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Google-Angst und das Leistungsschutzrecht

In den letzten Tagen liefen bei DRadioWissen und beim digitalen Quartett zwei „Sendungen“ mit den Themen „Google vs. VG Media-Verleger“ (Eine Stunde Was mit Medien – 09. Oktober 2014) bzw. „Google-Angst“ (Ausgabe #66), auf die ich durch die Teilnahme von Prof. Dr. Mario Fischer (FH Würzburg – University of Applied Sciences) gestoßen bin. Beide kann ich euch nur wärmstens zum nachträglichen Hören bzw. Anschauen empfehlen. Zu einigen Punkten aus den Diskussionen wollte ich jetzt mal meine Meinung publizieren, da ich einige Sachen doch etwas anders sehe.

1) Aussage: Google News sei werbefrei, verdiene mit dem Dienst kein Geld und könne somit gar nichts an die VG Media-Verleger ausschütten (Lizenzgebühren).

Richtig ist, dass Google derzeit auf news.google.de keine Werbung anzeigt. Die Betonung liegt aber auf derzeit, der Zustand muss ja nicht so bleiben. In den USA hat Google beispielsweise bereits Werbeeinblendungen geschaltet und teilte die Einnahmen nicht mit den Medienhäusern, deren Inhalte von der News-Suche erfasst werden. Google bindet darüber hinaus aber zum Beispiel die News One-Boxen auch in der normalen Suche ein, wo dann natürlich Werbung ausgeliefert wird.

Zudem ist es so, dass Google weiterhin indirekt mit Google News Einnahmen generiert. Zum einen indem Leute weiter auf andere Google Angebot navigieren und dort zum Beispiel Werbung angezeigt bekommen. Des weiteren befinden sich auf vielen Verlagsangeboten Google AdSense-Anzeigen, hier erhält Google 32% der Einnahmen (68% der Publisher, in dem Fall also die Verleger).

2) Aussage: Das Leistungsschutzrecht für Presseverleger sei abends um 22/23 Uhr verabschiedet worden.

Das ist schlicht nicht richtig. Die namentliche Abstimmung über den Gesetzesentwurf zum Leistungsschutzrecht für Presseverleger fand am 1. März 2013 um kurz nach 10:30 Uhr vormittags statt. 293 Abgeordnete votierten für den Gesetzentwurf, 243 stimmten gegen ihn. Es gab drei Enthaltungen.

3) Aussage: Thomas de Maizière soll behauptet haben, Google verkaufe Nutzerprofile.

Diese Aussage geht nicht wirklich so aus dem vermutlich gemeinten F.A.S-Artikel vom 21.09.2014 hervor. Dass Google Bewegungsprofile an eine Versicherung verkauft bzw. verkaufen könnte wird nur als beispielhaftes Szenario dargestellt, aber nicht, dass Google es wirklich macht.

4) Aussage: Die meta-Description wird extra / explizit für Google gefüllt. Nur die Suchmaschine sieht den Text und der Ersteller möchte, dass diese ausgewertet und angezeigt wird.

Die meta-Description / Kurzbeschreibung soll Suchmaschinen, Webcrawler (Robots), etc. helfen zu verstehen, um was es auf der Internetseite geht. Ein Einverständnis, diese Beschreibung zu veröffentlichen, ist damit aber nicht automatisch verbunden. Der Ersteller bleibt Urheber und eine Nutzung ist dadurch nicht automatisch auch erlaubt.

Zudem verwendet Google heute bei weitem nicht immer die meta-Description, sondern in vielen Fällen auch direkt Inhalte aus der Webseite selbst. Die ausgefüllte meta Description im head-Bereich des HTML-Dokuments wird also, auch was die Anzeige in den Suchergebnissen bei Google angeht, ignoriert.

5) Aussage: Für Google News muss man sich extra bewerben.

Das ist soweit korrekt, jedoch geht Google jetzt noch weiter und bindet in One-Boxen in den USA auch News nicht registrierter Newsquellen ein (Quelle).

6) Aussage: Verlage können die Anzeige der meta-Description und Bilderindexierung technisch selbst verhindern (Opt-Out).

Das ist richtig, jedoch ist die Frage, ob sie das müssen und dafür verantwortlich sind, die Indexierung durch Externe zu verhindern. Müsste nicht vielleicht sogar eher Google die Anzeige verhindern und dürften sie die Sachen nicht erst anzeigen, wenn der Nutzung seitens der Verlage zugestimmt wurde (Opt-In)? Zumal sich Suchmaschinen, Aggregatoren und andere nicht an die (gleichen) meta-Anweisungen halten müssen und sie ignorieren können.

