoenen-dunk.de gabs viele sehr positive Kommentare und Beiträge zu dem Thema.

Ich denke es wäre verdient, wenn unserem besten Basketballer diese Ehre zu Teil werden würde. Jahrelang war sich Nowitzki, im Gegensatz zu anderen NBA-Stars, nach über 80 Saisonspielen! nicht zu schade, im Sommer für sein Heimatland aufzulaufen. Olympia war sein Traum für den er unglaubliches geleistet hat. Nach dem entscheidenden Sieg über Puerto Rico (über 1 Millionen Deutsche sahen das Spiel im DSF!) übermannten Dirkules seine Glücksgefühle. Dirk ist ein Vorzeige-Sportsmann und überragender Athlet. Er arbeitet enorm an sich, möchte immer besser werden. Er ist Deutschlands wohl meistbekanntester Mannschaftssportler im Ausland. By the way: Bis vor wenigen Jahren fuhr Dirk trotz Millionen-Gehalts einen Polo in Dallas, bis die Vereinsführung in aufforderte was größeres zu kaufen, da es ihnen „peinlich“ war, dass ein Vorzeigespieler mit so einem Auto fährt :-)

Unter der Aktion „Ran an die Fahne, Dirkster!“ könnt ihr den DOSB bitten, Dirk Nowitzki als Fahnenträger der deutschen Delegation zu nominieren. Schickt dazu eine Mail an: office@dosb.de. Bei StudiVZ gibts übrigens eine eigene Gruppe für Dirk als Fahnenträger (über 200 Mitglieder) und auch eine Online-Petition wurde für unseren NBA-Spieler ins Leben gerufen! Das ZDF macht eine Online-Abstimmung. Gegenüber der BILD-Zeitung hat er gesagt, dass er es gerne machen würde und auch DOSB-Präsident Thomas Bach sagte zu Nowe: „Besonders freue ich mich für meinen fränkischen Landsmann, für den ein Lebenstraum in Erfüllung geht. Mit seinem deutlichen Bekenntnis zu Olympia ist er ein idealer Botschafter für die gesamte Mannschaft“. Auch der Tagesspiegel berichtet. Helft also mit!

Die andere Nachricht ist keine unbedeutendere. Angeblich soll Deutschland neben den Polen als Mitaustragungsort der Fußball EM 2012 einspringen, so will es jedenfalls die englische Zeitung „Daily Telegraph“ erfahren haben. Eigentlich sollen Polen und die Ukraine gemeinsam die Endrunde der Europameisterschaft 2012 ausrichten, doch die Ukraine hat wohl sehr große Probleme bei den Vorbereitungen. Berlin und Leipzig sollen die deutschen Spielstätten bei der EM 2012 sein. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erklärte, es gebe keine offizielle Anfrage der UEFA und beraten wird sich erst Ende September in Bordeaux. Vor einigen Wochen waren Italien und Spanien bzw. Irland/Schottland als neue Ausrichter genannt worden.

China – Das Reich der Mitte im Web 2.0

Obwohl es im Reich der Mitte eine strenge Zensur in Medien und Internet gibt, sind die Chinesen mittlerweile die zweitgrößte Internetnation der Welt. Nach der letzten Statistik des offiziellen China Network Information Center (CNNIC) nutzen 210 Millionen Chinesen das Internet. Damit fehlen nur noch fünf Millionen Nutzer, um Amerika als größte Internetnation abzulösen.

Gemessen an der Gesamtbevölkerung nutzen aber nur 16% der Chinesen das Netz, in Deutschland sind es zum Vergleich 63%. Auch die Verteilung ist in China noch sehr ungleich. Von den 210 Millionen Anwendern leben nur knapp 53 Millionen in ländlichen Gebieten. Fast jeder zweite Bewohner von Peking (46,6 Prozent) und Shanghai (45,8 Prozent) nutzt das Netz, in ländlichen Provinzen wie Guizhou oder Gansu hingegen nicht einmal jeder Zehnte. Die Wachstumsrate auf dem Land ist dagegen mit knapp 128 Prozent viel höher als in den Städten (38 Prozent). Ein Großteil der Chinesen nutzt Breitbandanschlüsse (163 Millionen) für den Internet-Zugang. Rund jeder vierte (50,4 Millionen) nutzt das Internet auch mobil über das Mobiltelefon. Die Wachstumszahlen im bevölkerungsreichsten Land der Erde sind immer noch gigantisch: Seit Juli 2007 kamen 48 Millionen Internetnutzer hinzu. Gegenüber Ende 2006 ist die Zahl um 73 Millionen gestiegen.

