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Wochen aufarbeiten

Bekanntlich ist meine zweite Woche bei der Bundeswehr vorbei. Höhepunkt dabei das erste scharfe Schießen mit dem G36 am Freitag. Die S1 und S3 habe ich bestanden, letztere zwar mit einigen Schwierigkeiten, aber egal. „Lustig“ dabei: Mein Gewehr war völlig dejustiert. Geschossen habe ich dann mit Ausbilderwaffen. Nächste Woche gehts von Montag bis Donnerstag ins erste Biwak. Dann sollen die S5 und S9 geschossen werden. Dann fehlt nur noch die P1-Übung S2 und das Schießen ist durch. Na ja, alles ganz schön anstrengend.

Einigen Tränen verdrückte ich beim Blick auf mein ersten überwiesenen Wehrsold. So bekomme ich nicht mal 300 Euro, was ich verwunderlich finde. Zu den 222,30 Euro Wehrsold müssten eigentlich noch Verpflegungsgeld von 72 Euro, die Erstattung meiner Antrittsfahrt (10,20 Euro) und Mobilitätszuschlag (circa 40 Euro pro Monat) bezahlt werden. Also fast 350 Euro, hmm.

Fußball wurde heute auch noch gespielt. Wir haben auswärts 2:0 gewonnen, in der 20. Minute musste ich verletzt vom Platz. Jetzt kühle ich meinen Knöchel, damit ich nächste Woche auch fit für die Bundeswehr bin. Sind halt wichtige fünf Tage, an denen ich teilnehmen sollte. Zu anderer Zeit hätt ich mich wohl „neukrank“ gemeldet und eine „MSG“ bekommen. Jetzt gehts halt nicht.

Meine erste Woche bei der Bundeswehr

So, die ersten fünf Tage meines Grundwehrdienstes sind um und viele Eindrücke haben mich fast „erschlagen“. Am Montag standen für den gesamten Tag Vor- und Hauptuntersuchungen, sprich eine weitere Musterung, an (Zahnarzt, Hör- und Sehtest, Blutdruck, Puls, …). Abends wurden wir von unserem Kompaniechef begrüßt, danach ging es ab ins Bett. Am nächsten Tag wurden wir komplett eingekleidet. Mittwoch gab es den ganzen Tag Unterricht zu den verschiedensten Themen und Donnerstag erhielten wir unser G36. Dieses Gewehr wird uns jetzt 3 Wochen lang permanent begleiten (selbst auf dem Klo). Freitag war dann Zerlegen und Zusammensetzen angesagt.

Das Essen ist in Ordnung, Problem ist nur, man hat sehr wenig Zeit dafür (nicht selten weniger als 10 Minuten). An das Marschieren und viele Stehen habe ich mich auch schon gewöhnt. Spinde sind eingeräumt, Betten müssen gemacht werden, Meldungen gegenüber Vorgesetzten gegeben werden und natürlich gibt es auch Frühsport.

Ist schon was anderes, wenn man nur Befehle bekommt und diese ausführt. Runterschlucken und Machen ist angesagt. Man muss über die Sachen bzw. den Sinn einfach nicht nachdenken. Ein paar Anschnautzer habe ich auch schon bekommen, was den Umgang mit dem G36 angeht. Da muss ich beim Zerlegen, Zusammensetzen und Reinigen noch gewissenhafter sein ;-)

Am Dienstag nächste Woche schreiben wir unseren ersten Test (sogenanntes Golden Goal). Wer nicht besteht, muss an einem Freitag um 15 Uhr nachschreiben (wenn die anderen schon zu Hause sind). Außerdem steht nächste Woche intensive Waffenausbildung an, am Freitag gibts das erste scharfe Schießen (mit echter Munition). Darauf die Woche ist das erste Biwak.