7) Aussage: Wir (Deutschen) müssen Google ja nicht nutzen, es zwingt uns keiner.

Richtig, zwingen nicht, es gibt auch andere Suchmaschinen, doch liefern diese ebenso gute Ergebnisse, haben diese ein besseres Angebot? Ist es für neue Suchmaschinen in Deutschland überhaupt noch möglich, Fuß zu fassen oder ist Google mittlerweile nicht einfach uneinholbar voraus?

8 ) Aussage: Google verteilt kostenlose Dinge, bietet seine Dienstleistungen kostenfrei an.

Hier sollte man sich in meinen Augen nicht auf eine rein monetäre Betrachtungsweise konzentrieren. Wir bezahlen die Dienste, indem Google mit unseren Benutzerdaten Nutzerprofile anlegt, diese innerhalb der Dienste sammelt, verknüpft und für die Schaltung von möglichst „passgenauer“, personalisierter Werbung einsetzt. Das heißt wir erhalten zielgerichtete Werbung und zahlen quasi mit unserer Aufmerksamkeit für Marken, Produkte, Dienstleistungen whatever die wir angezeigt bekommen und dann konsumieren (Geld ausgeben). Auch wenn Google diese Profile derzeit nicht direkt an Andere verkauft, wer garantiert, dass das immer so bleibt?

9) Aussage: Amazon bedrohe die Verleger vielmehr als Google.

Kann so sein oder so kommen, aber ist jetzt kein Argument pro-Google, wenn man ehrlich ist. ;-)

10) Aussage: Dass Google die in die VG Media organisierten Verleger nicht völlig delistet, sei ein „netter“ Schachzug.

Ich denke, und das hab ich ja bereits dargestellt, dass das nicht aus einer Nettigkeit Googles heraus kommt, sondern aus der Konsequenz, dass sich die Ergebnisse vermutlich zu sehr verschlechtern würden und dass Google das kartellrechtlich gar nicht machen kann, weil es die Verleger benachteiligen und seine Marktmacht missbrauchen würde.

11) Aussage: Google ist ein „Traffic-Durchleiter“, kein Content-Provider.

Stimmt wohl, zumindest noch. Aber Google geht immer mehr dahin, Daten von externen Seiten zu extrahieren und selbst anzuzeigen (Knowledge-Graph bspw.) und so ein Durchklicken nicht mehr erforderlich ist. Diese Entwicklung ist klar erkennbar.

12) Aussage: Es gibt keinen Fall, wo ein Google-eigenes Angebot bevorzugt wurde.

Das ist auch schlecht zu beweisen, da müsste man schon tiefe Einblicke in Googles Inneres bekommen, um das überhaupt belegen zu können. Fakt ist aber, dass Google eigene Produkte, wie neue vertikale Suchen (Flüge, Hotels, usw.), prominent einbindet und somit den eigentlichen organischen Suchergebnissen Platz und Aufmerksamkeit / Wahrnehmung entzieht. Zudem bewirbt Google eigene Angebote mittels AdWords quasi für lau („bei einer Bezahlung aus der linken in die rechte Tasche“).

Fristverlängerung für VG Media-Verleger: Wieso Google?

Da kündigte Google am 1. Oktober groß an, dass die in der VG Media organisierten Verleger ab dem 9. Oktober nicht mehr mit Snippets (Textausschnitten) und Thumbnails (Vorschaubildern) in der Suchmaschine dargestellt werden und was passiert gestern an besagtem Datum?!? Nichts bzw. räumt Google nach einer Bitte der Verleger!! – man bräuchte noch Zeit, um Googles Vorgehen zu bewerten – eine Fristverlängerung um zwei Wochen bis zum 23. Oktober 2014 ein.

Da stellt sich doch die Frage: Hää, wieso machen die das denn? Eine gute Frage, fürchtet Google da vielleicht doch mehr Ungemach und knickt jetzt vielleicht (schrittweise) ein? Ein Zeichen des guten Willens bzw. Aufeinanderzugehens? Tja, so ganz nachvollziehbar ist das für mich jetzt bezogen auf Googles Vorgehen auch nicht, präsentiert man sich doch sonst so als „der Überzeugte“.