Einer wachsenden Beliebtheit erfreuen sich in China vor allem Weblogs. CNNIC habe ermittelt, dass etwa 47 Millionen Chinesen einen eigenen Blog betreiben. Insgesamt gibt es sage und schreibe 73 Millionen Blogs. Zum Ende des Jahres 2006 gab es aber gerade mal 17,5 Millionen Blogger!

Ähnlich wie in Deutschland nutzen zwar mehr Männer das Internet (55%), aber die Mehrheit der Blogs wird von Frauen verfasst (57%). Gebloggt wird über Kultur und Wirtschaft, Tourismus und Alltagsleben und sogar über das Militär. In erster Linie drehen sich Blogs aber über die bloggende Person selbst. Auf der anderen Seite liest die Mehrheit der Nutzer am liebsten Blogs zur Unterhaltung. Eines der bekanntesten Blogs in China ist das der Schauspielerin Xu Jinglei, das sogar schon die Technorati-100-Liste der meist verlinkten Blogs anführte.

Jegliche Form der Online-Kommunikation mit den „Wangyou“, den Netzfreunden, ist sehr beliebt. Sie diskutieren in Chaträumen und Foren. Eines der größten Foren betreibt die Parteizeitung Renmin Ribao („Tageszeitung des Volkes“) selbst.

Anders als in Deutschland können Chinas Surfer ihre Meinung jedoch nicht offen äußern. Im Jahr 2007 kündigte die Regierung an, Blogs stärker kontrollieren zu wollen. Kürzlich verbot die Regierung Privatnutzern, ihre Videos über das Internet zu verbreiten. Wer sich dennoch über kritische Themen äußert, riskiert, dass seine Beiträge gelöscht werden. Im schlimmsten Fall gerät er ins Visier der Sicherheitsbehörden. Allerdings haben die Chinesen eine lange Tradition des Umschreibens von Sachverhalten (Homonymen). Das sind gleich ausgesprochene Silben, deren Bedeutung sich durch die Betonung jedoch ändert. So verklausuliert kann über so gut wie alles diskutiert werden.

Blog-Statistik Nachwuchsblogger

Am vorletzten Freitag, dem 4. Januar 2008, habe ich, für die meisten wohl bekannt, einen Artikel über Deutschlands-Nachwuchsblogger veröffentlicht. Der Zuspruch und die Reaktionen auf den Post waren für mich vorher nicht abzuschätzen, im Endeffekt aber für meinen bescheidenen Blog unerwartet. So möchte ich es mir nicht nehmen lassen, kurz darüber zu posten, was nach der Veröffentlichung so geschah.

Als allererstes wären da die 48 Yiggs (Stand 12. Januar 23 Uhr), die meinen Beitrag auf die Startseite von yigg.de katapultierten. So habe ich allein von dieser Social Platform laut Google Analytics an die 100 Besucher bekommen. 35 Kommentare (davon 10 Trackbacks) liefen auf den Artikel. 755 mal gelesen ist der Beitrag nun der am häufigsten gelesene in meinem Blog! Der Post sorgte dafür, dass laut WordPress.com Stats 329 Besucher am 4. Januar meinen Blog besuchten (Rekord). Meine Feedreaderzahl verdoppelte sich annähernd innerhalb dieses Zeitraums.

Neben den ganzen Statistiken gab es sehr viele Reaktionen auf den Artikel. So ließ es sich der Freetagger Philipp Zurawski nicht nehmen, aufbauend auf meinen Beitrag, eine Blogparade zu starten und nach den Nachwuchsbloggern in Deutschland, der Schweiz und Österreich zu suchen. Bis zum 6. Februar kann man an der Blogparade teilnehmen, danach gibt es eine Auswertung und evtl. die ersten Nachwuchs-Blogcharts. Unter allen Teilnehmern möcht er dann noch T-Shirts verlosen. Eine super Idee, wie ich finde.

Yannick Eckl fand in Florian Hodissen einen 12-Jährigen Münchner Blogger. Wenn das mal nicht krass ist :-)

Wie ich schon zu Beginn geschrieben habe, bin ich mit dem „Ergebnis“ meines Posts sehr zufrieden. Nach der vielen Arbeit (Recherche) bin ich von dem Ergebnis beeindruckt. Gerne würde ich solche Aktionen wiederholen, doch fehlt mir im Moment einfach die Zeit. Beim Bund ist halt viel zu viel zu tun, sodass meine Freizeit äußerst begrenzt ist. Schade, aber ich hoffe ab Juni/Juli solche Artikel liefern zu können :-)

