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Deutschland gegen Polen: Ich bin dabei!

Ich habe zwar leider keine Karten für das erste Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM, aber für das Basketball-Länderspiel am 30. Juni 2008 in der Berliner Max-Schmeling-Halle! :-) Um 20 Uhr spielen die Mannen um NBA-Superstar Dirk Nowitzki in Vorbereitung auf das olympische Qualifaktionsturnier gegen unseren östlichen Nachbarn. Das Spiel in Berlin ist dann schon der zweite Vergleich mit den Polen. Am 28.05. trifft man nämlich schon in Halle/Westfalen aufeinander. Bekannte Spieler der Polen sind zum Beispiel Adam Wojcik, Szymon Szewczyk, Marcin Gortat, Andrzej Pluta und Maciej Lampe. Da bin ich mal wirklich gespannt und freu mich auf das Spiel!

Russland ist Basketball-Europameister 2007

Die Überraschung ist perfekt. Die Spanier können einfach nicht Europameister werden. Im Finale unterlag der haushohe Favorit vor über 16.000 Zuschauern im Sportpalast zu Madrid mit 59:60 und gewann damit bereits das sechste Mal Silber bei einer EM. 2,1 Sekunden vor Schluss versenkte der eingebürgerte US-Amerikaner Jon Robert Holden (ZSKA Moskau) für die Russen einen Mitteldistanzwurf und führte sein Team damit zum ersten Eurotitel seit Zerfall der Sowjetunion (14 Goldmedaillen). Die Spanier waren nach Spielende total fertig und hatten mit einer so starken russischen Mannschaft wohl überhaupt nicht gerechnet.

Auch die spanischen Medien waren sich im Vornherein eigentlich einig, dass die Russen überhaupt keine Chance hätten. Zwar war das Endspiel offensiv nicht so schön, wie das Halbfinale Spanien gegen Griechenland, nicht desto trotz war es beste Werbung für den Basketball-Sport. Defensiv war es von den Russen eine wahnsinnig starke Leistung. Gasol hielt man bei 14 Punkten (4/13 aus dem Feld), der aufgrund seiner eklatanten Freiwurfschwäche (5/12) den Gegner im Spiel hielt. Zwischenzeitlich sah es wirklich so aus, als wenn die Spanier das Ding gewinnen. Immer wenn Calderon das Spiel an sich nahm (15 Punkte), lief es für die Hausherren sehr gut, doch die Russen kamen mit einer starken Teamleistung immer wieder zurück. Alle Nicht-Spanier gönnten den Russen wahrscheinlich den Sieg, da der Gastgeber arrogant und mit Schauspieleinlagen bestückt immer wieder kritisiert wurde. Bester Korbjäger der Partie wurde Andrei Kirilenko, zugleich EM-MVP, von den Utah Jazz aus der NBA (17).

Basketball-EM: Spanien eine Nummer zu groß

Die deutschen Basketballer sind im Viertelfinale der Basketball-EM 2007 gegen Gastgeber und Weltmeister Spanien nach einer 55:83 Niederlage ausgeschieden. Gegen den haushohen Favoriten, mit fünf NBA-Spielern gespickt, konnte man bis zur 15. Minute (24:26) mithalten, danach gab es einen 14:3-Lauf und das Spiel war quasi entschieden. Die Südeuropäer überzeugten mit der wohl besten Teamdefense der Welt. Offensiv war jeder Spanier gefährlich, das Team ist einfach ausgeglichener besetzt. So erzielte NBA-Superstar Pau Gasol nur 7 Punkte, Femerling verteidigte ihn gut. Gegen den überragenden Aufbauspieler Jose Manuel Calderon (17 Punkte) von den Toronto Raptors konnte aber kein Deutscher mithalten. Weiterhin punkteten bei den Spaniern Rudy Fernandez (12), Juan Carlos Navarro (12) und Marc Gasol (10) zweistellig. Alle Spieler der Gastgeber konnten punkten. Auf deutscher Seite spielte Nowitzki nach der Hälfte nicht mehr viel. Er kam auf 11 Punkte, seine Wurfquote lag bei 40 %. Die deutsche „Entdeckung“ der EM ist aber zweifelsohne Jan-Hendrik Jagla. Der Bigman kam auf 10 Punkte und 7 Rebounds. Nächste und übernächste Saison wird er ja für Joventut Badalona in Spanien auflaufen. Enttäuschend bei den Deutschen sicherlich die Auftritte von Demond Greene (0 Punkte), Ademola Okulaja (2/11 aus dem Feld, 5 Turnovers) und Steffen Hamann (1/7). Dagegen machte die Socke (Patrick Femerling) acht Punkte und wusste in der ersten Hälfte zu gefallen.