Vielleicht liegt es ja daran, dass sich Google in Wirklichkeit gar nicht mal so sicher ist (zu welchem Grad auch immer man das sein kann ;-) ), ob die veränderte Darstellung der VG Media-Wahrnehmungsberechtigten mitsamt seiner eventuellen Konsequenzen durch den Algorithmus (Abrutschen in den Rankings durch z.B. schlichtere Klickraten, Userverhalten, etc.), nicht auch eine unzulässige Benachteiligung darstellen würde… Wie in meinem vorherigen Post angesprochen, führt das im weiteren Verlauf der „Auseinandersetzung“ ja vielleicht sogar dazu, dass Google Hand am Algorithmus anlegen muss, um eine verschlechterte Listung der Verleger aufgrund der veränderten Darstellung (nur verlinkte Überschrift, keine Beschreibung und Bildchen mehr) auszuschließen?!?

Auch in den Kommentaren zum Google+-Post fragen sich viele, warum Google nicht einfach „kurzen Prozess“ macht und die angekündigte Umstellung einfach wie geplant durchzieht? Was soll das? Im schlimmsten Fall „darf“ Google für die verlängerten 14 Tage sogar noch (zusätzlich, weil eigentlich wären die Snippets und Thumbnails ja schon weg) Lizenzgebühren an die VG Media abdrücken…

Warum deindexiert Google die VG Media-Verleger nicht?

Zunächst zum Hintergrund: Philipp Justus, Managing Director von Google Germany, gab gestern in einem Blogpost bekannt, dass Google in seiner Suche zukünftig keine Snippets (Textausschnitte) und Thumbnails (Vorschaubilder) mehr für Verleger-Webseiten anzeigen wird, die in der VG Media organisiert sind. Betroffen sind weit über 100 Websites, darunter Angebote von Axel Springer (u.a. bild.de, welt.de, bz-berlin.de), Burda (u.a. Chip Online, bunte.de), Funke, Madsack und M. DuMont Schauberg. Für diese Seiten sollen laut Google-Sprecher Ralf Bremer ab dem 9. Oktober 2014 in den Google Angeboten nur noch der Link zum Artikel sowie dessen Überschrift erscheinen.

Auslöser ist eine Klage der VG Media mit Verweis auf das neu geschaffene Leistungsschutzrecht für Presseverleger (trat am 1. August 2013 in Kraft), wodurch Verlage bereits für die Nutzung von kleinen Textausschnitten (längere oder komplette Texte sind ohnehin durch das Urheberrecht geschützt) ihrer Erzeugnisse Lizenzvergütungen verlangen können. Google besitzt den Standpunkt, dass die von ihnen dargestellten Snippets keinen Vergütungsanspruch auslösen, da nach dem Gesetz „einzelne Wörter und kleinste Textausschnitte“ ausgenommen, d.h. nicht lizenzpflichtig, seien. Die VG Media sieht das anders. Als Reaktion auf den laufenden Rechtsstreit haben andere deutsche Anbieter schon vor einiger Zeit die Inhalte von Mitgliedern der VG Media vollständig entfernt.

Warum deindexiert Google die VG Media-Mitglieder nicht?

Warum aber tut es Google GMX, Web.de und T-Online nicht gleich und entfernt die Inhalte der VG Media-Mitglieder nicht vollständig? Im Google-Blogpost klingt es so an, als handle Google hier so uneigennützig, indem sie den Verlagen seit eh und je kostenlosen Traffic liefern. Dass es aber Google auch irgendwo treffen würde, wenn sie die Angebote vollständig entfernen würden, wird nicht erwähnt. Ob des Vorgehens muss man es aber vermuten. So scheint es, als wären die Auswirkungen auf die Qualität der Suchergebnisse für Google dann vielleicht doch so immens, dass man es sich nicht erlauben kann, den Nutzern einfach einige der größten deutschen Internetangebote in der Suche komplett vorzuenthalten. Google wird eine Nichtberücksichtigung (ausgewählter Verleger-Webseiten) vermutlich schon mal in kleinerem Rahmen getestet und die Auswirkungen analysiert haben, um im Endeffekt festzustellen, dass die davon ausgehende „Gefahr“ wohl (derzeit) zu groß wäre. Die Qualität der Suchergebnisse ist nun mal das A und O für eine Suchmaschine. Und wenn diese merklich für den User sinkt, könnte Google Marktanteile und damit selbst einiges an Geld in Deutschland verlieren…

Eine andere oder weitere Erklärung wäre, dass es kartellrechtlich wirklich problematisch sein könnte, wenn Google als das dominierende Unternehmen in der deutschen Suche (94% Marktanteil) die Angebote der Verlage gegen deren Willen/Zutun vollständig entfernen würde. So sagt Till Kreutzer, Anwalt für Urheberrecht, gegenüber zeit.de: „Das Kartellamt hat in einem Nebensatz erwähnt, dass Google möglicherweise seine Marktmacht missbrauchen würde, wenn es bestimmte Inhalte gar nicht mehr anzeigt“.