Hilfsaktion für Basketball-Spieler Phil Sellers

Auf SD habe ich heute eine Meldung gelesen, die mich wirklich schockiert hat. Phil Sellers, ein amerikanischer Basketball-Profi aus der zweiten deutschen Liga, erlitt in den USA einen Schlaganfall. Sellers war hier ein überragender Spieler, machte bei seinen Vereinen im Schnitt immer über 25 Punkte und war absoluter Leistungsträger. Zur neuen Saison 07/08 sollte Sellers nach Freiburg in die neue ProB wechseln. In den Staaten bereitete er sich auf die neue Spielzeit vor. Sellers wusste nicht, dass er seit seiner Geburt ein Loch in seinem Herz (sogenanntes Forman ovale) trägt. Die nötige Herz-OP sollte in den USA durchgeführt werden. In Freiburg wunderte man sich, dass nichts zu hören war. Dann erfuhr man vom Spieler, dass er nicht versichert war. Bei Basketball-Profis ist es nämlich üblich, dass diese durch die Vereine nur während der 8/9-monatigen Saison versichert werden. Nun hat der USC Freiburg den Amerikaner mitsamt seiner Familie nach Freiburg geholt um die Operation in Deutschland durchzuführen. Nun wird Geld für die medizinischen Eingriffe, die Nachsorge, die Wiedereingliederung und den Lebensunterhalt von Phil Sellers gesammelt.

Ereignisreiches Wochenende

Nachdem die deutschen Basketballer am Donnerstagabend im Viertelfinale der EM gegen Gastgeber Spanien ausgeschieden sind, gab es gestern das wichtige Platzierungsspiel gegen Slowenien. Durch den 69:65 Erfolg der „Bauermänner“ nimmt man im Juli nächsten Jahres am vorolympischen Qualifikationsturnier teil und wahrt sich somit den Traum von Peking. Heute gings dann gegen Kroatien um den 5. Platz. Das Team um NBA-Superstar Dirk Nowitzki konnte auch diese Partie siegreich beenden. Nach 40 gespielten Minuten hieß es 80:71. Beste Punktesammler der Deutschen waren Dirk Nowitzki (31), Jan-Hendrik Jagla (11) und Demond Greene (10). Durch die Niederlage der Franzosen im Spiel um Platz 7 ist für sie hingegen das Thema Olympia abgehakt. Genau wie bei den Serben und Türken ist jetzt in Frankreich eine hitzige Diskussion entstanden.

Basketball-EM Zwischenrunde: Deutschland mit Niederlage gegen Frankreich

Im ersten Spiel der EM-Zwischenrunde mussten sich unsere deutschen Basketballer den Franzosen um NBA-Finals-MVP Tony Parker deutlich mit 66:78 geschlagen geben. Das Spiel habe ich aufgenommen, konnte es aber leider noch nicht sehen. Laut Boxscore scheint es eine souveräne Vorstellung der Franzosen gewesen zu sein, die, bis auf das letzte Viertel, alle Spielabschnitte für sich entscheiden konnten. Bei ihnen scorten mit Parker (23, 3/7 Dreier), Florent Pietrus (12), Tariq Kirksay (12) und Ronny Turiaf (11) vier Spieler zweistellig, bei den Deutschen nur zwei (Nowitzki mit 28 und Okulaja mit 14). Bei Schoenen-Dunk hat man wohl Steffen Hamann im Spielaufbau zerrissen, der bisher wahrlich keine gute Europameisterschaft spielt. Bauermann hält wohl zu sehr an ihm fest, wobei auch mir Mithat und Pascal besser gefallen haben.

Ansonsten sollte man vielleicht nochmal den Modus der Zwischenrunde erklären. In der Sechser-Gruppe kommen die ersten Vier ins Viertelfinale. Diese Mannschaften sind auch beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr gesetzt. Deutschland ist momentan Vierter und es geht in den nächsten Spielen gegen Italien und Slowenien. Sollte man gegen die Italiener gewinnen, dürfte das Ticket für das Viertelfinale gelöst sein. Ich glaube nicht, dass die Türken noch ihr großes Coming-Out im Turnier geben werden. Das nächste Spiel ist am Montag um 21:30 im DSF gegen Slowenien zu sehen.