Heute überträgt das DSF das Viertelfinale Kroatien gegen Litauen (18.45 Uhr). Die deutschen Basketballer spielen in der Platzierungsrunde zunächst am Samstag vorraussichtlich um 14 Uhr gegen den Verlierer der Partie Slowenien – Griechenland. Sollte man dieses erste Platzierungsspiel gewinnen, wäre man beim Qualiturnier für Olympia im Juli 2008 dabei. Wenn nicht muss man das Spiel danach gewinnen, denn Platz 7 ermöglicht die Teilnahme am Peking-Vorausscheid. Das DSF überträgt übrigens auch beide Halbfinal-Spiele am Samstag (19 Uhr und 21.30 Uhr).

Basketball-EM Zwischenrunde: Deutschland mit Niederlage gegen Frankreich

Im ersten Spiel der EM-Zwischenrunde mussten sich unsere deutschen Basketballer den Franzosen um NBA-Finals-MVP Tony Parker deutlich mit 66:78 geschlagen geben. Das Spiel habe ich aufgenommen, konnte es aber leider noch nicht sehen. Laut Boxscore scheint es eine souveräne Vorstellung der Franzosen gewesen zu sein, die, bis auf das letzte Viertel, alle Spielabschnitte für sich entscheiden konnten. Bei ihnen scorten mit Parker (23, 3/7 Dreier), Florent Pietrus (12), Tariq Kirksay (12) und Ronny Turiaf (11) vier Spieler zweistellig, bei den Deutschen nur zwei (Nowitzki mit 28 und Okulaja mit 14). Bei Schoenen-Dunk hat man wohl Steffen Hamann im Spielaufbau zerrissen, der bisher wahrlich keine gute Europameisterschaft spielt. Bauermann hält wohl zu sehr an ihm fest, wobei auch mir Mithat und Pascal besser gefallen haben.

Ansonsten sollte man vielleicht nochmal den Modus der Zwischenrunde erklären. In der Sechser-Gruppe kommen die ersten Vier ins Viertelfinale. Diese Mannschaften sind auch beim Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele im nächsten Jahr gesetzt. Deutschland ist momentan Vierter und es geht in den nächsten Spielen gegen Italien und Slowenien. Sollte man gegen die Italiener gewinnen, dürfte das Ticket für das Viertelfinale gelöst sein. Ich glaube nicht, dass die Türken noch ihr großes Coming-Out im Turnier geben werden. Das nächste Spiel ist am Montag um 21:30 im DSF gegen Slowenien zu sehen.

Deutschland überrollt die Türkei, heute gegen Litauen

Gestern Abend hat die deutsche Basketball-Nationalmannschaft gegen die Türken ein wahres Basketball-Feuerwerk abgebrannt. Mit 30 Punkten (79:49) nahm man die Truppe von Trainer Bogdan Tanjevic förmlich auseinander. Im Gegensatz zum Tschechien-Spiel präsentierten sich die Deutschen offensiv als Team. Defensiv machten sie den Türken das Leben schwer, die aber auch gar nichts trafen (30 % Wurfquote, 50 % von der FW-Linie). NBA-Akteur Mehmet Okur (Utah Jazz) und Flügel Ibrahim Kutluay wurden sehr gut abgemeldet.

Buschi hat wieder exzellent kommentiert, die Türkei hat sich wirklich überhaupt nicht als Mannschaft präsentiert. Die NBA-Stars kriegen ne Extra-Wurst gebacken (fahren nicht im Mannschaftsbus, sondern haben einen privaten Chauffeur), bei Deutschland mit Nowitzki undenkbar. Der war übrigens wieder mit 24 Punkten Topscorer, dazu kam ne gute Quote von 47 %. Ebenfalls zweistellig punkteten Ademola Okulaja (13) und Demond Greene (10). Für mich machte Jan-Hendrik Jagla ein sehr starkes Spiel (8 Punkte, darunter zwei richtig geile Dreier). Defensiv ohne Superstar-Bonus hat er halt viele Fouls bekommen. Dirk Bauermann setzte alle 12 deutsche Spieler ein, nur Guido Grünheid erzielte keinen Punkt.

Jetzt geht es gleich gegen Litauen, die bisher souverän beide Vorrundenspiele in der Gruppe C gewinnen konnten. Die Deutschen sind schon sicher in der Zwischenrunde, können aber mit einem Sieg Gruppenerster werden. Das würd gegen die Litauer aber richtig schwer. Mit Linas Kleiza (Denver Nuggets), Sarunas Jasikevicius (Golden State Warriors) und Darius Songaila (Washington Wizards) spielen gleich drei in der NBA. Auch der Rest spielt auf absolutem europäischen Spitzenniveau. Ebenfalls dabei ist Rimantas Kaukenas, der früher für die Telekom Baskets Bonn in der BBL spielte.