Aber auch ohne ein De-Listing besteht die Frage, in wiefern die Wahrnehmungsberechtigten der VG Media gegenüber Wettbewebern (die das Leistungsschutzrecht nicht für sich geltend machen) bei Google benachteiligt würden (führt der Algorithmus direkt oder indirekt dann zu schlechteren Positionen?), wenn nur für sie keine Snippets und Vorschaubilder mehr angezeigt werden und in wieweit das kartellrechtlich vertretbar ist. Muss Google in der Konsequenz sogar vielleicht seinen Suchalgorithmus so anpassen, dass aus der veränderten Darstellung (weil sie ja keine Lizenzgebühren zahlen „möchten“) keine Nachteile für die durch die VG Media organisierten Verleger in der Suche (News/Web) entstehen?!?

Großer Trafficverlust?

Dann prophezeien ja einige schon, dass die betroffenen Webseiten durch die neue Darstellung in Google eine Menge Traffic verlieren werden. Dabei ist noch nicht klar, wie die ganze Einbindung aussehen wird oder hat Google irgendwo bereits mitgeteilt, dass die Seiten so interpretiert werden als hätten sie die „nosnippet“- bzw. „noimageindex“-Anweisung integriert? Wer weiß denn, wie der User in etwa darauf reagieren wird (das sind ja immer noch die Bild, Welt, Chip Online, usw!!)? Allein durch die aktuelle Berichterstattung und mögliche Auswirkungen auf das Verhalten der Suchmaschinennutzer wird derzeit niemand wissen können, wie sich das „neue großflächige Google-Design“ (es sind einfach mal richtig große Seiten betroffen!) letztendlich auf den Traffic der Verlegerseiten auswirken wird.

Und wenn Google ansonsten nichts am Algorithmus ändert, wie es in der Onlinepresse nachzulesen ist, dann werden wohl zu Beginn auch erstmal keine Positionen für andere frei. Spannend wird aber zu beobachten sein, wie sich die Sichtbarkeit der Verleger-Webseiten im weiteren Verlauf entwickelt, denn hier sind dann unter Umständen Rückschlüsse auf die Bedeutung von beispielsweise Klickraten (mit/ohne Description) in den SERPs im Algorithmus möglich.

Alles in allem bin ich gespannt, wie es zwischen Google und VG Media weitergeht.

Google AdWords Potentialanalyse

[Trigami-Review] Der folgende Blogpost ist ein bezahlter Review, d.h. ich werde von der Firma dafür bezahlt, dass ich über ihren Service berichte. Ich schreibe aber trotzdem ehrlich, fair und konstruktiv.

Für Einsteiger im SEM-Bereich, wie mich in etwa, ist eine AdWords-Kampagne schon eine ordentliche, herausfordernde Sache. Natürlich möchte man sein Geld nicht aus dem Fenster rausschmeißen, sondern am besten von Anfang an wirklich effektiv in den Google-Suchergebnissen oder im Content-Netzwerk werben. So möchte ich beispielsweise nicht konvertierende Kampagne erkennen können, damit ich diese entweder optimieren oder gänzlich löschen kann. Die Finnwaa GmbH aus Jena bietet eine kostenlose Potentialanalyse von AdWords-Kampagnen in allen dafür relevanten Kanälen, daher habe ich das gerne ausprobiert und einmal den kompletten Prozess für meinen AdWords-Account durchlaufen.

Zu Beginn bekommt man eine Datenschutzerklärung per E-Mail. Das PDF ist auszufüllen und unterschrieben zurückzuschicken (Fax, Mail oder Post). Anschließend wird das eigene AdWords-Konto mit einem Programm der Finnwaa GmbH verbunden, dem Professional Center. Beim nächsten Login muss man dann aber noch den Zugriff der Firma als Google Qualified Company im AdWords-Konto bestätigen („Einladung“). Anschließend holt sich das Programm alle benötigten Daten und wertet diese aus. Geprüft werden Suchbegriffe, Anzeigen, Positionierung, Klickpreise, Budget, Conversions und weitere Indikatoren für den Kampagnenerfolg.

Im Rahmen der kostenlosen Potentialanalyse erhält man eine Excel-Datei. Diese beinhaltet alle Analysen. Neben den allgemeinen Anmerkungen wird auf die einzelnen Kampagnen und Anzeigengruppen im AdWords-Account eingegangen. Dabei wird nicht nur gesagt, was die Einstellungen momentan bewirken, sondern auch was man verbessern und ändern sollte. Es gibt also konkrete Vorschläge, von denen Einsteiger profitieren können. Im Anschluss meldet sich die Finnwaa GmbH telefonisch beim Kunden. In diesem längeren Telefonat werden einige Punkte aus der Analyse erläutert.