Was für ein Spiel: Deutschland verliert hochdramatisch mit 4 gg. Litauen

War das ein super Spiel!!! Deutschland verliert im letzten Vorrundenspiel der Gruppe C zwar mit 80:84 gegen „Basketballmacht“ Litauen, doch was war das für eine super Moral der Deutschen! Mit 21 lag man im dritten Viertel zurück, nachdem die Litauer schon im ersten Spielabschnitt 30 Punkte erzielten (die Deutschen nur 17). Die Balten trafen einfach alles, egal wer da von außen draufhielt. Angeführt von einem überragenden Sarunas Jasikevicius, der immer wieder mit no-looks seine Teamkeraden bediente. Mitte des dritten Viertels beginnt dann die Aufholjagd unserer Nationalspieler. In dieser Phase bärenstark, Pascal Roller! Der Frankfurter Aufbauspieler erzielte 8 Punkte (darunter zwei Dreier) und führte sein Team wieder heran.

Im letzten Viertel ist die Dramatik kaum noch zu überbieten. Deutschland kämpft sich Punkt um Punkt heran, die Litauer lassen ihre Treffsicherheit aus Halbzeit eins vermissen. Robert Garrett netzt von außen ein, wir sind kurz vor Schluss auf zwei dran und haben die Chance mit dem letzten Spielzug das Ding zu entscheiden. Okulaja geht nach vorn, übersieht den völlig frei stehenden Demond Greene an der Dreipunktelinie und kassiert ein Offensivfoul. Schade. Aber all das was davor geschah, war einfach überragend.

Nowitzki mit 28 Punkten einmal mehr bester Spieler auf dem Parkett. Ademola Okulaja erzielte 12, Robse Garrett 10. Bei den Litauern Darjus Lavrinovic mit 18 Punkten, Sarunas Jasikevicius mit 15 und 10 Assists, Ramunas Siskauskas 13 und Darius Songaila 10. Dieses Comeback der deutschen Mannschaft traute auch Frank Buschmann, TV-Kommentator des DSF, ihnen nicht mehr zu. Buschi übrigens wieder mit einer genialen Übertragung. Leider haben die Deutschen es nicht mehr geschafft, denn dann wäre er nach Palma de Mallorca ausgewandert und hät ne Fischerei aufgemacht. :-)

Übrigens haben das gestrige Spiel gegen die Türken im DSF 1,3 Millionen Deutsche gesehen und die heutige Partie war einfach beste Werbung für den geilsten Sport der Welt!! Weiter geht es am Samstag. Dann spielen die Deutschen um 16.30 (TV-Übertragung im DSF ab 16.15 Uhr) in der Zwischenrunde. Dort trifft man auf Slowenien, Frankreich und dem Sieger der Partie Polen gegen Italien. Zwei der drei Spiele muss man für das Viertelfinale gewinnen.

Deutschland überrollt die Türkei, heute gegen Litauen

Gestern Abend hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft gegen die Türken ein wahres Basketball-Feuerwerk abgebrannt. Mit 30 Punkten (79:49) nahm man die Truppe von Trainer Bogdan Tanjevic förmlich auseinander. Im Gegensatz zum Tschechien-Spiel präsentierten sich die Deutschen offensiv als Team. Defensiv machten sie den Türken das Leben schwer, die aber auch gar nichts trafen (30 % Wurfquote, 50 % von der FW-Linie). NBA-Akteur Mehmet Okur (Utah Jazz) und Flügel Ibrahim Kutluay wurden sehr gut abgemeldet.

Buschi hat wieder exzellent kommentiert, die Türkei hat sich wirklich überhaupt nicht als Mannschaft präsentiert. Die NBA-Stars kriegen ne Extra-Wurst gebacken (fahren nicht im Mannschaftsbus, sondern haben einen privaten Chauffeur), bei Deutschland mit Nowitzki undenkbar. Der war übrigens wieder mit 24 Punkten Topscorer, dazu kam ne gute Quote von 47 %. Ebenfalls zweistellig punkteten Ademola Okulaja (13) und Demond Greene (10). Für mich machte Jan-Hendrik Jagla ein sehr starkes Spiel (8 Punkte, darunter zwei richtig geile Dreier). Defensiv ohne Superstar-Bonus hat er halt viele Fouls bekommen. Dirk Bauermann setzte alle 12 deutsche Spieler ein, nur Guido Grünheid erzielte keinen Punkt.

Jetzt geht es gleich gegen Litauen, die bisher souverän beide Vorrundenspiele in der Gruppe C gewinnen konnten. Die Deutschen sind schon sicher in der Zwischenrunde, können aber mit einem Sieg Gruppenerster werden. Das würd gegen die Litauer aber richtig schwer. Mit Linas Kleiza (Denver Nuggets), Sarunas Jasikevicius (Golden State Warriors) und Darius Songaila (Washington Wizards) spielen gleich drei in der NBA. Auch der Rest spielt auf absolutem europäischen Spitzenniveau. Ebenfalls dabei ist Rimantas Kaukenas, der früher für die Telekom Baskets Bonn in der BBL spielte.

