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Infanterieergänzungsausbildung Teil 2

Diese Woche stand wieder grüne Ausbildung an. Am Montag gabs noch Grundlagenunterricht (Alarmposten, Karte/Kompass, Melden/Beobachten) und ein bisschen Sport. Am nächsten Tag gings dann richtig los. Da hatten wir zunächst MG3 und G36 Wiederholungsausbildung mit Zerlegen & Zusammensetzen, Ladetätigkeiten und Magazinwechsel. Das waren insgesamt vier Stationen. Fazit des Tages: Nur das mit Magazinwechsel und den Ladetätigkeiten war gut, da teilweise vergessen. Aber Zerlegen und Zusammensetzen war einfach wieder nur Blödsinn. Mitlerweile können wir das nun doch in- und auswendig. :-( Na ja.

Mittwoch hatten wir dann Panzerfaust 3 Erstausbildung und parallel auch San-Ausbildung (Auffrischung). Der Tag war in Ordnung. Wäre das Wetter nicht so bescheiden gewesen, hätte auch alles gepasst. Nachmittags war dann wieder Waffenreinigen angesagt. Anschließend ging es an die Ausrüstung, die durch das Gleiten total verdreckt war.

Das Highlight der Woche war der Geländetag am Donnerstag. Dafür verlegten wir mit Com gegen 8.30 Uhr auf den Standortübungsplatz. Zunächst haben wir uns natürlich schön getarnt (Helm, Gesicht) und dann gings zu den Stellungen. Diese haben wir ausgebaut und verbessert. Zunächst haben wir das Ablösegespräch im Alarmposten wiederholt (nach Langemark, Langemap oder Langemapp). Dann übten wir den Feuerüberfall, indem die Gruppe gleichzeitig schießen sollte und somit im Idealfall nur ein Schuss zu hören ist (was dem Gegner die Gruppenstärke schlechter schätzen lässt). Nach dem Mittag haben wir dann weiter geschanzt und uns mal das Einfließen in die Stellungen von vorn bei den anderen Gruppen angeschaut. Das wurde dann auch zusammen mit dem Zugführer ausgewertet. Als letztes haben wir die Fortbewegung im Gelände trainiert. Die anderen Gruppen sollten uns von ihren Stellungen aus aufklären. Das war ganz schön anstrengend, sich kriechend oder gleitend über eine große Distanz fortzubewegen. Gegen 20 Uhr ging es zurück in die Kaserne. Dort hieß es dann Waffenreinigen und Ausrüstung nachbereiten. Dienstschluss gabs gegen 22 Uhr, wir hatten aber bis 0 Uhr zu tun und waren erst kurz danach im Bett. Ein sehr anstrengender Tag bei schlechtem Wetter. Anstrengender als AGA? hmm vielleicht…

Gestern ging es dann in die Wache. Das war jetzt meine vierte, mal schauen vielleicht auch meine letzte bzw. goldene (Hoffnung an) ;-) Ich hatte, wenns gut kam, vier Stunden Schlaf insgesamt, da wir Streife, Posten und Telefonposten machen mussten. Flaggenparade durfte ich auch einmal durchführen. Alles in allem war es aber wieder eine ruhige Wache.

Jetzt werden erstmal meine Bundeswehr-Klamotten gereinigt. Nächste Woche gehts schließlich grün weiter. Neben der MKF-Weiterbildung für unsere Fahrer habe ich Montag erst mal Unterricht. Weiterhin haben wir zwei komplette Tage Waffenausbildung (P1, MG3, G36). Tolles Ding, hatten wir ja schon so lange nicht… Ansonsten gibts natürlich Sport und Waffenreinigen. Zum Glück ist meine Zeit bald um, das ist zum großen Teil nur noch Beschäftigungstherapie!

Zweimal Wache und Divisionsübergabe

Gleich zwo Mal hatte ich diese Woche Wache. Los ging es am Dienstag, also einen Tag nach Ostermontag. Der erste Wachdienst war jetzt nicht so spannend. Wie immer habe ich nur wenig schlafen können, abwechselnd mussten wir nämlich Streife laufen und Torposten stehen. Dazu hatte ich noch eine so beischeidene Einteilung, dass ich insgesamt nur zwei Stunden pennen konnte. Am Mittwoch war dann nach der Übergabe an die neue Mannschaft Wachnachbereitung bis Mittag angesagt. Also duschen, Spind einräumen, sauber machen, usw. Danach gabs für mich keine neuen Aufträge, da ich aus der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe gestrichen wurde.