Ich persönlich sehe in der unverbindlichen, kostenlosen Potentialanalyse der Finnwaa GmbH eine gute Einstiegsmöglichkeit für angehende SEMler. Wer also noch nicht so viel Erfahrung in dem Bereich hat und mal eine Analyse seiner AdWords-Einstellungen durchführen möchte, sollte dies in diesem Rahmen tun. Ich konnte durch die Analyse schon was für meine Kampagnen mitnehmen und so im Endeffekt sicherlich den ein oder anderen Euro sparen, den ich sonst aufgrund unpassender Konfiguration „herausgeschmissen hätte“.

Die Finnwaa GmbH bietet aufbauend auf der unverbindlichen Potentialanalyse eine AdWords-Optimierung und Kampagnenverwaltung an. Ebenfalls im Leistungsspektrum des Unternehmens befindet sich die Suchmaschinenoptimierung von Webseiten im On- und Off-Page Bereich. Neben diesen Dienstleistungen im Online-Marketing werden auch Consulting, Web-Analysen und Modelle im Affiliate-Marketing angeboten.

Das war eine schwere Geburt, Google AdSense!

Nun ist es also geschafft. Nach, ich glaube fünf oder sechs, Mails ans Google AdSense-Team habe ich letzte Woche Dienstag (25. März) erstmals eine Antwort bekommen. Und was soll ich sagen, mein Problem wurde sofort behoben. Worum es ging? Das dürften die meisten Stammleser wissen: Ich habe seit mehreren Monaten versucht, meine Telefonnummer im Google AdSense-Konto zu bestätigen. Eine Fehlermeldung machte mir das aber bisher unmöglich und so blieb ich auf meinem Geld vorerst sitzen (ab 100 US-Dollar wird man bei AdSense ausgezahlt). Zu allem Pech wurde dann vor über einer Woche die Anzeigenschaltung eingestellt und stattdessen Anzeigen gemeinnütziger Organisationen eingeblendet.

Doch wie habe ich es hinbekommen, dass die Anzeigen jetzt wieder laufen? Irgendwann habe ich mal im Google Kontaktformular versucht, eine Mail über den ersten Punkt („Fragen zum AdSense-Konto“ – „Schwierigkeiten bei der Anmeldung“) zu verschicken. Da habe ich dann einen Screenshot rangehangen, die Fehlermeldung eingegeben, all das, was dort verlangt wurde. Parallel habe ich einen Briefchen nach Hamburg zur deutschen Google Zentrale geschickt.

Am Dienstag landete dann folgende Mail bei mir im Kasten:

Hallo,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Ihren Angaben zufolge haben Sie Schwierigkeiten mit der Bestätigung Ihrer Telefonnummer.

Da Sie bereits eine PIN erhalten und eingegeben haben, habe ich die Anforderung zur Telefonnummerbestätigung für Ihr Konto manuell bestätigt. Sie müssen daher keine weiteren Informationen bestätigen, um Zahlungen erhalten zu können.

Falls Ihre Zahlungen aus anderen Gründen als der Bestätigung der PIN oder Telefonnummerbestätigung ausgesetzt sind, müssen die Aussetzungen vor dem 15. des Monats aufgehoben werden, damit Sie im entsprechenden Monat Ihre Zahlungen erhalten. Andernfalls werden Ihre ausstehenden Zahlungen im folgenden Monat bearbeitet und Sie erhalten Ihre Einnahmen gemäß unserem normalen Zahlungszyklus.

Sobald Sie weitere Zahlungsaussetzungen für Ihr Konto aufgehoben haben, erhalten Sie eine Zahlung im ersten Monat nach der Überschreitung des Zahlungsschwellenwerts von 100 US-Dollar.

Mit freundlichen Grüßen

Google AdSense-Team

Kurz und knapp wurde also meine Telefonnummer manuell bestätigt. Für alle, die das Problem in Zukunft haben, sollten also die Kontaktmail übers Kontaktformular und dort über „Fragen zum AdSense-Konto“ – „Schwierigkeiten bei der Anmeldung“ stellen. Ansonsten versucht den Weg über einen Brief (über Einschreiben mit Rückschein) oder den Telefonhörer.