Heimspiel in Wembley!

„Wir haben ein Heimspiel in Wembley“ sangen die deutschen Fans im neuen Londoner Wembley-Stadion. Die deutsche (B-) Fußballnationalmannschaft gewinnt ihren Test gegen fast komplette Engländer mit 2:1. 11 Absagen musste das Team von Trainer „Jogi Löw“ verkraften, darunter, zum Teil verletzte, Spieler wie Ballack, Frings, Klose, Schweinsteiger, Podolski oder Gomez.

Nach etwa 10 starken Minuten der Engländer, die im Mittelfeld vor allem über Chelseas Joe Cole immer gefährlich waren, fiel das 1:0 durch Frank Lampard. Bis zur 20. hatten die Gastgeber weiterhin ein Übergewicht, die deutsche Elf mit zuviel Respekt und Abstand. Danach aber ein ganz anderes Bild. Die Deutschen spielten besser mit, störten den Gegner früher. Nach einem Patzer des englischen Keepers staubte Kurányi zum 1:1 ab. Kurz darauf war es Schalkes Christian Pander, der mit einem satten Linksschuss aus etwa 22 Meter den Führungstreffer nachlegte.

Mit einem 2:1 ging es dann auch in die Pause. Aus dieser kamen die Gäste zunächst ganz gut, doch Mitte der zweiten Hälfte erspielten sich die Engländer einige hochkarätige Torchancen, die jedoch alle kläglich vergeben wurden. Die Deutschen konnten den Vorsprung dann aber letztendlich gegen enttäuschende Engländer über die Zeit bringen. Ein verdienter Erfolg für die junge und neu zusammengeworfene Truppe!

Die deutsche Basketballnationalmannschaft spielte unterdessen zur gleichen Zeit einen Test in Valencia gegen den Weltmeister Spanien und verlor nach drei guten Vierteln am Ende deutlich mit 77:61 (Nowitzki mit 5/19 aus dem Feld…).

DBB-Auswahl siegt klar gegen China

Nicht mehr als ein guter Sparringspartner war die chinesische Nationalmannschaft heute für das deutsche Basketballnationalteam. Ohne ihren NBA-Superstar Yao Ming von den Houston Rockets (Schulterverletzung) lag man schon nach vier Minuten mit 10 Punkten hinten. Einzige Lichtblicke bei den Asiaten waren der ehemalige NBA-Spieler Wang Zhizhi (Dallas Mavericks) und Yi Jianlian (Milwaukee Bucks). Dirk Bauermann wechselte eifrig durch und gab allen Spielern Einsatzzeit. Im vornerein wurden Nino Garris (DeutscheBank Skyliners Frankfurt) und Kirsten Zöllner (ebenfalls Frankfurt) aus dem 16-Mann Kader gecuttet. Bis zur EM Anfang September wird es noch zwei weitere Spieler erwischen.

Die Color Line Arena in Hamburg war mit 10.433 Zuschauer nicht ganz ausverkauft, aber für ein Basketballspiel gut gefüllt. Auf deutscher Seite wurde zwar Dirk Nowitzki mit 17 Punkten bester Werfer, jedoch war zu merken, dass seine Teamkollegen ihn nicht permanent suchten. „Alba-Rückkehrer“ Patrick Femerling und Mithat Demirel erzielten als einzige Deutschen keine Punkte.

Gut gefallen hat mir Steffen Hamann, der energisch zum Korb gegangen ist. Sein Mittel- und Ferndistanzwurf hat er ja schon seit der letzten Saison erheblich verbessert, was ihn zur klaren Nummer Eins auf der PG-Position für die EM in Spanien macht. In der ersten Hälfte spielte „Joe“ Herber von Alba selbstbewusst auf (8 Punkte). Am Ende war es dann Julian Sensley (12) über den einige gute Aktionen liefen. Aber auch Sven Schultze, Pascal Roller und der zu Beginn sehr treffsichere Demond Greene haben ihren Job gut gemacht. Neben dem etwas enttäuschenden Femerling (gutes Passing und Defense, aber zu viele TO und vergebene Würfe) war für mich Jan-Hendrik Jagla der Pechvogel des Abends. Zwar konnte er zum Ende noch punkten, doch hatte er mit dem chinesischen Schiri seinen Freund gefunden (5 Fouls).

Alles in allem präsentierte sich die deutsche Mannschaft gut eingespielt und wird hoffentlich auch in der zweiten Partie gegen die Chinesen am Sonntag in Mannheim überzeugen.