Das haben dann die zu uns neu versetzten Gefreiten gemacht, die noch nicht für Wache eingetragen sind. Somit musste ich auch meinen Dienst am Freitag antreten. Da hatte ich nämlich gehofft, den durch den Appell nicht machen zu müssen. Was solls. Den Mittwoch und Donnerstag habe ich dann genutzt, um meinen Schlaf nachzuholen. Nebenbei waren wir noch einkaufen und haben einen Abend auch mal Fußball auf dem Sportplatz gezockt. Gestern ging es dann wieder morgens zur Wache runter und rein in den Wachdienst, der übrigens etwa 27 Stunden dauert (mit Antreten, Belehrung, Vergatterung, usw.). Dieser war spannender, da mal ein bisschen was passiert ist. :-) Ansonsten bleibt zu sagen: Wieder viel zu wenig geschlafen (wenns hochkommt drei Stunden).

Heute hieß es dann flinke Füße. Gleich nach Ende des Wachdienst sind wir hoch ins Kompaniegebäude, die Sachen für zu Hause hatte ich schon vorgepackt, und fertig machen zur Heimfahrt. Netterweise wurde ich zum Bahnhof gefahren und musste so nicht laufen. Kurz nach 12 Uhr war ich in Bernau, dann gings schnell nach Hause, Sachen auspacken, Sportsachen einpacken und ab in Richtung Sportplatz zum Treff. :-)

Btw: Ab nächster Woche sind wir auf Stube wieder voll belegt, da die Fahrschüler zurückkommen und wir jetzt noch einen KzH-Rückkehrer begrüßen dürfen. Somit wird es die letzten drei Monate noch mal schön kuschelig. Leider war der Dienstplan für nächste Woche noch nicht ausgehangen, somit weiß ich auch gar nicht, was so für uns ansteht. Ich denke aber, dass die neuen Gefreiten mit ihrer DPA anfangen werden. Zumal in den nächsten Tagen auch der Quartalsplan ausgehangen werden sollte.

Beifahrer und Zugübergabe vollzogen

Auch diese Bund-Woche ist schnell zusammengefasst. Genau wie in der letzten ging es darum, den Zug und sein Material für die Übergabe vorzubereiten. Heute war dann der große Tag: Unser neuer Zugführer, ein Oberleutnant, hat uns im Rahmen eines Kompanieantretens offiziell übernommen. Das Abschlussantreten artete deswegen ganz schön aus (über 30 Minuten).

Die Woche begann mit Sport. Dazu sind wir im Zugrahmen raus aus der Kaserne. Insgesamt waren wir fast eine Stunde unterwegs. Danach war Nachbereitung angesagt. In den Hallen haben wir letzte Vorbereitungen getroffen. Auch am Dienstag ging es wieder ans Material, LKWs wurden umgeparkt, Hallen gefegt, usw. Nachmittags durfte ich dann Beifahrer spielen. Die Fahrzeuge mussten in die Waschstraße. Am nächsten Tag gehörte ich zur örtlichen Putzkolonne. Gestern war ich dann nochmal mit den LKWs unterwegs, nachmittags hatten wir Sport und haben Fußball gespielt :-) War ne coole Sache vom Oberleutnant, anschließend haben wir dann noch ein paar Einbeinsprünge gemacht. Na ja und vom Freitag habe ich euch ja schon erzählt.

Wacheinteilung für März und Anfang April haben wir jetzt auch schon gemacht. Da muss ich mal schauen, dass ich meine zweite Wache Ende März getauscht bekomme, bin nämlich da eigentlich in der Kompanieabordnung für die Divisionsübergabe…

Dann noch zu zwei Aufregern von heute. Meinen geplanten Urlaub im Mai habe ich zum Glück doch bekommen. Eigentlich ist da eine Übung und somit Urlaubssperre, die Reise ist aber schon gebucht und der Antrag liegt seit Januar vor. Gestrichen wurde dagegen mein GvD, da wurde ich irrtümlich für Sonntag auf Montag eingeschrieben.

Zum Schluss zur nächsten Woche. Viele aus meinem Zug haben da Urlaub, somit wird da bestimmt nicht so viel sein (hoffe ich mal). Ob der 30er AMILA-Marsch am Donnerstag stattfindet, weiß ich auch nicht. Lass ich mich einfach mal überraschen ;-)

Meine erste Wache

Von Samstag auf Sonntag, sprich gestern auf heute, hatte ich meine erste Bundeswehr-Wache. Als Erstes vorne weg, es war nicht allzu schlimm. ;-) Klar, ich hatte nicht so viel Schlaf, wie sonst, aber es war halt Wochenende und somit ganz ruhig.