Hier die deutsche Anschrift:

Google Germany GmbH
ABC-Strasse 19
20354 Hamburg
Telefon: +49 40-80-81-79-000
Fax: +49 40-4921-9194

Wenns nicht hilft, versucht es weiter über die nächst höheren Zentralen. Scheut euch nicht immer wieder nachzufragen, es ist schließlich euer Geld. Und ich bin jetzt ganz happy und warte auf meine erste Auszahlung. Von einer Änderung meiner Telefonnummer nehme ich jetzt auch erst mal Abstand ;-)

Google AdSense treibt mich zum Wahnsinn

Neulich hatte ich berichtet, dass ich Probleme bei der Kontaktaufnahme zum „AdSense Support“ (wenn man den so nennen kann) habe. Da gings um die Überprüfung der Telefonnummer in meinem AdSense-Konto. Diese Aktion muss man nämlich durchführen, um Auszahlungen empfangen zu können. Bei mir erscheint auf der entsprechenden Seite aber immer eine Fehlermeldung. Daraufhin habe ich Google per Kontaktformular geschrieben. Mittlerweile bin ich bei fünf unbeantworteten Mails angekommen. Neben der Nichtauszahlung drängt sich gleich das nächste Problem auf. Und zwar hat Google jetzt auf all meinen Seiten die Anzeigenschaltung eingestellt und liefert jetzt nur noch Anzeigen gemeinnütziger Organisationen, die nicht vergütet werden. Wenn man mal hier in der AdSense-Hilfe nachschaut, kann man herauslesen, dass dieser Schritt wohl unvermeidbar war:

Bis wann muss ich den Bestätigungscode eingegeben haben?

Ab dem Zeitpunkt, an dem Ihre Einnahmen 10 US-Dollar erreicht haben, bleiben Ihnen sechs Monate Zeit, um den Bestätigungscode einzugeben. Falls Sie nach vier Monaten Ihren Bestätigungscode noch nicht eingegeben haben, ersetzen wir die kostenpflichtigen Anzeigen, die auf Ihrer Website geschaltet werden, durch kostenlose Anzeigen für gemeinnützige Organisationen. Haben Sie Ihren Bestätigungscode auch nach Ablauf von sechs Monaten noch nicht eingegeben, wird Ihr Konto deaktiviert und Ihre nicht ausbezahlten Einnahmen werden den jeweiligen Inserenten rückerstattet.

Blöd nur, dass ich gar nicht auf die Seite raufkomme um den Code einzugeben, da immer noch diese Fehlermeldung erscheint. Das macht mich mittlerweile stinksauer, weil ich einfach nicht an irgendeinen Menschen von Google AdSense rankomme. Es scheint die gar nicht zu interessieren, dass da einer auf seinem Geld sitzen bleibt und das nicht ausgezahlt bekommt. Richtig belustigend finde ich dann diesen Absatz auf der gleichen Seite:

Was kann ich tun, wenn beim Eingeben des Bestätigungscodes Probleme auftreten?

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Als wenn ich das nicht schon fünf Mal gemacht habe.

Aber jetzt gehe ich einen anderen Weg und zwar werde ich Google jetzt mal per Post, also ganz altmodisch, mein Problem schildern. Zunächst geht das nach Hamburg an die deutsche Zentrale. Irgendwie schon die Ironie selbst, wenn ich bei dem größten Internetunternehmen weltweit gezwungen bin einen Brief zu schreiben, damit vielleicht mal irgendwas passiert. Ansonsten werde ich in die nächsten Instanzen gehen. Irgendwie muss doch mal was geschehen, schließlich will ich auch nicht, dass mein Account deaktiviert wird. Zudem verdiene ich jetzt ja auch nichts. Das ist für mich als Grundwehrdienstleistenden zwar nicht überlebenswichtig, aber soll sowas mal einem passieren, der auf die AdSense-Einnahmen angewiesen ist. Holla die Waldfee!!

Ich hoffe, dass jetzt mal endlich Bewegung in die Sache kommt!!

AdSense mailen? Telefonnummer überprüfen

Seit dem 16. Februar versuche ich an den Support von Google AdSense ranzukommen. Hintergrund der Geschichte: Mittlerweile habe ich meine Auszahlungsgrenze erreicht (100 US-Dollar), es sind aber noch Maßnahmen erforderlich, um die Zahlung freizugeben. In meinem Fall die Überprüfung meiner Telefonnummer. Wenn ich jetzt nun in meinem AdSense-Konto auf den entsprechenden Link zur Überprüfung klicken möchte, kommt folgende Fehlermeldung:

Fehler: Wir bitten Sie um Entschuldigung, aber wir können Ihre Anfrage im Moment leider nicht bearbeiten. Unsere Techniker wurden bereits verständigt und werden das Problem so schnell wie möglich beheben.

Daraufhin habe ich über die AdSense-Hilfe eine Mail an Google geschrieben. Mittlerweile habe ich schon drei mal geschrieben und immer die gleiche Standardantwort erhalten:

Hallo,

vielen Dank, dass Sie Google AdSense kontaktiert haben.