Schwer erkämpfter Sieg gegen Tschechien

Heute war ja bekanntermaßen der Auftakt der Basketball Europameisterschaft 2007 in Spanien. Für die deutschen Basketballer um NBA-Superstar Dirk Nowitzki ging es in Palma de Mallorca gegen den Außenseiter der Gruppe C, die Tschechische Republik. Entgegen der allgemeinen Erwartungen spielten die deutschen Nachbarn exzellent mit und lagen bis in das dritte Viertel hinein vorne, teilweise sogar mit 8 Punkten. Bei den deutschen Korbjägern lief wenig zusammen. Neben Nowitzki (insgesamt mit 35 Punkten und 11 Rebounds) tat sich bis dato keine zweite verlässliche Scoringoption auf. Selbst Ademolo Okulaja war mit 1/6 von der Freiwurflinie, zumindestes von dort, nicht in Normalform (insgesamt 13 Punkte für ihn). Dagegen überzeugte der viel gescholtene Mithat Demirel (derzeit vereinslos) mit 18 Punkten. Er wurde zweitbester Werfer der deutschen Mannschaft und sicherte in der Verlängerung mit seinen Freiwürfen den Sieg (83:78). Bei den Tschechen überzeugte neben dem ehemaligen NBA-Spieler Jiri Welsch (22 Punkte, 5. Foul im 4. Viertel) das gesamte Team (und natürlich Lubos Barton).

Morgen geht es für die deutschen Basketballer um 20.15 Uhr gegen die Türkei um die NBA-Stars Mehmet Okur (Utah Jazz) und Hidayet Türkoglu (Orlando Magic). Im Gegensatz zu den Tschechen sind die Qualitäten der Türken bekannt. Die Starting 5 besteht ausnahmslos aus europäischen Topspielern (Ersan Ilyasova, Ibrahim Kutluay, Kaya Peker). Trotz der Nichtberücksichtigung weiterer Eurostars werden die Türken schon eine ganz andere Nuss für die Deutschen werden, auch noch nach der heutigen Niederlage gegen die Litauer (69:85).

DBB-Auswahl siegt klar gegen China

Nicht mehr als ein guter Sparringspartner war die chinesische Nationalmannschaft heute für das deutsche Basketballnationalteam. Ohne ihren NBA-Superstar Yao Ming von den Houston Rockets (Schulterverletzung) lag man schon nach vier Minuten mit 10 Punkten hinten. Einzige Lichtblicke bei den Asiaten waren der ehemalige NBA-Spieler Wang Zhizhi (Dallas Mavericks) und Yi Jianlian (Milwaukee Bucks). Dirk Bauermann wechselte eifrig durch und gab allen Spielern Einsatzzeit. Im vornerein wurden Nino Garris (DeutscheBank Skyliners Frankfurt) und Kirsten Zöllner (ebenfalls Frankfurt) aus dem 16-Mann Kader gecuttet. Bis zur EM Anfang September wird es noch zwei weitere Spieler erwischen.

Die Color Line Arena in Hamburg war mit 10.433 Zuschauer nicht ganz ausverkauft, aber für ein Basketballspiel gut gefüllt. Auf deutscher Seite wurde zwar Dirk Nowitzki mit 17 Punkten bester Werfer, jedoch war zu merken, dass seine Teamkollegen ihn nicht permanent suchten. „Alba-Rückkehrer“ Patrick Femerling und Mithat Demirel erzielten als einzige Deutschen keine Punkte.

Gut gefallen hat mir Steffen Hamann, der energisch zum Korb gegangen ist. Sein Mittel- und Ferndistanzwurf hat er ja schon seit der letzten Saison erheblich verbessert, was ihn zur klaren Nummer Eins auf der PG-Position für die EM in Spanien macht. In der ersten Hälfte spielte „Joe“ Herber von Alba selbstbewusst auf (8 Punkte). Am Ende war es dann Julian Sensley (12) über den einige gute Aktionen liefen. Aber auch Sven Schultze, Pascal Roller und der zu Beginn sehr treffsichere Demond Greene haben ihren Job gut gemacht. Neben dem etwas enttäuschenden Femerling (gutes Passing und Defense, aber zu viele TO und vergebene Würfe) war für mich Jan-Hendrik Jagla der Pechvogel des Abends. Zwar konnte er zum Ende noch punkten, doch hatte er mit dem chinesischen Schiri seinen Freund gefunden (5 Fouls).

Alles in allem präsentierte sich die deutsche Mannschaft gut eingespielt und wird hoffentlich auch in der zweiten Partie gegen die Chinesen am Sonntag in Mannheim überzeugen.