Insgesamt musste ich vier mal Streife laufen (a zwei Stunden) und vier Stunden Torposten schieben. Zweimal hatte ich vier Stunden zwischen den Schichten frei, ansonsten war auch mal Streife/Posten hintereinander.

Begonnen hat alles gegen 7.15 Uhr beim UvD der wachhabenden Einheit. Dort gabs kurz ein Antreten mit Einweisung, für fünf Leute war es die erste Wache. Danach gings Sachen packen und ab zum Wachlokal. Der OvWa hat dann eine Wachbelehrung durchgeführt und nochmal wichtigen Stoff der Wachausbildung wiederholt. Danach wurden wir vergattert und gegen 9.30 Uhr lösten wir die alte Wachmannschaft ab.

Im Wachlokal gabs sechs Betten in einem Raum, die habe ich eigentlich in den großen Pausen immer genutzt ;-) Elektrische Geräte sind ja nicht erlaubt… Habe mir auch schön die aktuelle FIVE mitgenommen und gelesen, ansonsten stirbt man da bspw. als Posten vor Langeweile. Nächstes Mal werde ich wohl aber nicht mehr den Sa/So-Dienst nehmen. Am besten ist wohl Donnerstag/Freitag oder Freitag/Samstag. Mal schauen, bei uns gibt es auch so ein Punktesystem und irgendwie soll man für bestimmte Wachzeiten auch mal nen Tag frei bekommen. So richtig hat uns dazu aber noch keiner aufgeklärt.

Halt stehen bleiben!

Ein weiterer Schwerpunkt zum Bestehen der AGA liegt hinter mir, die Wachausbildung. Die Woche begann am Montag mit trockenen Unterrichten zum Thema „Wachdienst in der Bundeswehr“. Alles wurde ausführlich erklärt, Maßnahmen und Paragraphen heruntergerasselt. Wann reagieren sie wie? Ist das geeignet, erforderlich und verhältnismäßig? Wie sieht die Rechtssprechung dazu aus? Mit der Konzentration am Montag war es dabei gar nicht mal so leicht. Verständlich, wenn man erst am Sonntagabend die Stube betritt und nach 23 Uhr im Bett ist.

Am Dienstag hatten wir Waffenausbildung. Wir bekamen die Pistole P1 und haben alle Standardsachen durchgespielt (Zerlegen & Zusammensetzen, Anschlagarten, Ladetätigkeiten), inklusive der Schießübungen P-S-1 und P-S-2 im AGSHP. Leider gibt es in unserem Bataillon nicht genügend P8en, quasi die Weiterentwicklung, sodass wir mit dem älteren Fabrikat der Pistole umgehen mussten. Weiterhin war noch am Dienstag MG-Ausbildung dabei.

Am Mittwoch begann dann der praktische Teil der Wachausbildung mit einem Stationsbetrieb im Zugrahmen. Insgesamt hatten wir drei: Streife laufen mit Personenkontrolle / Anhalten, KFZ-Kontrolle und den Fall einer erweiterten Personenüberprüfung. Temperaturmäßig war es ziemlich kalt, mit der ÜbMun schießen durften wir auch net. Abends bin ich mit Morawa noch laufen gegangen.

Am Donnerstag folgten insgesamt neun Stationen durch das gesamte Feld der Wachausbildung, viele waren Wiederholungsausbildungen der Vortage (bspw. P1, Streife, KFZ-Überprüfung), wenige waren Erstausbildungen (z. Bsp.: Flaggenparade, Waffenkammer-Alarm). Ganz schön anstrengend und straff gegliedert war das, aber ungemein lehrreich!

Heute gab es dann den abschließenden Wachtest, der wohl laut Zugführer schon nach 22 kontrollierten Rekruten sehr schlecht ausgefallen ist. Highlight des heutigen Freitages war das EST (einsatzspezifisches Training). So durften wir durch ein ungefähr 15 Meter langes Abflussruhr kriechen, in einem circa 1,20m hohen Bach laufen und anschließend in der Plärre auch Stellung beziehen (MG-Schütze, Stellung und unter Brücke gleiten). Anschließend ging es in ein Volleyballfeld, wo wir schön mit unseren nassen Sachen in die Stellung gehen mussten. Dazu noch ein paar Stellungswechsel, inklusive links/rechts rollen. Das hat zwar ordentlich Spaß gemacht und wir haben gestunken, doch die Arbeit danach (Reinigen) war einfach nur besch…eiden.

In der nächsten Woche haben wir am Donnerstag feierliches Gelöbnis. Freitag haben wir frei. Die Tage davor gibts viel Formaldienst und Unterrichte.