Bitte beachten Sie, dass wir keinen Support für allgemeine Fragen zu
AdSense anbieten können. Wir beantworten ausschließlich kontospezifische
Anfragen, wie z.B. zur Änderung des Zahlungsempfängers oder zu
Zahlungsaussetzungen. Es stehen Ihnen detaillierte Informationen zum
AdSense-Programm zur Verfügung und wir bitten Sie, die nachfolgend
aufgeführten Online-Ressourcen zu besuchen, um die Antwort auf Ihre Frage
zu finden:

– AdSense-Hilfe: https://www.google.com/adsense/support mit einer Vielzahl
von Themen und häufig gestellten Fragen

– AdSense Forum: http://groups.google.com/group/adsense-help-de für den
Wissens- und Erfahrungsaustausch mit anderen AdSense-Publishern

– AdSense-Blog: http://adsense-de.blogspot.com für aktuelle Nachrichten
und Tipps

Sollten diese Ressourcen die gewünschten Informationen nicht
bereitstellen, oder falls Sie kontospezifischen Support benötigen, senden
Sie uns Ihre Anfrage bitte erneut über das Kontakt-Formular auf der
AdSense-Hilfe.

Bitte stellen Sie dabei sicher, dass Sie Ihre Anfrage unter Angabe der mit
Ihrem AdSense-Konto verbundenen E-Mail-Adresse an uns richten. Wir werden
uns dann so schnell wie möglich um Ihre Angelegenheit kümmern. Bitte
beachten Sie, dass dies abhängig von unserem E-Mail-Aufkommen etwas länger
dauern könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Google AdSense-Team

Darüber hinaus kam nichts. Hat jemand einen weiteren Rat, wie ich an die Kollegen vom Support rankomme oder was ich da noch machen könnte? :-( Die Fehlermeldung an sich ist schon seit Beginn des Jahres (evtl. noch länger) in meinem Konto!!

Feedzusammenfassung Kalenderwoche 8

Google erkennt jetzt umgeschriebene Umlaute automatisch, das sagt jedenfalls Bastian Ebert von blogs-optimieren.de. Ein Testversuch mit dem Key „serioese Suchmaschinenoptimierung“ und „seriöse Suchmaschinenoptimierung“ hat gezeigt, dass die Schnittmenge beider größer geworden ist, d.h. Treffer von ersterem Key auch unter dem zweiten Key auftauchen.

Auf seo-united.de gibt es eine Liste bzw. Übersicht bekannter SEO-PDFs, die erweitert werden soll. Wäre schön, wenn man eine zentrale Auflistung schaffen könnte.

Peer beschreibt in seinem Blog, wie ein Gewinnspiel einen Blog bekannter machen kann. Ich hatte ja berichtet, dass Peer zuletzt drei Gewinnspiele am Laufen hatte. Nun nutzt er seine Erfahrungen und teilt sie euch mit. Ebenfalls interessant, der Artikel über die Vorbereitung auf die Selbständigkeit.

Seo.de soll jetzt zu einem Gemeinschaftsblog werden, der einige bekannte SEOs zusammenführen soll.

Auf seo-united gibt es wieder eine Liste, diesmal mit Social Bookmarks.

Mit der .asia Top-Level-Domain eröffnet sich ein neuer Markt: Asiatische Webseiten. Wer beim Run dabei sein will, sollte mal jetzt aktiv werden.

Google startet AdSense für Videos. Google bietet nun die Möglichkeit, Videos vermarkten zu lassen, die auf anderen Webseiten liegen. Die Anzeigen werden wie bei YouTube über das Video geblendet. Abgerechnet wird auf TKP-Basis (1.000 Einblendungen). Zudem gibt es ausschließlich für AdSense auch die Möglichkeit, Textanzeigen in Videos zu integrieren; hier rechnet Google dann nach erfolgten Klicks ab.

Die Games Convention wird, so munkelt man, ab 2009 nicht mehr in Leipzig, sondern als Games.dot.com oder Games Con in Köln stattfinden. In Leipzig will man das aber nicht zulassen und bat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel um Hilfe.

Google eröffnet das Rennen zum Mond. 20 Millionen US-Dollar winken dem Team, das es schafft, bis zum 31. Dezember 2012 einen Roboter auf den Mond zu schießen. Bedingung ist, dass der Roboter weich landet, sich mindestens 500 Meter von seinem Landeplatz weg bewegt und schließlich Bilder, Videos und Daten zur Erde sendet.

