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Pagerank Downgrade und Update

Was war das nur für eine SEO- und Google-Panikwoche. Als erstes die große PageRank-Abstrafung, auf neudeutsch Downgrade, großer Seiten wie Die Zeit, Chip.de oder Brigitte.de. Die SEOs haben die Ursache schnell gefunden: Google geht stärker gegen Linkverkauf und Manipulation der SERPs vor. Seiten, die mit dem grünen Balken von Google viel Geld verdient haben, wurden abgestraft und zwar an der empfindlichsten Stelle.

Marktplätze für Ein- und Verkauf von Links, wie Linklift oder Teliad, müssten aber nur mal ihr Konzept überarbeiten und mehr Wert auf andere Linkfaktoren, als den PR, legen, dann würde die Aktion auch verpuffen… Bisher brauchte man immer einen PageRank von 3 um beim Linkverkauf der eben genannten Anbieter mitmischen zu können. Google bastelt wohl aktuell an einem Algorithmus um solche Links automatisch zu erkennen, was für mich aussichtlos scheint. Woran soll Google denn erkennen, dass ein Link freiwillig oder für ein Entgeld gesetzt wurde? Es ist einfach nicht möglich, dies 100 % sicher zu sagen. In Zukunft werden die Links einfach weiter im Content untergebracht, was die ganze Sache noch schwieriger macht.

Big G sitzt wohl immer am kürzeren Ende, es sei denn sie erfinden das Internet neu. Bei all dem Einfluss, gar nicht mal so unwahrscheinlich ;-) Vor allem Blogs bekamen die Abstrafung zu spüren, besonders die Trigami-Blogger. Auswirkungen auf die Positionierung in den Suchergebnissen soll die Aktion von Google wohl nicht gehabt haben. Wer sich weiter darüber informieren möchte, sollte sich in der SEO-Szene einfach mal umschauen, dort wurde ausführlich berichtet (z.B. bei Sistrix).

Kurze Zeit später lief dann das eigentliche und langersehnte PR-Update an. Einige Blogs haben ihren alten, zuvor heruntergesetzten, Wert kurioserweise zurückerhalten. Das soll mal einer verstehen. Bei meinen Projekten hat sich bisher überhaupt nichts getan.

Wie unwissend sind User wirklich?

Unter diesem Thema gabs im Abakus SEO Forum vor ein, zwei Woche eine ganz nette Diskussion darüber, was der Otto-Normal-Internetsurfer eigentlich so über das Netz weiß.

Im ersten Posting ging es darum, wie viel User wissen, dass ein Google-Klick (AdWords) jemanden was kostet kann, was ein richtiger Onlineshop und was ein Affiliate-Shop ist, dass sie weitergeleitet wurden und dass gewisse Internetseiten nur zu Werbezwecken erstellt wurden. Die meisten Schätzungen lagen bei den vier Kategorien so um die 1-2%.

Darüber hinaus gab es für mich ganz interessante Posts über das Surfverhalten allgemein. So wissen die wenigsten, wie Google eigentlich Geld verdient. Fragt ihr dochmal eure Kollegen, Verwandten, Bekannten ;-) Die Antworten würden mich echt interessieren.

Selbst erfahrene User können sich kaum vorstellen, was alles im Hintergrund einer Webseite so abläuft. Dass sie sich darüber keine Gedanken machen ist wohl nachvollziehbar. Für jede Berufsgruppe gibt es bestimmte Experten, die sich mit Themen auseinandersetzen und Abläufe verstehen. Für den Internetuser ist es wichtig, die Informationen oder Dienstleistungen zu erhalten. Der Weg zum Ziel ist nebensächlich. Google profitiert davon der Wegweiser im Internet zu sein. Der normale Internetnutzer weiß, dass Google die erste Anlaufstelle im Web ist und er dort alles erfahren kann. Beschäftigt man sich jetzt aber beispielsweise mit AdSense & AdWords oder dem Theme Suchmaschinenoptimierung ändert sich das eigene Surfverhalten doch schon sehr stark. Man nimmt einzelne Punkte einfach mehr wahr. Früher habe ich bestimmt auch wie wild auf AdSense & Co. geklickt, doch jetzt weiß ich, dass das alles bezahlt ist und die Werbetreibenden Geld kostet. Irgendwie ein komisches Gefühl. Für ganz lustige Stories geht einfach mal in den entsprechenden Thread bei Abakus, da sind schon einige Schoten bei :-)