Breitband-Netz für alle: Zählte ein Breitband-Internet-Anschluss in Deutschland als Universaldienst, stünde er als flächendeckende Grundversorgung jedem Bürger als Mindeststandard zu. Die Fraktion „Die Linke“ hat in einem Antrag im Bundestag die Regierung aufgefordert, genau dies zu tun.

Die Macher von Firefox vermelden, dass seit dem Marktstart des Open-Source-Browsers nun 500 Millionen Downloads überschritten wurden.

Viele interessante Links aus SEO, OM und Mehr

Diese Woche gibt es mal wieder eine kleine, aber feine, Zusammenfassung – nicht nur – zu Nachrichten aus den Bereichen SEO und Online-Marketing. ;-)

Vor gar nicht allzu langer Zeit lief auf seo-united.de eine Umfrage zu der Wichtigkeit bestimmter SEO-Faktoren. Nach der Auswertung hat man es sich nicht nehmen lassen, zu den Ergebnissen einen bzw. zwei Kommentare abzugeben.

Sistrix hinterfragt, ob eine eigene IP Adresse für SEO notwendig ist oder, ob es auch ohne geht. Sein Schlusssatz trifft es: „Schlechtes SEO wird auch mit einer eigenen IP-Adresse nicht besser.“

Ein interessantes Thema, vor allem für mich, sind Abrechnungsmodelle für Suchmaschinenoptimierung als Dienstleistung. Vor- und Nachteile einzelner Varianten wurden auf akademie.de präsentiert.

Die Handelsblatt-Journalisten Thomas Knüwer und Julius Endert sprachen mit Jimmy Wales, dem Gründer von wikipedia.de, über sein neues Suchmaschinen-Projekt und die Konkurrenz zu Google, über die Bedrohung des Internets durch staatliche Zensur sowie über die Erfahrungen, die Manager im Internet sammeln können.

StudiVZ verschickt Abmahnung an ErstiVZ. ErstiVZ richtet sich an Erstsemester und ist das Projekt des Münsteraner Studenten Peter Grosskopf. Wie war das noch mal mit Facebook?

Der französische Werbekonzern Publicis will zusammen mit dem US-Suchmaschinen-Anbieter Google Video-Marketing-Tools entwickeln.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert ein Forschungsvorhaben der FU-Berlin zur Nutzung des semantischen Webs für Unternehmen.

Auf seo-united.de gibt es jetzt einen Backlink-Checker.

Unterseitenranking, SEO-ABC, SEO-Flash & mehr

Auch diese Woche war in den Weiten des Netzes wieder einiges los. Hier eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Beiträge der SEO-Szene.

Auf seo-united.de gibt es jetzt ein SEO-ABC. Jeder Buchstabe des Alphabets ist mit einem Begriff aus der SEO-Szene verknüpft.

Wer sich mit AdWords-Landingpages auseinandersetzen möchte, sei auf zwei Artikel von blogs-optimieren.de verwiesen. Dort gehts um den Qualitätsfaktor von Landingpages.

In der vergangenen Woche haben sich gleich mehrere Seiten mit dem Thema Flash und Suchmaschinenoptimierung beschäftigt. Bekanntermaßen ist die Indexierung von Flashseiten für Google äußerst schwierig. Wie es Google in einigen Fällen aber doch schafft, zeigt bspw. Sistrix.

Wenn du es dir zutraust als ausgewiesener SEO einen Beitrag über Suchmaschinenoptimierung einem großem Publikum zugänglich zu machen, dann kannst du das jetzt bei seo-united.de tun.

Yannick Eckl erklärt bei sich im Blog, wie man als Webworker produktiver und effizienter arbeitet. So lässt man sich – und ich spreche aus eigener Erfahrung – von vielen Dingen ablenken und macht oft auch mehrere Dinge gleichzeitig, anstatt erstmal eins fertig zu machen. In wieweit man selbst ausreichend diszipliniert ist das durchzuhalten, muss man sehen. Ansonsten lest auch mal die Kommentare zum Post, da gibts auch noch gute Tipps (Uhrzeit, Handy ausschalten, usw.).

Teliad bietet absofort auch Seiten mit PageRank 0 die Möglichkeit, Werbeflächen für Textlinks anzubieten. Die Abschaffung des ursprünglichen Mindest-Pageranks von 2 sei damit verbunden, dass eingehende Links, unabhängig vom PR, der entscheidende Faktor für das Ranking in Google sind und nicht primär der PageRank. So seien eher Themenrelevanz und Domainpopularität wichtig. Prompt sind wenige Tage nach der Meldung fast 500 PR0-Seiten bei Teliad zu finden.